ICD-Code G41.8: Sonstiger Status epilepticus
Sie haben eine Epilepsie.
Das Gehirn besteht aus vielen Nervenzellen. Nervenzellen nehmen Informationen auf, verarbeiten sie und leiten sie weiter. Dadurch werden zum Beispiel Bewegungen gesteuert und Sinnes-Eindrücke möglich. Bei einer Epilepsie sind zeitweise viele Nervenzellen im Gehirn gleichzeitig überaktiv. Dadurch ist die Funktion der Nervenzellen vorübergehend gestört. Das kann verschiedene Beschwerden auslösen. Es kann sein, dass nur ein Bereich des Gehirns betroffen ist. Es kann aber auch sein, dass mehrere Bereiche oder das ganze Gehirn betroffen sind. Die Beschwerden sind davon abhängig, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind.
Wenn Beschwerden auftreten, dann nennt man das auch einen epileptischen Anfall. Dabei kann das Bewusstsein für eine kurze Zeit verändert sein. Es können auch bestimmte Muskeln zucken oder man kann Muskelkrämpfe am ganzen Körper haben. Epileptische Anfälle treten meistens plötzlich und auch unterschiedlich oft auf.
Nach einem epileptischen Anfall kann man sich müde fühlen. Es kann auch sein, dass man sich für kurze Zeit nicht richtig erinnern oder nicht sprechen kann. Manchmal kann man sich für kurze Zeit auch nicht richtig bewegen. Ein epileptischer Anfall kann sich auch mit bestimmten Beschwerden ankündigen. Solche Beschwerden können zum Beispiel Übelkeit, ein Wärmegefühl oder eine veränderte Wahrnehmung sein.
Sie haben mehrere epileptische Anfälle sehr kurz hintereinander gehabt. Die epileptischen Anfälle gehen dann ineinander über. Das Gehirn kann sich dann zwischen den epileptischen Anfällen nicht richtig erholen. Man ist dann schwer krank. In dieser Zeit ist man auch nicht ansprechbar.
Es gibt verschiedene Ursachen für eine Epilepsie. Epilepsien können zum Beispiel erblich bedingt sein oder durch andere Erkrankungen ausgelöst werden.
Zusatzkennzeichen
Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.
- G: Gesicherte Diagnose
- V: Verdacht
- Z: Zustand nach
- A: Ausschluss
- L: Links
- R: Rechts
- B: Beidseitig
Hinweis
Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.
Quelle
Die Erläuterung des ICD-Codes wurde bereitgestellt von der „Was hab’ ich?” gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).