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Pflege Qualität von Pflegeheimen erkennen

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  • Auf einen Blick
  • Einleitung
  • Prüfungen
  • Qualität erkennen
  • Pflegemängel
  • Beratung
  • Quellen

Wenn die Pflege zu Hause nicht möglich ist, müssen pflegebedürftige Personen oder ihre Angehörigen oft kurzfristig ein Pflegeheim auswählen. Neben dem persönlichen Eindruck können Qualitätsberichte eine gute Orientierung zur Pflegequalität in einer Einrichtung geben. 

Auf einen Blick

  • Bestimmte Standards für die Qualität von Pflegeeinrichtungen sind gesetzlich festgelegt.
  • Pflegeeinrichtungen selbst erheben verschiedene Daten, die Rückschlüsse auf die Qualität der Einrichtungen zulassen (interne Prüfung).
  • Die Pflegequalität wird außerdem in regelmäßigen Abständen vom Medizinischen Dienst (MD) oder vom Prüfdienst der privaten Krankenversicherungen (Careproof) überprüft (externe Prüfung).
  • Die Ergebnisse der internen und externen Prüfungen werden in Qualitätsberichten veröffentlicht.
  • Wenn Pflegebedürftige oder deren Angehörige Mängel in einer Pflegeeinrichtung feststellen, können sie sich an verschiedene Ansprechpartner wenden.
Seniorinnen frühstücken gemeinsam in einer Pflegeeinrichtung, eine junge Mitarbeiterin steht am Tisch. Seniorinnen frühstücken gemeinsam in einer Pflegeeinrichtung, eine junge Mitarbeiterin steht am Tisch.

Was bedeutet Qualität in der Pflege?

Eine qualitativ wertvolle Pflege fördert und erhält Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität von pflegebedürftigen Menschen. Die Betreuung und pflegerische Versorgung sollten dabei den Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen der pflegebedürftigen Menschen entsprechen. 

Merkmale einer guten Pflege sind unter anderem:

  • Fachliche Kompetenz: Das Pflegepersonal verfügt über die erforderlichen aktuellen Kenntnisse und Fähigkeiten, um pflegebedürftige Menschen gut zu versorgen.
  • Individuelle Betreuung: Die notwendigen pflegerischen Maßnahmen werden mit der betroffenen Person und gegebenenfalls ihren Angehörigen besprochen. Bei der Planung der Maßnahmen werden die Bedürfnisse und Wünsche der pflegebedürftigen Menschen sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung respektiert.
  • Ausstattung und Sicherheit: Die Pflegeumgebung ist so gestaltet, dass sie Mobilität, Selbstständigkeit und die Pflege sozialer Kontakte unterstützt. Das Risiko von Unfällen und Verletzungen wird bestmöglich verringert.
Merkmale einer guten Pflege sind unter anderem: Fachliche Kompetenz, individuelle Betreuung, Ausstattung und Sicherheit.

Pflege muss den aktuell gültigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Diese werden in den Expertenstandards für die Pflege zusammengefasst und sollen Pflegefachkräften das nötige Wissen bereitstellen, um eine möglichst hohe Pflegequalität zu gewährleisten. 

Bestimmte Rahmenbedingungen zur Pflegequalität sind zudem gesetzlich verankert, beispielsweise im Sozialgesetzbuch. Außerdem regeln Heimgesetze der Länder den Betrieb von Pflegeheimen. Dazu gehören auch verschiedene Aspekte der Pflegequalität.

Wie wird die Pflegequalität geprüft?

Die Pflegequalität in Pflegeeinrichtungen wird regelmäßig überprüft. Die Überprüfung erfolgt einerseits durch ein internes Qualitätsmanagement in der Pflegeinrichtung. Andererseits prüfen der Medizinische Dienst (MD) oder der Prüfdienst der privaten Krankenversicherungen (Careproof) in regelmäßigen Abständen die Qualität der Pflegeversorgung in Pflegeinrichtungen.

Qualitätssicherung innerhalb einer Pflegeeinrichtung 

Seit 2019 wurde schrittweise ein gesetzlich vorgeschriebenes Qualitätssystem für Pflegeheime eingeführt. Demnach sind Pflegeeinrichtungen dazu verpflichtet, alle 6 Monate bestimmte Daten zur Pflegequalität des vergangenen halben Jahres zu dokumentieren. Diese Selbst-Einschätzung der Einrichtung ermöglicht es, die Qualität der pflegerischen Versorgung fortlaufend zu erfassen. Die Einrichtung erfasst zum Beispiel, wie mobil und selbstständig die Bewohnerinnen und Bewohner sind, ob sie unbeabsichtigt Gewicht verloren haben, wie oft es zu Stürzen kam und welche Folgen diese hatten. Dazu gehört darüber hinaus die Erfassung von Druckgeschwüren (Dekubitus) und die Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen wie der Einsatz von Bettgittern oder Gurten.

Überprüfung durch Prüfdienste

Die Prüferinnen und Prüfer des Medizinischen Dienstes (MD) oder des Prüfdienstes der privaten Krankenversicherungen (Careproof) besuchen die Einrichtungen vor Ort jährlich. Pflegeeinrichtungen mit besonders guten Prüfergebnissen werden anschließend nur noch alle 2 Jahre überprüft. 

Die Überprüfung dauert 1 bis 2 Tage. Die Prüferinnen und Prüfer untersuchen anhand einer Stichprobe von 9 Bewohnerinnen beziehungsweise Bewohnern deren Versorgungssituation. Sie führen Gespräche mit dem Personal, befragen Bewohnerinnen und Bewohner und überprüfen die Pflegedokumentation.

Die Prüfungen sollen einen beratenden Charakter haben und die Einrichtungen bei der Verbesserung der Qualität unterstützen. 

Wie erfahre ich, wie eine Einrichtung bewertet wurde?

Die Ergebnisse der internen und externen Prüfungen werden in Form von Qualitätsberichten im Internet veröffentlicht. In diesen Qualitätsberichten bekommen Sie ausführliche und verständliche Informationen, mit denen Sie verschiedene Einrichtungen vergleichen können.

Die Qualitätsberichte beinhalten unter anderem Informationen zu: 

  • der Ausstattung, der fachlichen Ausbildung der Pflegekräfte und dem pflegerischen Angebot der jeweiligen Einrichtung
  • der Versorgungsqualität anhand der Informationen zum Pflegezustand der Bewohnerinnen und Bewohner (diese Informationen erhebt die Einrichtung halbjährlich selbst)
  • den Ergebnissen aus den Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes beziehungsweise des Prüfdienstes der privaten Krankenversicherungen
Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen können pflegebedürftige Menschen und Angehörige online einsehen.

Auf folgenden Portalen können Sie direkt nach den Qualitätsberichten bestimmter Einrichtungen suchen:

Pflegenavigator des AOK-Bundesverbandes
Pflegelotse des Verbandes der Ersatzkassen (vdek)
PflegeFinder der Betriebskrankenkassen (BKK)

Wie erkennt man die Qualität von Pflegeeinrichtungen?

Die Qualitätsberichte sind nur ein Merkmal für die Qualität eines Pflegeheims. Es ist auf jeden Fall ratsam, das Pflegeheim persönlich zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit dem Personal und anderen Bewohnerinnen und Bewohnern zu sprechen. 

Kurzzeitpflege und Tage der offenen Tür sind weitere Möglichkeiten, sich einen Einblick zu verschaffen. 

Beim Besuch eines Pflegeheims können pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige auf folgende Dinge achten:

  • Scheint ausreichend Personal da zu sein, um eine angemessene Versorgung der Bewohner zu gewährleisten?
  • Scheint die Einrichtung sauber, werden Hygienestandards eingehalten?
  • Wie sind die medizinische Betreuung und die Zusammenarbeit mit Ärzten und therapeutischen Fachkräften geregelt?
  • Gibt es ausreichend Beschäftigungsangebote und Freizeitaktivitäten? Auch an Wochenenden und in den Abendstunden?
  • Wie ist die Qualität der Verpflegung? Werden individuelle Bedürfnisse berücksichtigt?
  • Wie zufrieden sind die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Einrichtung?
  • Werden die Angehörigen in die Planung der Betreuung eingebunden? Werden ihre Wünsche berücksichtigt?
  • Wird die Würde, Privatsphäre und Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner geachtet und gefördert?
  • Ist die Wohnumgebung angenehm, sicher und anregend gestaltet?

Konkrete Hinweise, was gute professionelle Pflege in einer stationären Einrichtung kennzeichnet, gibt ein Ratgeber des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Was kann ich tun, wenn ich Mängel bei der Pflege feststelle?


Wenn Mängel bei der Pflege festgestellt werden, gibt es verschiedene Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Zunächst ist es sinnvoll, das Gespräch mit dem zuständigen Personal zu suchen, um die Probleme anzusprechen und Lösungen zu finden. Mitunter können Unstimmigkeiten bereits auf diesem Weg geklärt werden. Bei schwerwiegenden oder organisatorisch bedingten Problemen kann die Wohnbereichsleitung des Pflegeheims angesprochen werden. Lassen sich die Probleme auf diesem Weg nicht lösen, sind die Pflegedienst- und Heimleitung die nächste Anlaufstelle. 

Falls eine direkte Klärung nicht möglich oder nicht zufriedenstellend ist, kann man sich mit seiner Beschwerde an die zuständigen Prüfdienste und Aufsichtsbehörden wenden:

  • den Medizinischen Dienst beziehungsweise den Prüfdienst der privaten Pflegeversicherungen (Careproof)
  • die zuständige Heimaufsicht 

Diese Stellen nehmen die Beschwerden entgegen, überprüfen die Vorwürfe und veranlassen gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.

Näheres zu Beschwerdemöglichkeiten bei mangelhafter Pflegeversorgung erfahren Sie in unserem Artikel.

Wo gibt es Beratung und Unterstützung?

Für Fragen zum Thema Pflegequalität stehen verschiedene Beratungsstellen zur Verfügung. Eine wichtige Anlaufstelle ist der Pflegestützpunkt vor Ort. Er bietet individuelle Beratungsgespräche an und hilft bei Fragen zu Pflegeeinrichtungen und Qualitätsaspekten.

In der Datenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) können Sie nach Pflegestützpunkten in Ihrer Nähe suchen.

Auch der Medizinische Dienst (MD) kann bei Fragen zur Qualität von Pflegeeinrichtungen weiterhelfen.

Einige Verbraucherzentralen bieten ebenfalls Rechtsberatung und Informationen zum Thema Pflege an. Sie können bei Vertragsfragen und Beschwerden unterstützen.

  • Bundesministerium der Justiz. Sozialgesetzbuch (SGB) - Elftes Buch (XI) - Soziale Pflegeversicherung. Stand: 20.12.2022.
  • Medizinischer Dienst. Pflege. Gemeinsam für gute Qualität. Aufgerufen am 15.06.2023.
  • Medizinischer Dienst. Qualität in der Pflege. Aufgerufen am 13.06.2023.
  • Verbraucherzentralen der Länder. So finden Sie das passende Pflegeheim. Aufgerufen am 14.06.2023. 
  • Zentrum für Qualität in der Pflege. Pflegequalität aus Sicht des ZQP. Aufgerufen am 14.06.2023.

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Geprüft durch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

Stand: 07.05.2024
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