E10.11: Diabetes mellitus, Typ 1 Mit Ketoazidose Als entgleist bezeichnet

Sie haben die Zucker-Krankheit. Die Zucker-Krankheit heißt auch Diabetes mellitus.

Den Zucker aus der Nahrung oder aus süßen Getränken nimmt man über den Darm auf. Der Zucker gelangt dort in das Blut. Deshalb steigt der Zucker-Gehalt im Blut nach dem Essen an. Die Bauchspeicheldrüse bildet den Botenstoff Insulin. Die Bauchspeicheldrüse liegt oben im Bauch. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Insbesondere nach dem Essen gibt die Bauchspeicheldrüse Insulin in das Blut ab. Dadurch sinkt der Zucker-Gehalt im Blut dann wieder ab.

Insulin wird durch bestimmtes Gewebe in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Ihr Abwehrsystem hat Abwehrstoffe gegen dieses Gewebe gebildet. Solche Abwehrstoffe zerstören das Gewebe mit der Zeit. Die Bauchspeicheldrüse kann dadurch allmählich immer weniger Insulin bilden. Wenn man zu wenig Insulin im Blut hat, dann kann der Zucker-Gehalt im Blut dauerhaft zu hoch sein. Man nennt das Diabetes mellitus Typ 1.

Ihre Zucker-Krankheit ist momentan stark entgleist. Die Zucker-Krankheit kann stark entgleisen, wenn man mehr Insulin als gewöhnlich benötigt. Das ist zum Beispiel bei Infekten oder schweren Erkrankungen der Fall. Die Zucker-Krankheit kann auch stark entgleisen, wenn der erhöhte Blutzucker nicht ausreichend behandelt wird. Mitunter wird eine neu aufgetretene Zucker-Krankheit auch erst bemerkt, wenn sie stark entgleist ist.

Die Zucker-Krankheit gilt als stark entgleist, wenn der Zucker-Gehalt im Blut zu einem Zeitpunkt sehr stark erhöht ist. Wenn man gleichzeitig zu wenig vom Botenstoff Insulin im Blut hat, dann können die Zellen im Körper nicht mehr genug Zucker aufnehmen. Dadurch haben die Zellen zu wenig Energie. Die Zellen nutzen dann andere Stoffe, um Energie zu gewinnen. Bei der Bildung dieser Stoffe entstehen Säuren. Deshalb übersäuert das Blut.

Wenn die Zucker-Krankheit stark entgleist, dann kann man verschiedene Beschwerden haben. Es ist möglich, dass man man starken Durst hat und viel Wasserlassen muss. Man kann sich außerdem schwindelig fühlen. Möglicherweise ist einem übel oder man muss erbrechen. Man kann außerdem Bauchschmerzen haben. Es ist auch möglich, dass man bewusstlos wird. Man ist dann schwer krank.

Wenn der Zucker-Gehalt im Blut über längere Zeit zu hoch ist, kann das Blutgefäße an verschiedenen Stellen im Körper schädigen. Wenn Blutgefäße geschädigt sind, dann können Durchblutungs-Störungen auftreten. Ein hoher Zucker-Gehalt im Blut kann außerdem die Nieren und die Augen schädigen. Ein hoher Zucker-Gehalt im Blut kann zudem Nerven schädigen. Wenn Nerven geschädigt sind, können Gefühlsstörungen oder Schmerzen auftreten. Es kann auch sein, dass man in bestimmten Bereichen des Körpers weniger Kraft hat.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).