E10.60: Diabetes mellitus, Typ 1 Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen Nicht als entgleist bezeichnet

Sie haben die Zucker-Krankheit. Die Zucker-Krankheit heißt auch Diabetes mellitus.

Der Körper nimmt den Zucker aus der Nahrung über den Darm auf. Der Zucker gelangt dort in das Blut. Deshalb steigt bei jedem Menschen der Zucker-Gehalt im Blut nach dem Essen an. Die Bauchspeicheldrüse bildet den Botenstoff Insulin. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Nach dem Essen gibt die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin in das Blut ab. Dadurch sinkt der Zucker-Gehalt im Blut nach dem Essen.

Der Botenstoff Insulin wird durch bestimmtes Gewebe in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Das Abwehrsystem hat bei Ihnen Abwehrstoffe gegen dieses Gewebe gebildet. Dadurch wurde dieses Gewebe in der Bauchspeicheldrüse geschädigt oder zerstört. Ihr Körper bildet deshalb zu wenig von dem Botenstoff Insulin. Wenn man nicht genug Insulin im Blut hat, dann kann der Zucker-Gehalt im Blut dauerhaft zu hoch sein. Man nennt das Diabetes mellitus Typ 1.

Bei der Zucker-Krankheit kann der Zucker-Gehalt im Blut zu hoch sein. Wenn man aber zum Beispiel den Botenstoff Insulin als Spritze bekommt, dann kann der Zucker-Gehalt manchmal auch zu stark absinken. Man muss deshalb die Menge vom Botenstoff Insulin immer an den Zucker-Gehalt im Essen oder an die Belastung anpassen.

Wenn der Zucker-Gehalt im Blut über längere Zeit zu hoch ist, dann kann der Zucker die Blutgefäße und die Nerven schädigen. Dadurch können an verschiedenen Stellen des Körpers Beschwerden auftreten. Wenn die Blutgefäße geschädigt sind, dann können Durchblutungs-Störungen auftreten. Davon sind die Nieren besonders betroffen. Aber auch die Augen oder die Haut können von den Durchblutungs-Störungen betroffen sein. Der Zucker kann auch direkt die Nerven schädigen. Dadurch kann es sein, dass die Nerven nicht mehr richtig arbeiten.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).