Impfung gegen COVID-19: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Mit einer Corona-Schutzimpfung kann man sich vor einem schweren COVID-19-Verlauf schützen und das Risiko für mögliche Langzeitfolgen verringern. Zudem hilft die Impfung, das Gesundheitssystem zu entlasten und Engpässe in der medizinischen Versorgung zu vermeiden. 

Auf einen Blick

  • Corona-Schutzimpfungen leisten einen wichtigen Beitrag, um die Pandemie einzudämmen. Die in Deutschland verfügbaren COVID-19-Impfstoffe sind nach bisherigem Wissen gut wirksam und sicher. 
  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 5 Jahren die Impfung gegen COVID-19.
  • Die Impfung schützt vor allem davor, schwer an COVID-19 zu erkranken – auch wenn man sich mit einer Virusvariante ansteckt. Voraussetzung dafür ist eine vollständige Impfung.
  • Der Immunschutz lässt nach gewisser Zeit nach. Dann kann es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommen. Allerdings müssen Geimpfte seltener im Krankenhaus behandelt werden als Ungeimpfte.
  • Um schweren Erkrankungen vorzubeugen, empfiehlt die STIKO allen zweifach Geimpften ab 12 Jahren sowie Kindern ab 5 Jahren mit Vorerkrankungen eine Auffrischungsimpfung (Booster).
  • Einen zweiten Booster empfiehlt die STIKO Personen mit besonders hohem Risiko für eine Ansteckung oder einen schweren Verlauf. 

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Eine Ärztin impft eine ältere Dame durch eine Injektion in den Oberarm.

Welchen Nutzen haben COVID-19-Impfungen?

Impfungen tragen entscheidend zur Eindämmung der Pandemie bei. Je mehr Menschen gegen COVID-19 geimpft sind, umso eher lässt sich die Ausbreitung von SARS-CoV-2 und seinen Varianten verhindern.

Insbesondere nimmt das Risiko ab, schwer an COVID-19 zu erkranken oder langfristig gesundheitliche Probleme und Beschwerden nach einer durchgemachten Corona-Infektion zu bekommen – auch Long-COVID genannt.

Mit einer Impfung schützt man zudem Menschen, die sich aufgrund bestimmter Vorerkrankungen oder fehlender Empfehlungen nicht impfen lassen können. Je höher die Impfquote ist, umso besser ist der Gemeinschaftsschutz.

Wichtig zu wissen: Trotz einer Impfung ist es möglich, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken und das Virus weiterzugeben. Daher ist es wichtig, die Maßnahmen zum Infektionsschutz zu beachten. Zusätzlich ist es wesentlich, den Immunschutz rechtzeitig mit einer Booster-Impfung auffrischen zu lassen.

Wie funktioniert eine Impfung?

Im folgenden Video erfahren Sie, wie eine Impfung funktioniert.

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Welche Impfstoffe gegen COVID-19 gibt es und wie funktionieren sie?

In Deutschland und der Europäischen Union sind mehrere Corona-Impfstoffe zugelassen. Man unterscheidet zwischen mRNA-, Vektor- und proteinbasierten Impfstoffen.

Alle diese Impfstoffe enthalten keine vermehrungsfähigen Erreger und können keine Erkrankung auslösen. Daher sind sie den Totimpfstoffen gleichzusetzen.

mRNA-Impfstoffe

Bei den Impfstoffen der Firmen BioNTech/Pfizer (Comirnaty) und Moderna (Spikevax) handelt es sich um mRNA-Impfstoffe. Das ist eine neuartige Klasse von Impfstoffen aus der Gruppe der genbasierten Impfstoffe. Solche Impfstoffe haben den Vorteil, dass sie sich recht schnell und kostengünstig im Labor herstellen lassen.

Vom Prinzip her sind alle mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 sehr ähnlich. Sie bestehen aus Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA), einem natürlichen Bestandteil jeder Zelle. Die mRNA einer Körperzelle enthält den Bauplan für Körperbausteine. Im Fall der Impfstoffe trägt die mRNA den Bauplan für das Spike-Protein – ein Eiweiß, das auf der Oberfläche von SARS-CoV-2 sitzt.

Der Bauplan für das Spike-Protein wird in Nanopartikel verpackt. Das sind winzige Fettkügelchen, die in der Lage sind, in Körperzellen einzutreten. Wie Studien zeigen, geht von ihnen keine Gefahr für den Menschen aus.

Nach der Impfung stellen Körperzellen mithilfe des Bauplans das Spike-Protein selbst her. Dieses dem Körper bis dahin unbekannte Protein löst eine Immunantwort aus. Das Immunsystem wird aktiviert: Es bildet Antikörper, die das Spike-Protein angreifen und speichert die Informationen zu seiner Bekämpfung ab. Kommt die geimpfte Person später einmal mit dem Spike-Protein des echten Virus in Kontakt, kann das Immunsystem schnell und zielgerichtet reagieren.

Wichtig zu wissen: Die mRNA aus den Impfstoffen ist im menschlichen Körper nicht lange stabil und wird schnell abgebaut. Eine weitere Produktion des Spike-Proteins ist danach nicht mehr möglich. 

Vektorimpfstoffe

Der Impfstoff Vaxzevria der Firma AstraZeneca und der Impfstoff JCOVDEN (ehemals COVID-19 Vaccine Janssen) vom Hersteller Janssen Cilag International/Johnson & Johnson zählen zu den Vektorimpfstoffen.

Diese Impfstoffe benutzen einen Träger („Vektor“) für den Bauplan, den die geimpfte Person erhalten soll. Der Träger ist in der Regel ein Virus. 

Ziel eines Vektorimpfstoffs ist, dass der Körper der geimpften Person – ähnlich wie bei den mRNA-Impfstoffen – ein bestimmtes Virusprotein herstellt. Auch bei diesen Impfstoffen ist es das Spike-Protein. Als Trägerviren werden Viren verwendet, die nicht krank machen. Sie sind außerdem so verändert, dass sie sich im Menschen nicht mehr vermehren können. Nachdem der Bauplan für das Spike-Protein mithilfe des Trägervirus in einige Zellen der geimpften Person gelangt ist, wird das Spike-Protein dort hergestellt und löst eine Immunantwort aus. Nach Abbau des übertragenen Bauplans ist keine weitere Produktion des Spike-Proteins möglich.

Proteinimpfstoffe

Zu der Gruppe der proteinbasierten Impfstoffe gehört der Impfstoff Nuvaxovid von der Firma Novavax. Im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen, die den genetischen Bauplan für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 liefern, enthält Nuvaxovid ein im Labor hergestelltes an Nanopartikel gekoppeltes Spike-Protein. Das heißt, der menschliche Körper muss es nicht erst herstellen, um eine Immunreaktion auszulösen. Um die Immunreaktion zu verstärken – diese fällt hier geringer aus als etwa bei mRNA-Impfstoffen – ist zusätzlich ein Wirkverstärker (Adjuvans) beigemischt.

Vertiefende Informationen dazu, welche COVID-19-Impfstoffe in der Europäischen Union zugelassen sind, finden Sie auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Wie sicher sind die COVID-19-Impfstoffe?

Alle bisher in der Europäischen Union verfügbaren Impfstoffe wurden eingehend und kritisch von Expertinnen und Experten auf Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit geprüft, bevor sie die bedingte Zulassung erhalten haben. Zudem wird der Einsatz der Impfstoffe engmaschig überwacht, um auftretende Nebenwirkungen und mögliche bisher unbekannte Risiken zu erfassen. 

Das Zulassungsverfahren wird von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) koordiniert. Die Abkürzung EMA leitet sich vom englischen Namen European Medicines Agency ab. Die Zulassung erfolgt durch die Europäische Kommission.

Wichtig zu wissen: Generell gelten alle zugelassenen Corona-Impfstoffe als sicher und schwere Nebenwirkungen traten bisher nur sehr selten auf. 

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht regelmäßig aktuelle Berichte zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe. 

Was heißt bedingte Zulassung?

Werden Arzneimittel oder Impfstoffe dringend benötigt – wie in der Corona-Pandemie – ist es möglich, das Prüfverfahren bei der EMA zu beschleunigen, um Produkte schneller zulassen zu können. Solch eine bedingte Zulassung ist für ein Jahr gültig und kann jährlich erneuert werden. Zudem sind daran gewisse Verpflichtungen gebunden. So müssen die Hersteller noch Studien einleiten oder abschließen, um offene Fragen zu klären. Sind die Verpflichtungen erfüllt und liegen alle relevanten Daten vor, kann eine bedingte Zulassung in eine reguläre Vollzulassung umgewandelt werden.

Weiterführende Informationen zum Zulassungsverfahren der COVID-19-Impfstoffe finden Sie auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Wie wirksam sind die COVID-19-Impfstoffe?

In der Regel tritt die Wirkung einer Impfung 10 bis 14 Tage nach der Verabreichung ein. Man ist also nicht sofort nach der Impfung geschützt.

Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung

Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe zeigen nach aktuellem Wissensstand eine hohe Wirksamkeit und bieten einen guten Schutz vor einer schweren COVID-19-Erkrankung.

Alle bisher zugelassenen Impfstoffe zeigen eine hohe Wirksamkeit und bieten einen guten Schutz vor einer schweren COVID-19-Erkrankung.

Für die Grundimmunisierung sind zwei Impfstoffdosen nötig. Wie lange der dadurch aufgebaute Impfschutz genau anhält, ist noch nicht abschließend geklärt und abhängig von der jeweils vorherrschenden Virusvariante. Für eine bestmögliche Schutzwirkung – vor allem gegen Varianten wie Omikron – ist nach bisherigen Erkenntnissen eine Auffrischungsimpfung notwendig.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung allen zweifach geimpften Menschen ab 12 Jahren sowie vorerkrankten Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren. Welche Empfehlungen genau gelten, lesen Sie im Abschnitt Auffrischungsimpfung.

Ansteckung und Übertragung trotz Impfung

Menschen, die gegen COVID-19 geimpft sind, können sich weiterhin mit SARS-CoV-2 anstecken. Laut aktuellen Daten sind geimpfte Personen, die sich mit der Omikron-Variante infizieren, sehr wahrscheinlich ähnlich ansteckend wie ungeimpfte Personen.

Auch eine Auffrischungsimpfung scheint das Übertragungsrisiko nicht deutlich zu senken, bietet aber im Vergleich zur Grundimmunisierung einen erkennbar besseren Schutz. Studienergebnissen zufolge lassen sich durch eine Auffrischung 1 bis 2 von 10 Ansteckungen mit der Omikron-Variante verhindern.

Wichtig zu wissen: Um mögliche Ansteckungen zu vermeiden, empfiehlt die STIKO, die AHA+L-Regeln weiterhin einzuhalten: das heißt, im Alltag Maske tragen, Hygieneregeln beachten, Abstand halten und regelmäßig lüften.

Schutz vor Virusvarianten

Das Erbmaterial von Viren verändert sich mit der Zeit: Die Viren mutieren und es entstehen Varianten. In der Folge kann sich die Wirksamkeit der Impfungen verringern. Ob und in welchem Maß das passiert, hängt vor allem davon ab, wie stark und an welchen Stellen sich das Spike-Protein verändert.

Wie gut die verfügbaren COVID-19-Impfstoffe gegen die aktuell in Deutschland vorherrschenden Omikron-Varianten schützen, können Expertinnen und Experten noch nicht abschließend sagen. Studienergebnisse deuten aber darauf hin, dass die Schutzwirkung durch die Grundimmunisierung gegen Omikron deutlich geringer ist als gegen die vorher dominierende Delta-Variante. Mit einer Auffrischungsimpfung (Booster) lässt sich der Schutz vor einer schweren Erkrankung durch eine Infektion mit Omikron wesentlich verbessern.

Zudem arbeiten die Impfstoffhersteller bereits an mRNA-Impfstoffen, die an die Omikron-Variante angepasst sind. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass im Frühherbst 2022 die ersten „Varianten-Impfstoffe“ eine Zulassung erhalten.

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen können auftreten?

Die Sicherheit von Impfstoffen wird durch die Anzahl und Art der auftretenden Beschwerden nach der Impfung definiert. Es wird dabei zwischen Impfreaktionen und Nebenwirkungen unterschieden. 

Impfreaktionen

Nach Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 kommt es oft zu leichten Beschwerden, die zeitnah auftreten und nur wenige Tage anhalten. Man spricht hier von Impfreaktionen. Dazu gehören Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Beschwerden wie Schüttelfrost, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Auch allgemeines Unwohlsein und Übelkeit sind möglich.

Eine Impfreaktion ist in der Regel nicht besorgniserregend, sondern ein Hinweis darauf, dass das Immunsystem wie gewünscht aktiviert wurde. Meist verschwindet eine Impfreaktion nach wenigen Tagen wieder.

Eine Impfreaktion ist in der Regel nicht besorgniserregend, sondern ein Hinweis darauf, dass das Immunsystem wie gewünscht aktiviert wurde.

Zu unbedenklichen Impfreaktionen kommt es nach der Verabreichung von allen bisher verwendeten COVID-19-Impfstoffen recht häufig. Bei einigen Menschen bleiben sie dagegen aus. Was aber nicht bedeutet, dass die Impfung weniger effektiv ist.

Nebenwirkungen

Nach Verabreichung der Vektorimpfstoffe der Firmen AstraZeneca und Janssen Cilag International/Johnson & Johnson sind in seltenen Fällen Blutgerinnsel (Thrombosen) aufgetreten. Teilweise bildeten sich die Gerinnsel an ungewöhnlichen Stellen, zum Beispiel als Sinusvenenthrombosen im Gehirn. Gleichzeitig kam es zu einer Verringerung der Blutplättchenzahl, was Fachleute Thrombozytopenie nennen.

Bei Blutgerinnseln in Verbindung mit einer verringerten Blutplättchenzahl handelt es sich um eine schwere Nebenwirkung, die lebensbedrohlich werden kann. Mögliche Anzeichen dafür sind:

  • Kurzatmigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Schwellungen in Armen oder Beinen
  • starke, anhaltende Kopfschmerzen
  • punktförmige Hauteinblutungen

Insbesondere dann, wenn diese Symptome nach dem Abklingen der Impfreaktion auftreten – also etwa 4 bis 16 Tage nach der Impfung –, ist Vorsicht geboten. Dann sollte man umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Nach der Gabe der mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna kam es sehr selten zur Entwicklung von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen. Diese traten in der Regel innerhalb von 2 Wochen nach Verabreichung des Impfstoffs auf, meist nach der zweiten Impfung und häufiger bei jüngeren Männern.

Schwere Nebenwirkungen durch den Proteinimpfstoff der Firma Novavax sind bisher nicht bekannt. Da dieser Impfstoff erst seit Ende 2021 zugelassen ist, liegen noch nicht genügend Daten vor, um seltene und sehr seltene Nebenwirkungen zu erfassen.

Zudem kann jeder Impfstoff allergische Reaktionen hervorrufen. Je nach Stärke der Reaktion kann es sich dann um eine leichte oder schwere Nebenwirkung handeln. 

Allergische Reaktionen treten in der Regel sehr schnell auf. Um sie gezielt behandeln zu können, ist bei jeder Impfung eine Nachbeobachtungszeit von mindestens 15 Minuten vorgesehen. Reagiert man nach einer Impfdosis allergisch, sollte man für die nächste Dosis einen anderen Impfstoff erwägen.

Wichtig zu wissen: Personen, bei denen eine Allergie gegen bestimmte Inhaltsstoffe eines Impfstoffs bekannt sind, können sich vor einer COVID-19-Impfung in einem allergologischen Zentrum beraten lassen.

Wie kommt es zu Impfdurchbrüchen bei COVID-19?

Von einem Impfdurchbruch spricht man, wenn eine Person trotz einer vollständigen Impfung an COVID-19 erkrankt – also Beschwerden bekommt. Wird eine geimpfte Person positiv auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet, zeigt aber keine Symptome, gilt dies nicht als Impfdurchbruch.

Dass es zu Impfdurchbrüchen kommt, ist nicht ungewöhnlich. Denn die Corona-Impfstoffe schützen zwar wirksam vor einem schweren Krankheitsverlauf, indem sie die Vermehrung von SARS-CoV-2 unterdrücken. Sie verhindern aber nicht, dass man sich mit dem Virus anstecken kann. Zudem lässt mit der Zeit die Schutzwirkung der Impfung nach. Mit einer Auffrischungsimpfung kann man den Schutz vor einer schweren Erkrankung für mindestens 3 Monate wirksam wiederaufbauen.

Wichtig zu wissen: Insgesamt infizieren sich gegen COVID-19 geimpfte Personen seltener mit dem Coronavirus als ungeimpfte. Auch kommt es bei Geimpften deutlich seltener zu einem schweren Verlauf, der eine Behandlung im Krankenhaus oder auf der Intensivstation erfordert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig Wochenberichte zur COVID-19-Situation in Deutschland. Darin finden Sie aktuelle Daten und Fakten zum Infektionsgeschehen und zur Lage in den hiesigen Krankenhäusern.

Wer kann sich gegen COVID-19 impfen lassen?

In Deutschland kann sich jede Person ab 5 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen. Je nach Alter stehen aktuell die mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna), der Proteinimpfstoff Nuvaxovid (Novavax) sowie der Vektorimpfstoff JCOVDEN (vormals COVID-19 Vaccine Janssen) zur Verfügung. 

Für Menschen zwischen 5 und 30 Jahren sowie Schwangeren jeden Alters empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung mit dem Wirkstoff von BioNTech/Pfizer. Erwachsene, die älter als 30 sind, sollen gemäß der STIKO-Empfehlungen den Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna bekommen.

Personen ab 18 Jahren empfiehlt die STIKO alternativ die Impfung mit dem Novavax-Impfstoff. Personen ab 60 Jahren können wahlweise den Janssen-Impfstoff als Erstimpfung erhalten. Für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren ist laut Zulassung eine alternative Impfung mit dem Moderna-Impfstoff möglich.

Wichtig zu wissen: Menschen, die den Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen erhalten haben, benötigen eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, um vollständig grundimmunisiert zu sein. Dies kann 4 Wochen nach der Janssen-Impfung erfolgen. Um als geboostert zu gelten, ist eine weitere mRNA-Dosis nötig. 

Impfempfehlungen für Kinder unter 12 Jahren

Gesunden Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren empfiehlt die STIKO eine einmalige Impfung zum Aufbau eines Grundschutzes. Kinder dieser Altersgruppe mit Vorerkrankungen sollen weiterhin 2 Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten. Gleiches gilt für nicht vorerkrankte Kinder mit engem Kontakt zu Personen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben und selbst durch eine Impfung nicht sicher geschützt sind. Dazu zählen zum Beispiel Menschen, die immunsystemschwächende Medikamente einnehmen.

Impfempfehlungen für Schwangere und Stillende

Die STIKO empfiehlt bisher ungeimpften Stillenden und Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Damit kann man sowohl sich selbst vor einer schweren Erkrankung schützen, als auch Schwangerschaftskomplikationen vorbeugen, die durch eine Corona-Infektion ausgelöst werden können. 

Wichtig zu wissen: Frauen mit Kinderwunsch, die bisher noch nicht schwanger sind, können sich ohne Bedenken gegen COVID-19 impfen lassen. Die Impfung beeinträchtigt die Fruchtbarkeit nicht und bietet bereits vor Eintritt einer möglichen Schwangerschaft einen optimalen Schutz.

Wo bekomme ich die Impfung?

Wer sich oder sein Kind impfen lassen möchte, kann dies in einer haus- und zahnärztlichen sowie kinder- und fachärztlichen Praxis tun. Zudem dürfen Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Angestellte gegen COVID-19 impfen. Mittlerweile ist die Impfung auch in Apotheken durch geschultes Personal möglich. Darüber hinaus sind mancherorts Impfzentren und mobile Impfteams im Einsatz.

Auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung finden Sie eine Auflistung der Anlaufstellen, geordnet nach Bundesländern.

Sollten sich auch Genesene impfen lassen?

Für bisher ungeimpfte Personen, die in der Vergangenheit mit SARS-CoV-2 infiziert waren – nachgewiesen durch einen positiven PCR-Test – empfiehlt die STIKO eine einmalige Corona-Impfung zur Grundimmunisierung. Diese sollte gemäß Empfehlung ab 3 Monate nach der Infektion erfolgen.

Wurde die Infektion durch einen COVID-19-Antikörpernachweis bestätigt, kann die Impfdosis bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose verabreicht werden.

Wichtig zu wissen: Bei Menschen mit einem Immundefekt muss die Ärztin oder Arzt individuell entscheiden, wie viele Impfdosen nötig sind.

Weiterführende Informationen dazu, welche Impfempfehlungen bei welchem Impf- und Genesenenstatus gelten, finden Sie im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wann ist eine Auffrischungsimpfung sinnvoll?

Lässt der Immunschutz durch die Grundimmunisierung gegen COVID-19 nach oder wurde kein ausreichender Schutz durch die eigentliche Impfung aufgebaut, kommt eine Auffrischungsimpfung infrage.

Eine solche Auffrischung – auch Booster-Impfung genannt – empfiehlt die STIKO allen bisher zweifach geimpften Personen ab 12 Jahren sowie Kindern mit Vorerkrankungen im Alter von 5 bis 11 Jahren. Bei Personen ab 18 Jahren sollte die Auffrischung ab 3 Monate nach der Grundimmunisierung erfolgen, bei Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren nach 3 bis 6 Monaten. Kinder und Jugendliche mit vorbestehenden Erkrankungen sollten dabei möglichst früh geimpft werden, jene ohne eher spät. Bei vorerkrankten Kindern zwischen 5 und 11 Jahren sollte die Booster-Impfung frühestens 6 Monate nach der Grundimmunisierung verabreicht werden.

Für Menschen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und eine erste  Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung erhalten haben, empfiehlt die STIKO eine Auffrischungsimpfung ab 3 Monate nach der Erstimpfung. Diese Empfehlung gilt für alle Genesenen ab 18 Jahren. Für genesene und einmal geimpfte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren wird für die Auffrischungsimpfung ein Zeitpunkt zwischen 3 und 6 Monaten nach der Grundimmunisierung empfohlen, bei jüngeren Kindern sollten mindestens 6 Monate dazwischenliegen. 

Aktuell wird für die Auffrischung des Immunschutzes generell ein mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna eingesetzt. 

Wichtig zu wissen: Gesunde Kinder, die eine Grundimmunisierung erhalten haben, sollen zunächst keine Auffrischungsimpfung bekommen.

Für wen wird eine weitere Auffrischungsimpfung empfohlen?

Die STIKO empfiehlt bestimmten Personengruppen, den Immunschutz gegen Corona mit einem zweiten Booster aufzufrischen. Dazu zählen:

  • Menschen ab 70 Jahren
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Menschen, die dort betreut werden
  • Menschen mit Behinderungen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Personen mit einem geschwächten Immunsystem ab einem Alter von 5 Jahren
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen

Solch eine zweite Auffrischungsimpfung soll bei Risikopatientinnen und -patienten 3 Monate nach der ersten Auffrischung erfolgen; beim Personal nach 6 Monaten. Hierfür kommt ein mRNA-Impfstoff zum Einsatz.

Wichtig zu wissen: Für Menschen aus den oben genannten Gruppen, die sich mindestens 3 Monate nach der ersten Auffrischung mit Corona infiziert haben, empfiehlt die STIKO zurzeit keinen weiteren Booster.

Weitere Antworten auf Fragen zum Thema Auffrischungsimpfung gibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf der Website zusammengegencorona.de.

Wo kann ich mich noch informieren?

Ausführliche Informationen zur COVID-19-Impfung finden Sie auf zusammengegencorona.de – eine Website des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Antworten auf häufige Fragen zum Thema COVID-19 und Impfen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI).

Gebündelte Informationen rund um das Thema Impfen, Impfstoffforschung und COVID-19-Impfung bietet das „Das Impfbuch für alle“ – eine Broschüre des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie ist kostenfrei in Apotheken und online erhältlich.

Menschen aus der Ukraine finden auf infektionsschutz.de die wichtigsten Informationen zum Thema COVID-19 und zur Corona-Impfung in ihrer Muttersprache.

In Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Stand:

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