E28.2: Syndrom polyzystischer Ovarien

Sie haben Ihre Regelblutung zu selten. Oder Sie haben Zysten in den Eierstöcken oder zu viele männliche Geschlechtshormone.

Es gibt zwei Eierstöcke im Körper. Die Eierstöcke werden von Steuer-Botenstoffen aus dem Gehirn beeinflusst. Die Eierstöcke selbst bilden verschiedene Geschlechtshormone. Dazu gehören weibliche und männliche Geschlechtshormone. Die Geschlechtshormone beeinflussen zum Beispiel den weiblichen Zyklus, die Fettverteilung im Körper, die Haut und die Behaarung.

Bei Ihrer Erkrankung kann es Zysten in den Eierstöcken geben. Zysten sind kleine Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Außerdem kann der Abstand zwischen den Regelblutungen größer als 35 Tage sein. Man kann auch zu viel von einem bestimmten Steuer-Botenstoff im Blut haben. Dieser Botenstoff heißt Luteinisierendes Hormon. Zu viel von diesem Botenstoff führt dazu, dass das Gleichgewicht von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen im Körper durcheinander gerät.

Es kann dadurch sein, dass man zu viele männliche Geschlechtshormone hat. Das kann zu verschiedenen Veränderungen führen. Die Regelblutung kann deswegen seltener kommen oder ausbleiben. Die Behaarung an den Beinen, am Bauch und auf der Brust kann zunehmen und eher typisch männlich erscheinen. Insgesamt kann es passieren, dass man einen eher männlichen Körperbau hat. Man kann auch fettige Haut und Pickel bekommen.

Oft ist man bei dieser Erkrankung auch übergewichtig. Übergewicht kann viele Ursachen haben. Übergewicht kann entstehen, wenn man sich zu wenig bewegt. Eine weitere Ursache für Übergewicht kann eine Botenstoff-Störung sein. Viele Botenstoffe im Körper beeinflussen sich gegenseitig. Es ist möglich, dass das Übergewicht die Botenstoff-Störung beeinflusst.

Sie haben ein erhöhtes Risiko, die Zucker-Krankheit zu bekommen. Bei der Zucker-Krankheit wirkt der Botenstoff Insulin oft nicht mehr richtig.

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).