Q85.0: Neurofibromatose (nicht bösartig)

Sie haben die Erkrankung Neurofibromatose.

Bei der Neurofibromatose kommt es zu Fehlbildungen an der Haut und am Nervensystem. Diese Erkrankung ist angeboren. Es können auch andere Familienmitglieder betroffen sein.

Zum Nervensystem gehören alle Nerven des Körpers sowie das Gehirn und das Rückenmark. Die Nerven verlaufen vom Gehirn und Rückenmark in den Körper. Sie leiten Informationen im Körper weiter. Bei der Entwicklung eines Menschen während der Schwangerschaft entstehen die Haut und das Nervensystem aus derselben Art von Vorläufer-Zellen. Bei der Neurofibromatose ist das Erbgut dieser Vorläufer-Zellen verändert. Deshalb gibt es bei dieser Erkrankung verschiedene Fehlbildung an der Haut, an den Nerven und im Gehirn.

Es können zum Beispiel dunkler gefärbten Stellen auf der Haut auftreten. Man nennt diese Stellen Café-au-lait-Flecken, weil sie hellbraun wie Milchkaffee aussehen können. Café-au-lait-Flecken sind gleichmäßig gefärbt und haben einen deutlich erkennbaren Rand. Es können sich außerdem hautfarbene, rötliche oder bläuliche Tumore auf oder unter der Haut bilden. Die Tumore können ganz klein und kaum sichtbar oder auch mehrere Zentimeter groß sein.

Im Nervensystem können gutartige oder bösartige Tumore entstehen. Dadurch können die betroffenen Nerven nicht mehr normal arbeiten. Wenn Nerven unter der Haut betroffen sind, dann kann man die Tumore durch die Haut sehen oder tasten. Wenn die Tumore tief in der Haut sitzen, dann kann die Haut darüber auch ungleichmäßig verdickt sein. Wenn Nerven im Gehirn oder nah am Gehirn betroffen sind, dann kann man zum Beispiel schlechter hören oder sehen. Man kann auch Krampfanfälle, Gleichgewichts-Störungen sowie Lähmungen und andere Beschwerden haben.

In den Augen können sich ebenfalls Tumore bilden. Die Tumore können als dunkle Punkte im Auge sichtbar sein. Durch die Neurofibromatose kann es auch an anderen Organen Fehlbildungen wie beispielsweise gutartige oder bösartige Tumore geben.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).