Hodgkin-Lymphom

Das Hodgkin-Lymphom wird auch Lymphdrüsenkrebs genannt. Typischerweise erkranken Jugendliche und junge Erwachsene oder Menschen über 70. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es gibt und was für die Nachsorge wichtig ist.

Auf einen Blick

  • Das Hodgkin-Lymphom wird auch Lymphdrüsenkrebs genannt.
  • Typische Beschwerden sind schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten vor allem im Hals- und Nackenbereich.
  • Fieber, nächtliches Schwitzen und ungewollter Gewichtsverlust – sogenannte B-Symptome – sind ebenfalls häufig.
  • Hodgkin-Patienten erhalten eine Chemotherapie und gegebenenfalls eine Bestrahlung.
  • Die meisten Patientinnen und Patienten können mit der heute üblichen Therapie dauerhaft geheilt werden.
  • Eine lebenslange Nachsorge wird empfohlen. 

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Hodgkin-Lymphom: Eine Frau wird von einem Arzt am oberen Hals unter dem Kinn abgetastet.

Was ist ein Hodgkin-Lymphom?

Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Umgangssprachlich wird es auch als Lymphdrüsenkrebs bezeichnet. Die bösartigen Zellen stammen von weißen Blutzellen ab, sogenannten reifen Lymphozyten. Sie breiten sich vor allem in Lymphknoten aus, können sich jedoch auch in der Leber oder anderen Organen vermehren. 

Der Name des Lymphoms stammt von dem britischen Arzt Sir Thomas Hodgkin, der das Lymphom 1832 erstmals als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben hat. 

Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphom: Wo liegt der Unterschied?  

Bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, sogenannte maligne Lymphome, wurden traditionell in zwei Gruppen unterteilt: Hodgkin-Lymphome und andere bösartige Lymphome (Nicht-Hodgkin-Lymphome = Non-Hodgkin-Lymphome). Typisch für das Hodgkin-Lymphom sind sogenannte Hodgkin- oder Reed-Sternberg-Zellen: Sie lassen sich unter dem Mikroskop in den Lymphknoten erkennen. Unter dem Begriff Non-Hodgkin-Lymphome fassen Fachleute viele unterschiedliche Tumoren des Lymphsystems zusammen.

Wichtig zu wissen:  Es handelt sich nicht um Lymphdrüsenkrebs, wenn Ärzte von Metastasen in Lymphknoten sprechen. Denn Lymphknotenmetastasen sind eingewanderte Tochtergeschwülste eines Tumors, der sich außerhalb des Lymphsystems entwickelt hat. Lymphknotenmetastasen werden anders behandelt als ein bösartiges Lymphom. 

Was ist Krebs?

Im folgenden Video erfahren Sie, wann Mediziner von einer Krebserkrankung sprechen und wie Krebs entsteht.

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Welche Beschwerden können beim Hodgkin-Lymphom auftreten?

Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom klagen zu Beginn meist über schmerzlose, geschwollene Lymphknoten. Am häufigsten sind sie am Hals, oberhalb des Schlüsselbeins und im Nacken. Beim Tasten fühlen sie sich oft derb oder gummiartig an. 

Weitere mögliche Beschwerden sind:

  • Fieber, starkes nächtliches Schwitzen und ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust (sogenannte B-Symptome)
  • Juckreiz am ganzen Körper
  • Reizhusten und Druckgefühl bei Lymphknotenschwellung hinter dem Brustbein
  • Bauchschmerzen bei vergrößerter Leber und/oder Milz
  • Rückenschmerzen bei vergrößerten Lymphknoten im hinteren Bauchraum
  • Knochenschmerzen
  • Anfälligkeit für Infekte
  • sogenannter Alkoholschmerz in geschwollenen Lymphknoten nach Alkoholgenuss (selten) 

Diese Beschwerden können jedoch auch bei anderen Erkrankungen auftreten: Dazu gehören andere bösartige Lymphome oder Tumoren, aber auch nicht-krebsbedingte Erkrankungen wie beispielsweise Infektionskrankheiten. 

Wichtig zu wissen: Eine Lymphknotenschwellung unklarer Ursache, die länger als vier Wochen besteht oder die eindeutig größer wird, sollte nach Meinung von Experten abgeklärt werden. Ärzte entfernen dafür meist einen verdächtigen Lymphknoten durch eine kleine Operation. 

Warum kommt es zu einem Hodgkin-Lymphom?

Bei den meisten Patientinnen und Patienten kann keine eindeutige Ursache gefunden werden, warum ein Hodgkin-Lymphom entsteht. Vermutlich müssen dafür verschiedene Faktoren zusammenwirken. 

Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem, beispielsweise nach einer Organtransplantation oder bei einer HIV-Erkrankung, erkranken häufiger an einem Hodgkin-Lymphom als gesunde Personen. Intensives und langjähriges Rauchen diskutieren Experten ebenfalls als Risikofaktor.  

Auch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) kann die Entstehung eines Hodgkin-Lymphoms begünstigen. Die genauen Zusammenhänge sind aber noch unklar. Die meisten Menschen kommen bereits im Kindesalter mit EBV in Kontakt. Die Infektion bleibt meist unbemerkt. Insbesondere bei einer Erstinfektion kann das Virus das Pfeiffersche Drüsenfieber auslösen. EBV bleibt nach der Infektion zeitlebens im Körper.  

Wichtig zu wissen: EBV-Infektionen sind sehr häufig, Hodgkin-Lymphome sehr selten. Das heißt: Nur bei sehr wenigen Menschen, die eine EBV-Infektion durchgemacht haben, entwickelt sich ein Hodgkin-Lymphom. Und: Nicht immer ist das Virus dann an der Entstehung des Hodgkin-Lymphoms beteiligt.

Wie häufig ist das Hodgkin-Lymphom?

Das Hodgkin-Lymphom ist eine seltene Krebserkrankung. Jährlich erkranken etwa 2.500 Menschen. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten. Besonders häufig erkranken Jugendliche und junge Erwachsene und Menschen über 70.

Die Illustration zeigt eine Statistik. Dargestellt ist die Häufigkeit des Hodkin-Lymphoms nach Lebensalter.

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Anzahl der Neuerkrankungen des Hodgkin-Lymphoms pro Jahr nach Lebensalter. Die Altersverteilung beim Hodgkin-Lymphom ist zweigipfelig: der erste Höhepunkt der Neuerkrankungen findet sich bei jungen Erwachsenen und der zweite bei älteren Menschen ab 70 Jahren.

Wie verläuft ein Hodgkin-Lymphom?

Das Hodgkin-Lymphom entsteht häufig in Lymphknoten am Hals und Nacken. Seltener sind Lymphknoten hinter dem Brustbein (mediastinale Lymphknoten) oder im Bauchraum betroffen. Über Lymphbahnen und über das Blut können sich Lymphomzellen im Verlauf auch in andere Lymphknoten und weitere Organe ausbreiten. Unbehandelt sterben Patienten am Hodgkin-Lymphom. 

Eine angepasste Behandlung kann heute die meisten Patientinnen und Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom dauerhaft heilen. Auch wenn das Lymphom nach einer ersten Behandlung wieder auftritt, haben Betroffene mit einer erneuten Therapie Aussicht auf Heilung.

Wie wird ein Hodgkin-Lymphom festgestellt?

Besteht bei einem Patienten der Verdacht auf ein Hodgkin-Lymphom, entnehmen die Ärzte in der Regel einen auffälligen Lymphknoten. Die Entnahme kann oft durch einen kleinen Hautschnitt in örtlicher Betäubung erfolgen. Patienten können dann nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen. Manchmal ist jedoch auch eine Operation im Krankenhaus unter Vollnarkose erforderlich.  

Die Sicherung der Diagnose  

Das entnommene Gewebe wird von Fachleuten im Labor genau untersucht. Sie stellen dann fest: 

  • Handelt es sich überhaupt um Krebs?
  • Wenn ja, welche Krebsart liegt vor? 

Stellen sie ein Hodgkin-Lymphom fest, beurteilen die Ärzte auch die genaue Untergruppe. Am häufigsten ist das Hodgkin-Lymphom vom klassischen Typ (cHL). Selten kommt das sogenannte noduläre Lymphozyten-prädominante Hodgkin-Lymphom (NLPHL) vor. Die Untergruppe kann die Behandlung beeinflussen. 

Wichtig zu wissen: Bei der Blutuntersuchung gibt es keine typischen Veränderungen, die auf ein Hodgkin-Lymphom hinweisen. 

Die Ausbreitungsdiagnostik (Staging)  

Steht die Diagnose Hodgkin-Lymphom fest, untersuchen die Ärzte, wie weit sich das Lymphom im Körper ausgebreitet hat. Experten bezeichnen diese Untersuchungen auch mit dem englischen Begriff „Staging“. Dazu gehören beispielsweise 

  • ausführliche Krankengeschichte (Anamnese) und körperliche Untersuchung 
  • Blutuntersuchungen 
  • bildgebende Untersuchungen wie etwa eine Röntgen-Untersuchung des Brustkorbs, eine Computertomografie (CT) von Hals, Brustkorb und Bauchraum sowie eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder eine Ganzkörper-Positronen-Emissions-Tomografie/Computertomografie (PET-CT) 
  • Eventuell eine Knochenmarkuntersuchung  
Grafische Darstellung der Stadien bei einem Hodgkin-Lymphom: Stadium 1 leicht bis Stadium 4 stark.

Stadien des Hodgkin-Lymphoms nach Ann-Arbor.

Das Hodgkin-Lymphom wird je nach Ausbreitung einem von vier Stadien zugeordnet. Dies erfolgt seit vielen Jahrzehnten nach der sogenannten Ann-Arbor-Klassifikation. Die Ärzte ergänzen zudem den Buchstaben „B“ oder „A“. Das heißt, der Patient hat zusätzlich allgemeine Beschwerden (B für „B-Symptome“) oder nicht (A). Das Stadium ist entscheidend für die Behandlung des Hodgkin-Lymphoms.  

Gibt es eine Früherkennung für das Hodgkin-Lymphom?

Hodgkin-Lymphome sind selten. Es gibt kein gesetzlich organisiertes Früherkennungsprogramm (Screening) für die gesunde Bevölkerung, um ein Hodgkin-Lymphom frühzeitig zu erkennen. 

Wichtig zu wissen: Patienten mit Beschwerden, die auf ein Hodgkin-Lymphom hindeuten, sollen zeitnah einen Arzt aufsuchen. So kann ein Hodgkin-Lymphom entweder ausgeschlossen oder frühzeitig erkannt werden. Für Betroffene ist das wichtig, denn: Je weniger sich das Hodgkin-Lymphom im Körper ausgebreitet hat, um so schonender können die Ärzte die Krebserkrankung behandeln. 

Wie wird ein Hodgkin-Lymphom behandelt?

Das Behandlungsziel ist für die meisten Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom eine dauerhafte Heilung. Ist die Diagnose gesichert, empfehlen Experten, rasch mit einer Behandlung zu beginnen. So kann verhindert werden, dass sich das Lymphom weiter im Körper ausbreitet. 

Alle Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom erhalten eine Chemotherapie. Dies sind Medikamente, die das Zellwachstum bremsen oder die Zellteilung hemmen, sogenannte Zytostatika. Typischerweise werden bei einem Hodgkin-Lymphom mehrere Zytostatika gemeinsam gegeben. Je nach Art und Dosis der Medikamente ist die Chemotherapie milder oder intensiver. Gegebenenfalls kommt zusätzlich auch eine Strahlentherapie infrage.  

Wie intensiv die Ärzte betroffene Patienten behandeln, hängt von der Ausbreitung des Hodgkin-Lymphoms und weiteren Risikofaktoren ab. Ärzte unterscheiden dabei drei Behandlungsgruppen, auch (Behandlungs-)Stadien genannt: Ein frühes, mittleres (intermediäres) und ein fortgeschrittenes Stadium. 

Weniger intensive Chemotherapien und die Strahlentherapie werden überwiegend ambulant durchgeführt. Für intensive Chemotherapien ist gegebenenfalls eine Krankenhausbehandlung notwendig.  

Sowohl unter der Chemotherapie als auch durch die Bestrahlung kann es bei den Patienten zu Nebenwirkungen kommen. Viele Nebenwirkungen sind vorübergehend und können durch vorbeugende Maßnahmen gemildert oder durch unterstützende Verfahren behandelt werden. 

Wichtig zu wissen: Das Hodgkin-Lymphom betrifft immer den ganzen Körper. Eine Operation einzelner Lymphknoten kann das Hodgkin-Lymphom daher nicht heilen. Ein Lymphknoten beziehungsweise verdächtiges Gewebe wird nur für die Diagnose entnommen.  

Behandlung in klinischen Studien 

Spezialisierte Ärzte entwickeln die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom fortlaufend weiter. In Deutschland sind dies vor allem die Ärzte der Deutschen Studiengruppe für Hodgkin-Lymphome (GHSG).  

In sogenannten Therapieoptimierungsstudien wollen die Experten bewährte Therapien weiter verbessern: Durch kleine Änderungen soll die Hodgkin-Behandlung hochwirksam bleiben und gleichzeitig die Betroffenen immer weniger beeinträchtigen. Gemeinsam mit ihren Ärzten sollten Patienten vor Therapiebeginn klären, ob sie an einer klinischen Studie teilnehmen können.  

Sie möchten mehr über die Chemotherapie und ihre Nebenwirkungen erfahren? Auf der Website des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum werden Ablauf, Wirkstoffe sowie Nebenwirkungen der Chemotherapie näher beschrieben. 

Warum brauchen Hodgkin-Patienten eine langfristige Nachsorge?

Mit den modernen Behandlungsmöglichkeiten werden heute die meisten Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom geheilt. Aber auch nach Therapieende sollten Ärzte die Patienten regelmäßig untersuchen, denn:  

  • So können sie einen Rückfall des Hodgkin-Lymphoms frühzeitig erkennen.  
  • Sie können Nebenwirkungen der Chemotherapie und Bestrahlung entsprechend behandeln. 
  • Sie können Folgeerkrankungen verhindern beziehungsweise frühzeitig feststellen und behandeln. 

Bei den Nachsorgeuntersuchungen fragen die Ärzte vor allem nach Beschwerden, führen eine körperliche Untersuchung durch und kontrollieren das Blut.  

Betroffene werden nach Therapieende regelmäßig untersucht, zunächst in kurzen, dann in größeren Abständen. Wie oft eine Patientin oder ein Patient zur Nachsorge kommen muss und welche Untersuchungen genau notwendig sind, sollten die Betroffenen mit den behandelnden Ärzten besprechen. Allen Patienten raten Experten jedoch zu einer regelmäßigen, lebenslangen Nachsorge. 

Mögliche Folgeerkrankungen eines Hodgkin-Lymphoms  

Durch die Behandlung des Hodgkin-Lymphoms können einzelne Organe in ihrer Funktion auch langfristig geschädigt werden. Besonderes achten Ärztinnen und Ärzte in der Nachsorge eines Hodgkin-Patienten auf:

  • Infektanfälligkeit 
  • Müdigkeitssyndrom (Fatigue) 
  • Schädigungen der Schilddrüse 
  • Schädigungen am Herzen 
  • Schädigungen der Lunge  
  • Hormonelle Störungen und Unfruchtbarkeit  
  • Zweittumoren

Wichtig zu wissen:  Nicht jeder Patient ist gleichermaßen von Nebenwirkungen und Spätfolgen betroffen. Und: Der Nutzen der modernen Hodgkin-Therapie für den Patienten ist ohne Zweifel höher als die Risiken der Behandlung.  

Was ist nach einer Hodgkin-Erkrankung zu beachten? Warum sind regelmäßige Kontrollen wichtig?

5 Jahre nach Diagnose und Behandlung sind Rückfälle des Hodgkin-Lymphoms selten. Der Tumor gilt dann als geheilt. Betroffene können die Erkrankung trotzdem nicht einfach „vergessen“: Denn Spätfolgen der Behandlung können sich weiterhin bemerkbar machen. Die Nachsorge sollte daher nach 5 Jahren nicht beendet werden, sondern ist lebenslang notwendig. 

Patientinnen und Patienten sollten von ihren Ärzten sorgfältig über die möglichen Langzeitrisiken und den Nutzen der Kontrollen aufgeklärt werden. So können sie nachhaltig motiviert werden, Nachsorgetermine auch über die ersten 5 Jahre hinaus verlässlich wahrzunehmen. 

Wer ist für die Langzeit-Nachsorge zuständig?

Bei Fragen zur Langzeitnachsorge des Hodgkin-Lymphoms sind häufig Hausärzte oder betreuende Fachärzte erste Ansprechpartner. Darüber hinaus gibt es zunehmend Zentren, die spezielle Sprechstunden für ehemalige Krebspatienten anbieten. Dies gilt insbesondere, wenn das Lymphom im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter aufgetreten ist.  

Kinderwunsch 

Die Hodgkin-Behandlung erhöht das Risiko, später keine eigenen Kinder mehr zeugen zu können. Patientinnen und Patienten, die einen Kinderwunsch haben, werden daher von Fachleuten entsprechend beraten: Für sie kommen vor Behandlungsbeginn möglicherweise Maßnahmen infrage, die die Zeugungsfähigkeit bestmöglich sichern. 

Sie wollen wissen, was man tun kann, um die eigene Fruchtbarkeit zu schützen? Und welche Möglichkeiten es gibt, später trotz eventuell eingeschränkter Fruchtbarkeit ein Kind zu bekommen? Auf der Website des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum finden Sie Hintergrundinformationen und Ansprechpartner. 

Ansprechpartner für das Hodgkin-Lymphom

Ansprechpartner für die Diagnostik und Therapie des Hodgkin-Lymphoms in Deutschland ist die deutsche Hodgkin-Studiengruppe GHSG (englisch: German Hodgkin Study Group). Die Studiengruppe gehört zum Kompetenznetz Maligne Lymphome.

An das Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) können sich Patientinnen und Patienten mit allen Fragen zum Thema Lymphom wenden. 

Bei der Behandlung eines Hodgkin-Lymphoms sollten erfahrene Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng zusammenarbeiten: Krankenhäuser, die viel Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit einem Lymphom haben, können dies durch eine Zertifizierung als Onkologisches Zentrum mit der Schwerpunktbezeichnung "Lymphom" sichtbar machen. Die Deutsche Krebsgesellschaft prüft dabei die Einhaltung bestimmter fachlicher Anforderungen.

Die Adressen von Zentren mit dieser Schwerpunktbezeichnung finden Sie auf der Internetseite OncoMAP. Dazu in der Suchmaske unter "Zentrum" "Lymphom" auswählen.

Darüber hinaus zertifiziert die DKG zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) seit Ende 2019 auch spezielle Fachzentren für die Behandlung von Blutkrebs wie Leukämien und Lymphomen.

Sie sind bei OncoMAP unter dem Stichwort „Hämatologische Neoplasien“ zu finden.

Wichtig zu wissen: Die Prüfung der fachlichen Anforderungen ist bislang in Deutschland keine Pflicht. Es kann ebenso geeignete Kliniken geben, die bisher keine solche Prüfung beantragt haben.

Sie haben weitere Fragen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten?  Sie finden weitere Informationen auf der Website des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Bei allen Fragen zum Hodgkin-Lymphom können Sie sich auch persönlich an den Krebsinformationsdienst wenden: unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 - 420 30 40 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

  • Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO), Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie (SGH-SSH), Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO). Hodgkin Lymphom. ONKOPEDIA-Leitlinie. Aufgerufen am 25.05.2021.
  • Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin-Lymphoms bei erwachsenen Patienten. Langversion 2.1. S3-Leitlinie. AWMF-Registernummer 018/029. 04.2019. Aufgerufen am 20.05.2020.
  • Kompetenznetz Maligne Lymphome. Hodgkin Lymphome. Aufgerufen am 20.05.2020.
  • Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des Robert Koch-Instituts (RKI). Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom). Aufgerufen am 20.05.2020.

In Zusammenarbeit mit dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Stand:

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