KindheitHilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel können chronisch kranke Kinder im Alltag unterstützen und gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgleichen.

Kinder mit einer chronischen Erkrankung benötigen mitunter bestimmte Hilfsmittel. Je nach Erkrankung können das beispielsweise Inhalationsgeräte, Insulinpumpen und Blutzuckermessgeräte, Hörgeräte oder orthopädische Hilfsmittel wie Orthesen sein.

Medizinisch notwendige Hilfsmittel können bei der Krankenkasse beantragt werden. Hierfür kann eine ärztliche Verordnung nötig sein. Die Kosten werden übernommen, wenn das Hilfsmittel medizinisch notwendig ist. Für Kinder fällt keine Zuzahlung an.

Nähere Informationen zu Hilfsmitteln und deren Beantragung finden Sie im Artikel Hilfsmittel.

Der Ratgeber Hilfsmittelversorgung des rehaKIND e.V. fasst für Eltern die wichtigsten Informationen rund um das Thema Hilfsmittel für Kinder zusammen.

Informationen rund um das Thema Hilfsmittel für Kinder bietet auch der Pflegewegweiser NRW der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

Wenn chronisch kranke Kinder auch pflegebedürftig sind, übernimmt die Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für sogenannte Pflegehilfsmittel. Voraussetzung dafür ist ein anerkannter Pflegegrad - unabhängig von dessen Höhe.

Pflegehilfsmittel sind spezielle Produkte und Geräte, die dazu dienen, pflegebedürftige Kinder zu versorgen und im Alltag zu unterstützen. Sie sollen ihre Selbstständigkeit verbessern sowie die Pflege zu Hause ermöglichen und erleichtern. Man unterscheidet technische Pflegehilfsmittel, wie einen Rollstuhl oder ein Pflegebett, und Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind. Zu letzteren zählen zum Beispiel Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Arten von Pflegehilfsmitteln und deren Beantragung finden Sie im Artikel Pflegehilfsmittel beantragen.

Die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät kostenfrei bei gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Problemen – auch zu Fragen rund um das Thema Hilfsmittel.

Eine Hilfsmittelberatung wird auch von Sozialverbänden, Selbsthilfevereinen, Wohlfahrtsverbänden und einigen Verbraucherzentralen angeboten.

Das Internetportal REHADAT-Hilfsmittel bietet eine Übersicht über Anlaufstellen zur Hilfsmittelberatung bei bestimmten Behinderungen.

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) berät in allen Fragen zur Teilhabe. Ein Beratungsaspekt sind dabei auch Hilfsmittel.

Zu Pflegehilfsmitteln beraten darüber hinaus die Pflegekasse, Pflegeberatungsstellen und ambulante Pflegedienste. 

Eine Datenbank mit Pflegeberatungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website der Stiftung Zentrum Qualität in der Pflege.

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