M34.2: Systemische Sklerose, durch Arzneimittel oder chemische Substanzen induziert

Sie haben systemische Sklerodermie.

Bei der systemischen Sklerodermie werden vom Körper zu viele Bindegewebs-Proteine gebildet. Dadurch vermehrt und verhärtet sich das Bindegewebe. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich das Abwehrsystem des Körpers. Bindegewebe kommt überall im Körper vor. Bindegewebe liegt zum Beispiel unter der Haut und umgibt Muskeln und Organe. Auch in Muskeln und Organen befindet sich Bindegewebe. Die Erkrankung kann bestimmte Bereiche des Körpers oder auch den gesamten Körper betreffen.

Bei der systemischen Sklerodermie können Haut-Veränderungen und Gelenk-Beschwerden auftreten. Die Haut kann härter sein als normalerweise. Es kann auch sein, dass man Gelenke schlechter bewegen kann oder dass Bewegungen schmerzhaft sind. Innere Organe können bei dieser Erkrankung auch betroffen sein. Zum Beispiel kann es sein, dass sich das Bindegewebe in der Lunge oder in der Speiseröhre vermehrt. Es kann auch vorkommen, dass sich die Blutgefäße in den Fingern bei Kälte stärker zusammenziehen als normalerweise. Dadurch verfärben sich die Finger weiß oder bläulich.

Die Erkrankung kann aufgetreten, nachdem man bestimmte Medikamente eingenommen haben. Man kann auch zuvor mit bestimmten chemischen Stoffen in Kontakt gekommen sein.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).