E73.8: Sonstige Laktoseintoleranz

Sie vertragen Milchzucker nicht.

Im Körper sorgen bestimmte Proteine dafür, dass Vorgänge besser oder schneller ablaufen. Man nennt diese Proteine auch Enzyme. Milchzucker muss durch ein bestimmtes Enzym im Darm zerlegt werden. Erst dann kann der Milchzucker aufgenommen werden. Ihr Darm kann Milchzucker nicht aufnehmen und verarbeiten. Der Milchzucker gelangt dann in Darmabschnitte, in denen kein Zucker sein sollte. Der Zucker wird dort von normalen Darmbakterien zersetzt. Wenn Sie trotzdem Milchzucker zu sich nehmen, dann können Sie deshalb zum Beispiel Bauchschmerzen oder Durchfall bekommen.

Viele Menschen auf der Erde haben zu wenig von diesem Enzym oder das Enzym arbeitet nicht richtig. Wenn man als kleines Kind keine Milch mehr von der Mutter bekommt, dann arbeitet das Enzym weniger. In Deutschland werden viele Milchprodukte verwendet. Deshalb ist der Körper trainiert, Milchzucker zu verarbeiten. Deshalb arbeitet das Enzym normal weiter, nachdem man keine Muttermilch mehr bekommt. In anderen Ländern werden weniger oder keine Milchprodukte verwendet. Menschen aus solchen Regionen vertragen deshalb eher keinen Milchzucker.

Verschiedene Krankheiten können den Darm schädigen. So kann Ihr Darm den Milchzucker nicht mehr verarbeiten. Die Unverträglichkeit kann auch angeboren sein.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

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