Das E-Rezept

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten ihre Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel bisher auf Papier, als rosafarbenes Rezept. Zukünftig können Ärzte diese Verordnungen auch digital als sogenannte E-Rezepte ausstellen.

Auf einen Blick

  • Das E-Rezept kommt Mitte 2021. Ab 2022 ist das E-Rezept für alle verpflichtend.
  • Die E-Rezept-App kann genutzt werden, muss aber nicht.
  • Patientinnen und Patienten können mit dem E-Rezept Zeit und Wege sparen.
  • Das E-Rezept unterstützt auch Ärzte, Apotheken und Krankenkassen bei der Zusammenarbeit.
  • Das Rezept auf Papier wird es wahlweise auch weiterhin geben. Wenn der Versicherte dies wünscht, kann auch das E-Rezept in der Arztpraxis ausgedruckt werden.
E-Rezept: Ein Mann im weißen Kittel steht in einer Apotheke. In der rechten Hand hält er ein Tablet. Mit dem Zeigefinger der linken Hand deutet der Mann auf den Bildschirm. Im Hintergrund zwei Schränke, in denen Medikamente stehen.

Was ist ein E-Rezept?

Das elektronische Rezept, kurz: E-Rezept, ist Teil der Digitalisierung im Gesundheitswesen und soll Mitte 2021 eingeführt werden. Es eröffnet nicht nur Patientinnen und Patienten neue Möglichkeiten, sondern vereinfacht auch die Zusammenarbeit von Ärzten, Apotheken und Krankenkassen. E-Rezepte können per App bereitgestellt oder auch gedruckt werden.

Was ermöglicht das E-Rezept für Versicherte?

Mit dem E-Rezept für gesetzlich Krankenversicherte können Ärzte einfacher Rezepte ausstellen. Patientinnen und Patienten bietet es eine erleichterte Handhabung und Einlösung in der Apotheke.

Patientinnen und Patienten können das E-Rezept bequem über eine App auf ihrem mobilen Gerät abrufen und es direkt einer Apotheke ihrer Wahl zuweisen.

Ärztinnen und Ärzte können das E-Rezept noch während des Beratungsgesprächs online auf dem E-Rezept-Fachdienst einstellen – vor Ort in der Arztpraxis, aber auch in der Online-Sprechstunde. Die Patientinnen und Patienten können es dann bequem über die App der gematik auf ihrem Gerät abrufen und es direkt einer Apotheke ihrer Wahl zuweisen, um die Arzneimittel später dort abzuholen. Bei Bedarf können sich die Patientinnen und Patienten die Medikamente auch nach Hause liefern lassen. Insbesondere bewegungseingeschränkte Menschen haben es so leichter, ihre Arzneimittel zu erhalten. Das E-Rezept ist also unkompliziert nutzbar, sowohl bei Weiterleitung an die Vor-Ort-Apotheke als auch bei einer Bestellung in einer Versand-Apotheke. 

Auch Folgerezepte lassen sich zukünftig mit dem E-Rezept einfacher ausstellen: Es ist damit nicht mehr unbedingt notwendig, dass eine Patientin oder ein Patient hierfür die Praxis aufsucht. 

Das E-Rezept ist in seiner Handhabung genauso flexibel wie das Papierrezept: Kann die oder der Versicherte es nicht selbst in der Apotheke einlösen, kann es auch etwa durch den Ehepartner oder eine Freundin oder einen Freund eingelöst werden. Wer möchte, kann sich sein E-Rezept natürlich auch auf Papier ausdrucken lassen.

Welche Vorteile hat das E-Rezept für das Gesundheitswesen?

Das E-Rezept vereinfacht den Austausch und die Zusammenarbeit von Arztpraxen, Apotheken und Krankenkassen. Denn durch die elektronische Übermittlung des E-Rezepts verringert sich die Bearbeitungsdauer bei allen Beteiligten. Das E-Rezept trägt so auch dazu bei, Aufwände im Gesundheitswesen zu sparen.

In Verbindung mit der elektronischen Patientenakte oder auch der elektronischen Gesundheitskarte eröffnet das E-Rezept weitere Möglichkeiten: Die verordneten Medikamente lassen sich direkt in einen elektronischen Medikationsplan und in die elektronische Patientenakte aufnehmen – inklusive der Angaben zur Dosierung und Einnahme. So können zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Unverträglichkeiten im elektronischen Medikationsplan leichter erkannt werden. Zudem bekommen alle Beteiligten im Therapieprozess (Ärzte, Apotheker, Versicherte und zukünftig Pflegende) einen besseren Überblick über die aktuellen und bisherigen Verordnungen.

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