T86.10: Akute Funktionsverschlechterung eines Nierentransplantates

Sie haben eine Spender-Niere erhalten, die plötzlich nicht mehr richtig arbeitet.

Im Körper gibt es normalerweise 2 Nieren. Sie filtern das Blut und bilden den Urin. So helfen sie, den Körper zu entgiften. Außerdem regeln die Nieren unter anderem den Blutdruck und den Salz-Gehalt im Blut. Wenn man eine Spender-Niere erhält, dann wird diese meistens unten in den Bauch eingesetzt. Die eigenen Nieren bleiben meistens an der entsprechenden Stelle im Körper.

Bei einer Gewebe-Spende sollten das eigene und das gespendete Gewebe einander möglichst ähnlich sein. Ansonsten kann es sein, dass das gespendete Gewebe vom Abwehrsystem bekämpft wird. Das Abwehrsystem bekämpft zum Beispiel auch veränderte Körperzellen oder Krankheits-Erreger. Vor einer Gewebe-Spende werden deshalb bestimmte Gewebe-Merkmale verglichen. Solch ein Gewebe-Merkmal ist zum Beispiel die Blutgruppe.

Wenn eine Spender-Niere nicht richtig arbeitet, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Es kann zum Beispiel sein, dass das eigene Abwehrsystem die Spender-Niere bekämpft. Das Nierengewebe kann sich dann beispielsweise entzünden und geschädigt werden. Es kann zum Beispiel auch sein, dass die Spender-Niere nicht richtig durchblutet wird.

Man kann verschiedene Beschwerden haben, wenn die Spender-Niere nicht richtig arbeitet. Wenn die Spender-Niere nicht mehr genug Urin bildet, dann scheidet man wenig Urin aus. Es verbleibt dann zu viel Flüssigkeit im Körper. Diese Flüssigkeit kann sich dann zum Beispiel in den Beinen ansammeln. Wenn die Spender-Niere nicht mehr richtig arbeitet, dann können sich auch Stoffe im Körper ansammeln. Diese Stoffe werden normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Durch diese Stoffe kann der Körper geschädigt werden. Außerdem kann man Probleme mit dem Blutdruck oder Schmerzen im Bauch haben.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).