WEBVTT

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00:00:07.000 --> 00:00:11.000
Menschen mit einer Depression sind nicht mal kurz traurig.

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00:00:11.000 --> 00:00:15.000
Sie fallen über mindestens zwei Wochen bis hin zu Monaten

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00:00:15.000 --> 00:00:20.000
in ein emotionales Tief, aus dem sie oft keinen Ausweg sehen

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00:00:20.000 --> 00:00:23.000
und aus dem sie alleine meist nicht herauskommen.

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00:00:23.000 --> 00:00:25.000
Sie berichten von Gefühlen, 

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00:00:25.000 --> 00:00:29.000
die sie nicht mehr kontrollieren oder bewältigen können

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00:00:29.000 --> 00:00:33.000
Das führt dazu, dass sich Betroffene nicht nur anders fühlen, 

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00:00:33.000 --> 00:00:37.000
sondern auch anders verhalten als vor der Erkrankung.

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00:00:37.000 --> 00:00:41.000
Häufig geben sie sich für ihren Zustand selbst die Schuld

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00:00:41.000 --> 00:00:43.000
und werden von Selbstzweifeln geplagt.

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00:00:43.000 --> 00:00:47.000
Die Krankheit verläuft bei jedem etwas unterschiedlich,

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00:00:47.000 --> 00:00:50.000
abhängig von den Umständen und der Persönlichkeit.

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00:00:50.000 --> 00:00:53.000
Die typischen Hauptsymptome sind:

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00:00:53.000 --> 00:00:58.000
• gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit –

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00:00:58.000 --> 00:01:01.000
alles erscheint sinnlos und nichts kann das ändern,

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00:01:01.000 --> 00:01:04.000
• Desinteresse und Freudlosigkeit, beziehungsweise

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00:01:04.000 --> 00:01:08.000
ein Gefühl von innerer Leere und Gefühllosigkeit,

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00:01:08.000 --> 00:01:11.000
• Antriebsmangel und sehr schnelle Ermüdung,

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00:01:11.000 --> 00:01:13.000
oft schon nach kleinen Anstrengungen –

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00:01:13.000 --> 00:01:17.000
also eine andauernde völlige Erschöpfung.

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00:01:17.000 --> 00:01:20.000
Je ausgeprägter folgende Nebensymptome sind,

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00:01:20.000 --> 00:01:22.000
desto schwerer ist oft der Krankheitsverlauf:

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00:01:22.000 --> 00:01:24.000
• Appetitlosigkeit,

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00:01:24.000 --> 00:01:25.000
• Schlafstörungen,

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00:01:25.000 --> 00:01:28.000
• Konzentrations- und Entscheidungsstörungen,

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00:01:28.000 --> 00:01:30.000
• geringes Selbstwertgefühl,

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00:01:30.000 --> 00:01:32.000
• Schuldgefühle,

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00:01:32.000 --> 00:01:36.000
• negative und pessimistische Zukunftsgedanken – das bedeutet

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00:01:36.000 --> 00:01:40.000
quälende Sorgen, Befürchtungen und Ängste können auftreten

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00:01:40.000 --> 00:01:45.000
• bis hin zu Selbsttötungsgedanken oder -versuchen.

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00:01:45.000 --> 00:01:47.000
Wer eine Depression hat,

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00:01:47.000 --> 00:01:51.000
zieht sich häufig von Angehörigen und Freunden zurück.

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00:01:51.000 --> 00:01:54.000
Oder er verliert das Interesse sogar an Hobbys

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00:01:54.000 --> 00:02:00.000
und Unternehmungen, die zuvor Freude bereitet haben.

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00:02:00.000 --> 00:02:04.000
Wie eine Depression entsteht, ist bisher nicht genau bekannt.

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00:02:04.000 --> 00:02:06.000
Sie kann in jedem Alter,

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00:02:06.000 --> 00:02:11.000
in unterschiedlichen Lebensphasen und -situationen beginnen.

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00:02:11.000 --> 00:02:15.000
Dabei kann die Erkrankung einen konkreten Auslöser haben 

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00:02:15.000 --> 00:02:19.000
oder ohne von außen erkennbaren Ursachen auftreten.

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00:02:19.000 --> 00:02:22.000
Wahrscheinlich wirken biologische Vorgänge,

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00:02:22.000 --> 00:02:23.000
psychische Faktoren,

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00:02:23.000 --> 00:02:25.000
die persönliche Situation

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00:02:25.000 --> 00:02:29.000
und besondere Ereignisse im Leben zusammen.

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00:02:29.000 --> 00:02:32.000
Belastende Erfahrungen wie Verlusterlebnisse oder

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00:02:32.000 --> 00:02:37.000
chronischer Stress tragen vermutlich zur ihrer Entstehung bei.

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00:02:37.000 --> 00:02:40.000
Es gibt auch bestimmte Risikofaktoren,

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00:02:40.000 --> 00:02:42.000
die Depressionen begünstigen,

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00:02:42.000 --> 00:02:45.000
wie traumatische Erfahrungen in der Kindheit,

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00:02:45.000 --> 00:02:46.000
Einsamkeit,

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00:02:46.000 --> 00:02:49.000
sowie eine erbliche Komponente.

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00:02:49.000 --> 00:02:53.000
Bekannt ist, dass sich der Gehirnstoffwechsel von Depressiven

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00:02:53.000 --> 00:02:58.000
verändert und Nervenreize langsamer übertragen werden.

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00:02:58.000 --> 00:03:01.000
Auch bestimmte Botenstoffe und hormonelle Veränderungen

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00:03:01.000 --> 00:03:04.000
könnten eine Rolle spielen.

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00:03:04.000 --> 00:03:08.000
Betroffene haben verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

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00:03:08.000 --> 00:03:11.000
Die wichtigsten sind eine Psychotherapie

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00:03:11.000 --> 00:03:14.000
wie etwa die kognitive Verhaltenstherapie

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00:03:14.000 --> 00:03:17.000
und/oder eine Behandlung mit Medikamenten,

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00:03:17.000 --> 00:03:19.000
die in den Hirnstoffwechsel eingreifen,

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00:03:19.000 --> 00:03:22.000
den sogenannten Antidepressiva.

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00:03:22.000 --> 00:03:26.000
Welche Therapieform die richtige ist, wird mit der Patientin

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00:03:26.000 --> 00:03:30.000
oder dem Patienten individuell besprochen.

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00:03:30.000 --> 00:03:32.000
Kurz zusammengefasst:

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00:03:32.000 --> 00:03:33.000
Eine Depression führt

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00:03:33.000 --> 00:03:37.000
zu einem längeren und schweren emotionalen Tief,

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00:03:37.000 --> 00:03:40.000
von dem sich Erkrankte oft völlig überwältigt fühlen

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00:03:40.000 --> 00:03:45.000
und aus dem sie meist ohne Hilfe nicht herauskommen.

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00:03:45.000 --> 00:03:47.000
Typisch sind zum Beispiel

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00:03:47.000 --> 00:03:48.000
Traurigkeit,

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00:03:48.000 --> 00:03:49.000
innere Leere,

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00:03:49.000 --> 00:03:50.000
Desinteresse,

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00:03:50.000 --> 00:03:53.000
Antriebslosigkeit und Erschöpfung.

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00:03:53.000 --> 00:03:56.000
Das kann bis zu Suizidgedanken führen.

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00:03:56.000 --> 00:03:59.000
Körperliche Symptome können hinzukommen.

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00:03:59.000 --> 00:04:02.000
Jedoch verläuft die Krankheit sehr individuell.

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00:04:02.000 --> 00:04:07.000
Unterschiedliche Aspekte können zu ihrer Entstehung beitragen,

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00:04:07.000 --> 00:04:10.000
gewisse Risikofaktoren sind bekannt.

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00:04:10.000 --> 00:04:13.000
Psychotherapie und/oder Medikamente

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00:04:13.000 --> 00:04:18.000
sind bewährte Therapiemethoden.
