WEBVTT

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00:00:08.000 --> 00:00:11.000
Die Fachwelt ist sich nicht ganz einig,

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00:00:11.000 --> 00:00:14.000
was genau ein Burnout kennzeichnet,

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00:00:14.000 --> 00:00:17.000
daher gibt es keine endgültige Definition.

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00:00:17.000 --> 00:00:21.000
Einigkeit besteht aber darin, dass ein Burnout

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00:00:21.000 --> 00:00:23.000
eine Folge belastender beruflicher

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00:00:23.000 --> 00:00:27.000
oder außerberuflicher Tätigkeiten ist.

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00:00:27.000 --> 00:00:31.000
Als außerberufliche Belastung wird beispielsweise

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00:00:31.000 --> 00:00:33.000
die Pflege von Angehörigen genannt.

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00:00:33.000 --> 00:00:36.000
Mögliche Ursachen sind dabei:

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00:00:36.000 --> 00:00:38.000
• dauerhafte Über- und Unterforderung,

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00:00:38.000 --> 00:00:40.000
• ständiger Zeitdruck,

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00:00:40.000 --> 00:00:42.000
• Konflikte mit Kollegen,

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00:00:42.000 --> 00:00:45.000
• aber auch sehr hohe Einsatzbereitschaft,

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00:00:45.000 --> 00:00:49.000
die zur Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt.

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00:00:49.000 --> 00:00:52.000
Betroffene haben schließlich das Gefühl,

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00:00:52.000 --> 00:00:54.000
nicht mehr zu können,

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00:00:54.000 --> 00:00:58.000
Völlig erschöpft und leer - eben ausgebrannt zu sein,

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00:00:58.000 --> 00:01:01.000
was das englische Wort „Burnout“ ja bedeutet.

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00:01:01.000 --> 00:01:05.000
Bisher gelten hauptsächlich drei Beschwerdebereiche

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00:01:05.000 --> 00:01:08.000
als Anzeichen für ein Burnout-Syndrom:

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00:01:09.000 --> 00:01:12.000
• Erschöpfung: Betroffene fühlen sich ausgelaugt

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00:01:12.000 --> 00:01:16.000
und emotional erschöpft, berichten von mangelnder Energie,

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00:01:16.000 --> 00:01:20.000
Überforderung, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit,

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00:01:20.000 --> 00:01:23.000
aber auch von körperlichen Beschwerden wie Schmerzen

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00:01:23.000 --> 00:01:25.000
und Magen-Darm-Problemen.

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00:01:25.000 --> 00:01:29.000
• Entfremdung von der häufig beruflichen Tätigkeit:

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00:01:29.000 --> 00:01:33.000
Betroffene erleben ihre Arbeit zunehmend als belastend

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00:01:34.000 --> 00:01:35.000
und frustrierend.

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00:01:35.000 --> 00:01:37.000
Sie können eine zynische Haltung gegenüber

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00:01:37.000 --> 00:01:40.000
ihren Arbeitsbedingungen und Kollegen entwickeln.

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00:01:40.000 --> 00:01:45.000
Dazu kommt eine starke emotionale Distanz und zunehmende

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00:01:45.000 --> 00:01:48.000
Abstumpfung ihren beruflichen Aufgaben gegenüber.

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00:01:49.000 --> 00:01:52.000
• Verringerte Leistungsfähigkeit:

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00:01:52.000 --> 00:01:56.000
Beim Burnout leidet vor allem die alltägliche Leistung

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00:01:56.000 --> 00:02:00.000
im Beruf, im Haushalt oder bei der Pflege Angehöriger

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00:02:00.000 --> 00:02:04.000
Betroffene empfinden ihre Tätigkeit als sehr negativ,

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00:02:04.000 --> 00:02:08.000
sind unkonzentriert, lustlos und beklagen,

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00:02:08.000 --> 00:02:10.000
dass sie keine Ideen mehr haben.

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00:02:11.000 --> 00:02:15.000
Für solche Beschwerden kann es auch andere Ursachen geben,

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00:02:15.000 --> 00:02:17.000
die erst ausgeschlossen werden müssen,

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00:02:17.000 --> 00:02:19.000
bevor ein Burnout diagnostiziert wird.

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00:02:19.000 --> 00:02:23.000
Bestimmte Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden,

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00:02:23.000 --> 00:02:27.000
treten zum Beispiel auch bei einer Depression auf.

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00:02:27.000 --> 00:02:30.000
Ein Burnout unterscheidet sich allerdings

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00:02:30.000 --> 00:02:32.000
von einer Depression, was die Entfremdung,

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00:02:32.000 --> 00:02:36.000
vor allem von der Berufstätigkeit, angeht.

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00:02:36.000 --> 00:02:40.000
Bei einer Depression beziehen sich die negativen Gedanken

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00:02:40.000 --> 00:02:44.000
und Gefühle außerdem nicht nur auf die Arbeit,

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00:02:44.000 --> 00:02:46.000
sondern auf alle Lebensbereiche.

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00:02:46.000 --> 00:02:49.000
Typische Anzeichen für eine Depression,

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00:02:49.000 --> 00:02:52.000
die normalerweise nicht zu einem Burnout gehören,

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00:02:52.000 --> 00:02:53.000
sind außerdem:

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00:02:53.000 --> 00:02:56.000
• mangelndes Selbstwertgefühl,

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00:02:56.000 --> 00:02:59.000
• eine allumfassende Hoffnungslosigkeit

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00:02:59.000 --> 00:03:01.000
• und Selbsttötungsgedanken.

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00:03:01.000 --> 00:03:05.000
Burnout-Beschwerden können allerdings das Risiko erhöhen,

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00:03:05.000 --> 00:03:07.000
eine Depression zu entwickeln.

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00:03:07.000 --> 00:03:11.000
Kurzfristig können bei einem Burnout,

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00:03:11.000 --> 00:03:13.000
je nach vorherrschenden Beschwerden,

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00:03:13.000 --> 00:03:17.000
Medikamente gegen Erschöpfung, Schlaf-, Beruhigungs-

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00:03:17.000 --> 00:03:19.000
oder Schmerzmittel zum Einsatz kommen.

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00:03:19.000 --> 00:03:24.000
Auch Antidepressiva können bei schwerer Ausprägung

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00:03:24.000 --> 00:03:25.000
kurzfristig helfen.

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00:03:25.000 --> 00:03:29.000
Mittelfristig sind Verhaltenstherapiemethoden

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00:03:29.000 --> 00:03:30.000
erfolgversprechend.

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00:03:30.000 --> 00:03:33.000
Langfristig ist es sinnvoll,

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00:03:33.000 --> 00:03:37.000
die äußere auslösende Situation praktisch zu verändern.

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00:03:38.000 --> 00:03:41.000
Kurz zusammengefasst:

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00:03:41.000 --> 00:03:46.000
Burnout ist eine Folge belastender beruflicher oder

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00:03:46.000 --> 00:03:50.000
außerberuflicher Tätigkeiten wie der Pflege von Angehörigen.

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00:03:50.000 --> 00:03:55.000
Aufgrund von anhaltender Über- oder Unterforderung,

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00:03:55.000 --> 00:03:58.000
Zeitdruck, Konflikten oder Vernachlässigung

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00:03:58.000 --> 00:04:02.000
eigener Bedürfnisse kommt es zu dem Gefühl,

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00:04:02.000 --> 00:04:04.000
völlig ausgebrannt zu sein.

72
00:04:04.000 --> 00:04:08.000
Genauer fühlen sich Menschen mit Burnout erschöpft

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00:04:08.000 --> 00:04:12.000
und entfremdet, besonders von beruflichen Tätigkeiten.

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00:04:12.000 --> 00:04:15.000
Dazu haben sie eine verringerte Leistungsfähigkeit.

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00:04:15.000 --> 00:04:18.000
Kurzfristig können Medikamente,

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00:04:18.000 --> 00:04:22.000
langfristig Verhaltenstherapiemethoden und

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00:04:22.000 --> 00:04:26.000
schließlich eine Änderung der auslösenden Situation helfen.