Ist ein Kind akut krank, gibt es je nach Art und Dringlichkeit der Beschwerden verschiedene Anlaufstellen.
In der Regel ist die kinderärztliche Praxis die erste Anlaufstelle, wenn ein Kind erkrankt. Gerade bei kleineren Kindern können Beschwerden und Krankheitsanzeichen für Eltern schwer einzuordnen sein. Deshalb sollte bei Unsicherheit lieber einmal zu oft als zu wenig die Kinderärztin oder der Kinderarzt aufgesucht werden.
Hinweise dazu, wann man bei Beschwerden die Kinderarztpraxis aufsuchen sollte, finden Sie im Krankheiten-Verzeichnis des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V.
Wann bei verschiedenen Krankheitsanzeichen unbedingt ärztliche Hilfe nötig ist, erfahren Sie auf dem Portal kindergesundheit-info.de.
Bei dringenden medizinischen Problemen können sich Eltern außerhalb der kinderärztlichen Praxisöffnungszeiten an den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 wenden.
Das gilt unter anderem bei:
- Infekten mit hohem Fieber und Schmerzen
- starken Hals- oder Ohrenschmerzen
- Magen-Darm-Infekten mit anhaltendem Brechdurchfall
Der ärztliche Bereitschaftsdienst berät Eltern über das weitere Vorgehen. Er nennt außerdem Praxen, die Eltern aufsuchen können, wenn die kinderärztliche Praxis geschlossen hat. Wenn es notwendig ist, kann ein ärztlicher Bereitschaftsdienst auch nach Hause kommen.
Bei schweren Verletzungen, Vergiftungen oder schweren Krankheitsanzeichen sollte man direkt den Notruf 112 wählen oder ein Krankenhaus mit Kinderklinik aufsuchen. Zu solchen Anzeichen zählen unter anderem Atemnot, Bewusstlosigkeit, starke Verwirrtheit, Krampfanfälle, starke Schmerzen oder eine Nackensteife, bei welcher der Kopf des Kindes nicht nach vorn gebeugt werden kann.
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