B00.4: Enzephalitis durch Herpesviren

Sie haben sich mit Herpes-Viren angesteckt. Dadurch haben Sie eine Entzündung im Gehirn.

Es gibt verschiedene Arten von Herpes-Viren. Sie haben sich mit Herpes-simplex-Viren angesteckt. Man kann sich zum Beispiel durch Speichel oder beim Sex mit Herpes-Viren anstecken. Einige von den Viren bleiben das ganze Leben im Körper. Wenn man zum Beispiel Stress hat oder das Abwehrsystem geschwächt ist, dann können die Viren erneut Beschwerden auslösen.

Durch die Viren haben sich Ihr Gehirn, Ihr Rückenmark und Ihre Hirnhäute entzündet. Außen auf dem Gehirn und dem Rückenmark liegen 3 dünne Hirnhäute. Ganz außen liegt eine harte Haut. Darunter liegen 2 weiche Häute. Das Rückenmark beginnt am Gehirn. Das Rückenmark verläuft in der Wirbelsäule. Über das Rückenmark verlaufen Nerven vom Gehirn zu den Organen, zur Haut und zu den Muskeln und wieder zurück.

Wenn das Gehirn, das Rückenmark oder die Hirnhäute entzündet sind, dann kann das verschiedene Beschwerden verursachen. Oft ist der Nacken steif. Man kann helles Licht und laute Geräusche oft nur schwer ertragen. Manchmal ist einem auch übel und man muss sich erbrechen. Es kann sich, dass man sich anders verhält oder denkt als normalweise. Manchmal kann man die eigenen Bewegungen nicht mehr richtig steuern. Möglicherweise kann man bestimmte Körperteile gar nicht mehr bewegen. Es kann auch zu Krampfanfällen kommen oder man kann bewusstlos werden. Man fühlt sich durch die Viren häufig sehr schwach und hat Fieber und Kopfschmerzen. Man kann durch die Viren schwer krank sein.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).