Während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt haben Frauen Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen und Beratung. Dadurch kann man Risiken und mögliche Komplikationen früh genug erkennen und behandeln. Einen Großteil der Untersuchungen können sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch Hebammen durchführen.
Zur Schwangerschaftsvorsorge gehören unter anderem regelmäßige Beratungen und körperliche Untersuchungen. Auch Untersuchungen auf bestimmte Infektionen und Ultraschalluntersuchungen sind Teil der Vorsorge. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Mutterpass eingetragen. Die gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Schwangerschaftsvorsorge.
Mehr zu Vorsorgeuntersuchungen erfahren
Gut zu wissen: Einige Frauen bekommen während der Schwangerschaft einen sogenannten "Schwangerschaftsdiabetes". Um diese Erkrankung frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können, haben alle Frauen Anspruch auf einen Zuckertest. Dieser wird normalerweise zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Im Artikel Schwangerschaftsdiabetes erfahren Sie mehr zum Thema.
Zu Beginn der Schwangerschaft finden die Vorsorge-Termine in der Regel alle vier Wochen statt, ab der 32. Schwangerschaftswoche dann 14-tägig. Im dritten, sechsten und achten Schwangerschaftsmonat sind außerdem sogenannte Basis-Ultraschalluntersuchungen vorgesehen.
Wichtig zu wissen: Bei Risikoschwangerschaften oder anderen Auffälligkeiten erfolgen meist zusätzliche Ultraschalluntersuchungen und häufigere Kontrollen.
Was genau bei den einzelnen Terminen untersucht wird, erfahren Sie im Artikel Schwangerschaftsvorsorge: Untersuchung und Beratung.
Wissenswertes rund um das Thema Schwangerschaftsvorsorge finden Sie zudem auf dem Infoportal familienplanung.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Schwangeren Frauen werden verschiedene Impfungen empfohlen, um sich und ihr Kind bestmöglich vor bestimmten Krankheiten zu schützen.
Mehr zu den Impfungenempfehlungen für Schwangere erfahren Sie auf dem Infoportal infektionsschutz.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Tipp: Mit den Impfchecks des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit können Sie schnell und einfach überprüfen, ob Ihnen bestimmte Impfungen empfohlen werden. Nach wenigen Klicks erhalten Sie eine persönliche Impfempfehlung, die auf aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beruht.
In manchen Situationen können neben den üblichen Vorsorgeuntersuchungen zusätzliche Tests sinnvoll sein. Diese werden im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik, der sogenannten Pränataldiagnostik, durchgeführt. Solche Untersuchungen können zum Beispiel Hinweise auf Fehlbildungen oder genetische Veränderungen wie Trisomie 21 (Down-Syndrom) beim ungeborenen Kind geben.
Grundsätzlich sind alle vorgeburtlichen Untersuchungen freiwillig. Einige dieser Tests beinhalten einen medizinischen Eingriff, bei dem Fruchtwasser (Fruchtwasserpunktion) oder Gewebe aus der Plazenta (Chorionzottenbiopsie) entnommen wird.
Wenn ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, bei besonderen Risiken oder zur Abklärung von Auffälligkeiten, übernehmen Krankenkassen die Kosten für bestimmte zusätzliche Untersuchungen. Andernfalls müssen die Untersuchungen meist selbst bezahlt werden.
Weitere Informationen zur Pränataldiagnostik finden Sie auf dem Portal familienplanung.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
In der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt zu haben, bei der oder dem man sich wohl und gut beraten fühlt.
Mit unserer Arztsuche können Sie nach Frauenärztinnen und Frauenärzten in Ihrer Nähe suchen.
Eine Terminvereinbarung ist außerdem bei den Terminservicestellen über die Rufnummer 116 117 oder online über den E-Terminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung möglich.
Auch Hebammen können bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf viele Untersuchungen während der Schwangerschaft übernehmen. Sie haben oft etwas mehr Zeit, um Fragen zu beantworten oder auf Sorgen einzugehen. Zusätzlich zu Vorsorgeuntersuchungen können sie bei der Wahl des Geburtsortes helfen und insgesamt wertvolle Unterstützung leisten.
Wichtig zu wissen: Hebammen betreuen Frauen auch in der Zeit nach der Geburt. Es ist sinnvoll, früh in der Schwangerschaft nach einer Hebamme zu suchen. Denn viele Hebammen sind durch die langen Betreuungszeiten oft ausgebucht.
Um eine Hebamme zu finden, ist die Hebammensuche des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) eine unkomplizierte Möglichkeit. Weitere Tipps zur Hebammensuche bietet der Artikel zur Geburtsvorbereitung.
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