O06.0: Nicht näher bezeichneter Abort Inkomplett, kompliziert durch Infektion des Genitaltraktes und des Beckens

Sie haben oder hatten eine Fehlgeburt oder einen Schwangerschafts-Abbruch.

Während einer Schwangerschaft entwickelt sich innerhalb der Gebärmutter ein Kind. Das Kind wird in der Gebärmutter normalerweise von der Plazenta mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Bei einer Fehlgeburt werden das noch nicht fertig entwickelte Kind und die Plazenta vorzeitig aus der Gebärmutter ausgeschieden. Es kann aus verschiedenen Gründen zu einer Fehlgeburt kommen. Es kann sein, dass das Kind sich nicht richtig weiterentwickelt hat und in der Gebärmutter verstorben ist. Es kann auch sein, dass andere Gründe zur Fehlgeburt geführt haben und das Kind unmittelbar danach verstorben ist.

Bei einem Schwangerschafts-Abbruch wird die Schwangerschaft durch Maßnahmen von außen gezielt beendet.

In Ihrer Gebärmutter sind nach der Fehlgeburt oder nach dem Schwangerschafts-Abbruch Gewebe-Reste vom Kind oder von der Plazenta zurückgeblieben.

Durch die Fehlgeburt oder den Schwangerschafts-Abbruch haben sich Geschlechtsorgane oder Gewebe in Ihrem Becken entzündet. Solche Entzündungen können durch Krankheits-Erreger verursacht werden.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).