ICD-Code E88.00: Alpha-1-Antitrypsinmangel

Sie haben einen Alpha-1-Antiptrypsin-Mangel.

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Protein. Es wird in der Leber gebildet. Es schützt zum Beispiel die Lunge und die Leber vor schädlichen Einflüssen.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ist eine erbliche Erkrankung. Erblich bedeutet, dass Veränderungen in der Erbinformation ursächlich sind. Bei dieser Erkrankung wird das Protein Alpha-1-Antitrypsin nicht ausreichend gebildet. Durch diesen Mangel können Leber und Lunge geschädigt werden. So ist es möglich, dass sich die Leber entzündet und verhärtet. In der Lunge kann das Lungen-Gewebe zerstört werden. Als Folge kann es sein, dass sich in der Lunge zu viel Luft ansammelt.

Ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel kann zu unterschiedlichen Beschwerden führen. Wenn die Erkrankung nur leicht ausgeprägt ist, dann entwickeln sich Beschwerden typischerweise erst im Erwachsenenalter. In solch einem Fall treten durch eine Schädigung der Lunge möglicherweise Atembeschwerden auf. Wenn die Erkrankung hingegen schwer ausgeprägt ist, dann kommt es in der Regel bereits im Kindesalter zu Beschwerden. Dabei kann eine Schädigung der Leber dazu führen, dass sich die Haut gelb färbt. Möglicherweise treten auch Bauchschmerzen auf und man fühlt sich sehr krank. Nach einiger Zeit kann außerdem die Lunge betroffen sein.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).