KindheitAnlaufstellen

Sorgen sich Eltern um die psychische Gesundheit ihres Kindes, dann bieten verschiedene Anlaufstellen Unterstützung.

Bei Fragen rund um die psychische Gesundheit von Kindern können sich Eltern an die kinderärztliche Praxis wenden. Die Kinderärztin oder der Kinderarzt kennt das Kind und dessen Familie meist gut und kann mögliche Beschwerden einschätzen. Je nach Bedarf kann die Ärztin oder der Arzt eine Überweisung zu einer Kinder- und Jugendpsychiaterin beziehungsweise einem -psychiater ausstellen.

Wenn sich Eltern unsicher sind, ob ihr Kind professionelle Unterstützung benötigt, können sie sich an Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten wenden. In speziellen Sprechstunden erhalten sie eine erste fachliche Einschätzung und Hinweise auf mögliche nächste Schritte. Um mehr zu erfahren, klicken Sie oben auf dieser Seite auf Kinder- und Jugendpsychotherapie.

Wichtig zu wissen: Mitunter haben Kinder- und Jugendpsychotherapeuten längere Wartezeiten für eine Behandlung. Befindet sich Ihr Kind in einer akuten seelischen Krise oder in einem Ausnahmezustand, kann eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin oder ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut kurzfristig im Rahmen einer Akutbehandlung unterstützen. Ein Anspruch auf eine solche Akutbehandlung besteht zum Beispiel, wenn das Kind nicht mehr zur Schule gehen kann oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig wäre, falls keine schnelle Hilfe erfolgt.

Um rasch einen Termin für eine Akutbehandlung zu bekommen, können sich Eltern an den Terminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wenden. Diese unterstützt dabei, kurzfristig einen passenden Behandlungsplatz zu finden.

In vielen Situationen kann eine Erziehungs- und Familienberatung eine erste Anlaufstelle sein. Solche Beratungsstellen bieten eine leicht zugängliche Unterstützung, beispielsweise in folgenden Situationen:

  • Ein Kind oder ein Jugendlicher zeigt auffälliges Verhalten.
  • In der Familie gibt es häufig Streit.
  • Die Eltern haben sich getrennt oder wollen sich trennen.
  • Eltern sind sich unsicher oder uneinig in Erziehungsfragen.

Auch zu anderen Themen ist eine Beratung möglich. Neben den Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten können sich auch Kinder und Jugendliche selbst an eine Beratungsstelle wenden. Die Beratung ist vertraulich und kostenfrei.

Auf der Seite der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung kann man nach Beratungsstellen in der Nähe suchen.

Es ist auch möglich, sich bei freien Trägern der Jugendhilfe beraten zu lassen, beispielsweise bei Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, der Diakonie, dem DRK oder der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Das Kinder- und Jugendtelefon Nummer gegen Kummer ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Sorgen und Problemen. Die psychologisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten anonym und kostenlos. Die Beratung ist auch via Chat oder Mail möglich. Eltern können sich unter einer gesonderten Nummer beraten lassen.

Nummer gegen Kummer: 116 111
Elterntelefon: 0800 – 111 0 550

Besonders leicht zugänglich, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar ist die Telefonseelsorge unter der Nummer 116 123. Auf der Webseite der Telefonseelsorge gibt es auch Kontaktmöglichkeiten per E-Mail oder Chat.

Auf dem Familienportal des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind Krisentelefone und Beratungsstellen für verschiedene Lebenslagen aufgeführt.

Tipp: Die App KrisenKompass der Telefonseelsorge bietet Materialien, Techniken und Kontakte zu Anlaufstellen, die in Krisensituationen hilfreich sind.

Wenn jemand sich oder andere gefährdet, zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter der Nummer 112 oder die Polizei unter der Nummer 110 zu rufen.

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