AlterMedizinische Rehabilitation (Reha)

Eine medizinische Rehabilitation (Reha) kann helfen, nach einer Erkrankung wieder fit für den Alltag zu werden. Auch bei einer chronischen Erkrankung oder einer Behinderung kann eine Reha infrage kommen. Speziell für ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen gibt es die geriatrische Reha. Bei einer Reha werden Behandlungen aus verschiedenen Bereichen kombiniert. 

Eine medizinische Rehabilitation (Reha) kommt infrage, wenn man durch gesundheitliche Probleme oder eine Behinderung so stark eingeschränkt ist, dass man den gewohnten Alltagsaktivitäten nicht nachgehen kann. Man sollte dann mit seiner Ärztin oder seinem Arzt besprechen, ob eine Reha medizinisch notwendig ist.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen erhalten Sie in unserem Artikel zur medizinischen Rehabilitation.

Eine medizinische Reha muss beantragt werden. Erfolgt eine Reha direkt nach einem Krankenhausaufenthalt (Anschlussheilbehandlung), dann hilft in der Regel der Sozialdienst des Krankenhauses, den Antrag zu stellen.

In allen anderen Fällen sollte man zunächst ärztlichen Rat einholen und die Möglichkeiten und Ziele einer Reha besprechen. Die Ärztin oder der Arzt erstellt dann gegebenenfalls einen Befundbericht und begründet, warum eine Reha medizinisch notwendig ist. Diesen Befund braucht man für den Antrag. Für den Erfolg des Antrags ist es hilfreich, wenn die Ärztin oder der Arzt Rehabedürftigkeit, -ziele und -prognose möglichst konkret benennt.

Den Antrag schickt man dann an den Kostenträger. Anschließend wird einem mitgeteilt, ob die Reha bewilligt wurde. Im Falle einer Ablehnung kann man innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen.

Näheres zum Reha-Antrag erfahren Sie in unserem Artikel zur medizinischen Rehabilitation.

Die Kosten für eine medizinische Rehabilitation (Reha) werden zum Großteil von den Kostenträgern übernommen. Der Kostenträger kann zum Beispiel die Krankenkasse oder die Rentenversicherung sein. Bei Rentnerinnen und Rentnern ist in den meisten Fällen die Krankenkasse zuständig. Welcher Kostenträger zuständig ist, hängt aber auch von der medizinischen Situation ab.

Bei manchen Kostenträgern muss man sich während der Reha mit einer Zuzahlung von höchstens 10 Euro am Tag an den Kosten beteiligen.

Weitere Informationen zu den Kosten erhalten Sie in unserem Artikel zur medizinischen Rehabilitation.

Speziell für ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen gibt es die sogenannte geriatrische Rehabilitation (Reha). Das Ziel einer geriatrischen Reha ist es, die Selbstständigkeit älterer Menschen im Alltag zu fördern. Die geriatrische Reha kann stationär oder ambulant in einer Reha-Einrichtung stattfinden oder zu Hause durchgeführt werden.

Eine geriatrische Reha muss von einer Ärztin oder einem Arzt verordnet werden. Dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel einen Großteil der Kosten. Versicherte müssen sich lediglich mit einer Zuzahlung von 10 Euro pro Tag an den Kosten beteiligen.

Bei Fragen zur geriatrischen Reha können Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt sowie an Ihre Krankenkasse wenden.

Patientinnen und Patienten haben das Recht, eine Wunschklinik zu benennen. Im Antrag kann man deshalb auch angeben, ob man in einer bestimmten Einrichtung oder Region behandelt werden möchte. Sofern möglich, werden solche Wünsche von den Kostenträgern berücksichtigt. Die Einrichtung muss allerdings zur Diagnose und zum Ziel der Reha passen. Manchmal ist eine Behandlung in der Wunschklinik nicht möglich, weil die Kostenträger nur mit bestimmten Einrichtungen Versorgungsverträge geschlossen haben.

Im Reha-Einrichtungsverzeichnis der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation können Sie nach geeigneten Einrichtungen suchen.

Weitere Informationen zum sogenannten Wunsch- und Wahlrecht erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung.

Beratung und Hilfe bei der Antragstellung oder der Formulierung eines Widerspruchs bekommen Sie bei der Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) oder den Verbraucherzentralen.

Auch die Sozialverbände bieten ihren Mitgliedern Beratung zum Thema Reha an. Die Internetadressen der Sozialverbände finden Sie in der REHADAT-Datenbank. einem Angebot des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Informationen zu weiteren Anlauf- und Beratungsstellen finden Sie in unserem Artikel.

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