ICD-Code G93.30: Chronisches Fatigue-Syndrom, postinfektiös
Sie haben eine Erkrankung, bei der es unter anderem zu einer schweren, anhaltenden Erschöpfung kommt. Die Erkrankung hat sich nach einer Ansteckung mit Krankheitserregern entwickelt.
Eine schwere, anhaltende Erschöpfung kann zum Beispiel nach Virus-Erkrankungen auftreten. Die genauen Ursachen sind bisher nicht vollständig geklärt.
Durch die Erschöpfung kann der Alltag stark beeinträchtigt sein. Auch wenn man sich ausruht und schont, verbessert sich die Erschöpfung in der Regel nicht anhaltend. Üblicherweise treten noch weitere Beschwerden auf. Dazu gehören zum Beispiel Schlaf-Störungen, Konzentrations-Störungen oder Schmerzen.
Typischerweise verschlechtert sich der Zustand bei Belastung. Dabei können sich die Beschwerden sowohl nach körperlicher als auch nach geistiger Anstrengung verschlechtern. Dafür reichen in der Regel schon geringe Anstrengungen aus. Die Verschlechterung tritt sofort oder verzögert auf.
Zusatzkennzeichen
Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.
- G: Gesicherte Diagnose
- V: Verdacht
- Z: Zustand nach
- A: Ausschluss
- L: Links
- R: Rechts
- B: Beidseitig
Hinweis
Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.
Quelle
Die Erläuterung des ICD-Codes wurde bereitgestellt von der „Was hab’ ich?” gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).