Wenn man sofort oder zeitnah professionelle Hilfe benötigt, sind die kinder- und jugendärztliche Praxis, die Hausarztpraxis, die Psychotherapeutin oder der Psychotherapeut die ersten Anlaufstellen.
Außerhalb der Öffnungszeiten kann man sich an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der 116 117 wenden.
Das Kinder- und Jugendtelefon Nummer gegen Kummer ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Sorgen und Problemen. Die psychologisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten anonym und kostenlos. Die Beratung ist auch via Chat oder Mail möglich. Eltern können sich unter einer gesonderten Nummer beraten lassen.
Nummer gegen Kummer: 116 111
Elterntelefon: 0800 – 111 0 550
Besonders leicht zugänglich, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar ist die Telefonseelsorge unter der Nummer 116 123. Auf der Webseite der Telefonseelsorge gibt es auch Kontaktmöglichkeiten per E-Mail oder Chat.
Eine kostenlose und vertrauliche Online-Beratung ist über die Jugendnotmail und die Mailberatung [U25] möglich. Hier kann es jedoch 1 bis 2 Tage dauern, bis man eine Antwort erhält.
Über die bke-Elternberatung beziehungsweise die bke-Jugendberatung können sich Eltern und Jugendliche vertraulich und kostenlos beraten lassen. Über die Seiten ist jeweils auch ein Austausch mit anderen Eltern beziehungsweise Jugendlichen möglich.
Auf der Informationsplattform Mein Kompass findet sich ein Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen im Akutfall.
Tipp: Die App KrisenKompass der Telefonseelsorge bietet Materialien, Techniken und Kontakte zu Anlaufstellen, die in Krisensituationen hilfreich sind.
Mitunter haben Kinder- und Jugendpsychotherapeuten längere Wartezeiten für eine Behandlung. Befindet sich eine Jugendliche oder ein Jugendlicher jedoch in einer akuten psychischen Krise oder in einem Ausnahmezustand, kann eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin oder ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut kurzfristig im Rahmen einer Akutbehandlung unterstützen.
Ein Anspruch auf eine solche Akutbehandlung besteht zum Beispiel, wenn die oder der Jugendliche nicht mehr zur Schule gehen kann oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig wäre, falls keine schnelle Hilfe erfolgt.
Um rasch einen Termin für eine Akutbehandlung zu bekommen, kann man sich an den Terminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wenden. Die Mitarbeitenden unterstützen dabei, kurzfristig einen passenden Behandlungsplatz zu finden.
Speziell für psychische Krisen gibt es in vielen Städten und Gemeinden Krisendienste oder sozialpsychiatrische Dienste. Diese findet man in der Regel, wenn man im Internet nach dem Begriff „Krisendienst“ und der entsprechenden Stadt oder Gemeinde sucht.
Viele kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken haben Ambulanzen oder Notaufnahmen. Auch dorthin kann man sich in einer Krise wenden.
Über den Klinikfinder der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. kann man nach Einrichtungen in der Nähe suchen.
Wenn jemand sich oder andere gefährdet, sollte man unbedingt den Rettungsdienst unter der Nummer 112 oder die Polizei unter der Nummer 110 rufen.
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