Die Pflege und Betreuung von Älteren und Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist häufig eine herausfordernde Aufgabe. Beratungs- und Schulungsangebote der Pflegeversicherung helfen Pflegenden, ihre Angehörigen angemessen zu versorgen und die Pflegetätigkeit mit anderen Aufgaben zu vereinbaren.
Pflegekurse und Schulungen vermitteln Wissen, das für die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen wichtig ist. Sie richten sich an Angehörige, ehrenamtliche Pflegepersonen und an alle, die am Thema Pflege interessiert sind.
Die Kosten für Pflegekurse oder Schulungen übernehmen in der Regel die Pflegekassen.
Gut zu wissen: Viele Pflegekassen bieten Onlineprogramme mit Basiswissen und häufigen Pflegethemen, die kostenfrei und frei zugänglich für alle Interessierten sind.
Ausführliche Informationen zum Thema finden pflegende Angehörige im Artikel Pflege: Unterstützung durch Beratung und Schulung.
Konkrete Tipps zur Pflege bekommen Sie im Artikel Pflegewissen für Angehörige.
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet zahlreiche Praxistipps zu verschiedenen Themen des Pflegealltags, beispielsweise zur Körper- und Mundpflege und zum Thema Essen und Trinken.
Einen Angehörigen zu pflegen, ist eine herausfordernde Aufgabe, die häufig viel Kraft und Zeit in Anspruch nimmt. Entlastung ist wichtig, um die eigene Gesundheit zu schützen und psychischen Beschwerden vorzubeugen.
Die Pflegeversicherung bietet verschiedene Möglichkeiten, damit sich Angehörige regelmäßig oder bei Bedarf Zeit für sich nehmen können, in der die pflegebedürftige Person versorgt ist. Es ist zudem möglich, dass Pflegefachkräfte oder auch vertraute Personen die Pflegeperson vertreten.
Zu den Angeboten gehören:
- Professionelle Pflegedienste
- Kurzzeitpflege
- Verhinderungspflege
- Tages- und Nachtpflege
- Entlastungsbetrag, um beispielsweise eine zeitweilige Betreuung zu organisieren
Auch ehrenamtliche Unterstützung kann eine Entlastung für pflegende Angehörige darstellen.
Beim Netzwerk pflegeBegleitung können Sie nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern suchen.
Im Artikel Psychische und körperliche Belastung bei pflegenden Angehörigen finden pflegende Angehörige weitere Hinweise und Tipps.
Ältere Pflegepersonen stehen vor besonderen Herausforderungen. Sie kümmern sich häufig allein um die Pflege, auch wenn sie selbst gesundheitlich belastet sind. Mehr zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten für ältere pflegende Angehörige finden Sie in unserem Artikel.
Ein Familienmitglied zu pflegen und gleichzeitig berufstätig zu sein, ist für viele mit großen Herausforderungen verbunden.
Gesetzliche Ansprüche auf Freistellungen und Teilzeit, wie Pflegezeit und Familienpflegezeit, ermöglichen es Angehörigen, flexibel zu reagieren und die Pflege für eine gewisse Zeit selbst zu übernehmen. Darüber hinaus können Pflegeleistungen Entlastung bieten.
Wer eine nahestehende, pflegebedürftige Person zu Hause versorgt, kann Anspruch auf verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung haben. Dazu gehören Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie ein beitragsfreier gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.
Gewalt und Aggressionen sind in der Pflege ein wichtiges Thema. Sie können sowohl pflegebedürftige Menschen als auch pflegende Angehörige betreffen. Nicht immer entstehen sie mit böser Absicht.
Mehr zu den Ursachen und Formen von Gewalt und Aggressionen und wie sich diese vermeiden lassen, erfahren Sie im entsprechenden Artikel.
Eine Form von Gewalt sind sogenannte "freiheitsbeschränkende Maßnahmen". Zu solchen Maßnahmen zählen unter anderem Bettgitter oder Tischvorrichtungen, die eine Person am Aufstehen hindern.
Welche Alternativen es zu solchen Maßnahmen gibt, lesen Sie in unserem Artikel Freiheitsbeschränkende Maßnahmen vermeiden. Dort finden Sie auch weiterführende Informationsangebote.
Tipps, wie pflegende Angehörige Gewalt in der Pflege vermeiden. bietet auch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).
Was bei der Pflege von Menschen mit Demenz helfen kann und welche Möglichkeiten es zur Unterstützung gibt, erfahren pflegende Angehörige im Artikel Pflege von Menschen mit Demenz.
Pflegende Angehörige können bei der Pflege von Menschen mit Demenz an ihre Grenzen stoßen. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten beraten zu lassen.
Auf der Seite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. können Sie nach Beratungsangeboten sowie Selbsthilfe- und Angehörigengruppen in Ihrer Nähe suchen.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet umfassende Informationen sowie Adressen zu Beratungs- und Hilfsangeboten auf der Website Wegweiser Demenz.
Es kann entlastend sein, sich verstanden zu fühlen. Menschen, die ebenfalls Angehörige pflegen, haben oft ähnliche Erfahrungen gemacht. Sie können Ihre Sorgen, Probleme und Gefühle vielleicht besonders gut nachvollziehen. Menschen mit ähnlichen Erfahrungen finden Sie zum Beispiel in Angehörigengruppen.
Allgemeine Informationen zum Thema Selbsthilfe für Angehörige finden Sie in unserem Artikel.
Eine deutschlandweite Datenbank für Angehörigen- und Selbsthilfegruppen bietet die Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS).
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