Q12.1: Angeborene Linsenverlagerung

Ihre Augenlinse ist verschoben.

Die Augenlinse befindet sich hinter der Pupille. Die Pupille ist ein rundes Loch in der Regenbogenhaut. Die Augenlinse ist durchsichtig und linsenförmig wie ein Lupenglas. Sie liegt in einer festen, durchsichtigen Kapsel aus Bindegewebe. Die Augenlinse ist eine Art Lupenglas. Sie kann das Licht im Auge bündeln. Die Augenlinse kann sich unterschiedlich stark krümmen. Das ist wichtig, um Gegenstände in unterschiedlichen Entfernungen scharf sehen zu können. Der Rand der Augenlinse ist ringsum über Bindegewebe-Fäden mit einem Muskel verbunden. Wie stark die Augenlinse gekrümmt ist, kann durch diesen Muskel eingestellt werden.

Ihre Augenlinse liegt nicht an der normalen Stelle in der Kapsel. Die Augenlinse ist stattdessen nach vorn oder hinten im Auge verschoben. Das ist bei Ihnen bereits während der Entstehung im Mutterleib passiert. Bei dieser Fehlbildung haben sich die Bindegewebe-Fäden um Ihre Augenlinse nicht richtig entwickelt. Die Fäden können deshalb die Augenlinse nicht an Ihrem Platz festhalten. Diese Fehlbildung kann erblich bedingt sein. Bei einer erblichen Erkrankung können auch andere Familienmitglieder betroffen sein.

Wenn die Augenlinse verschoben ist, kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen. Es kann sein, dass das Sehvermögen eingeschränkt ist. Möglicherweise sieht man Doppelbilder. Es kann sein, dass durch die verschobene Linse der Druck im Augeninneren steigt. Ein erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerven schädigen. Der Sehnerv überträgt die Informationen vom Auge ins Gehirn.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).