Rauchen

Die Zigarette in der Pause oder beim Bier gehört für viele dazu. Dabei erhöht Rauchen unter anderem das Risiko für Krebs, viele Infektionskrankheiten, belastet die körperliche Fitness und das Herz-Kreislauf-System. Lesen Sie, warum es sich lohnt das Rauchen aufzugeben und wie das klappen kann.   

Auf einen Blick

  • Rauchen erhöht das Risiko für verschiedene Krankheiten und ist außerdem ziemlich teuer.
  • Rauchen begünstigt unter anderem Infektionskrankheiten wie Grippe oder Lungenentzündungen und erhöht das Risiko für viele Krebsarten – insbesondere für Lungenkrebs und bösartige Tumoren im Mund- und Halsbereich.
  • Rauchen macht schnell abhängig – am besten ist es, gar nicht erst anzufangen.
  • Um mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es verschiedene Strategien und Anlaufstellen, die helfen können.
  • Schwangere Frauen sollten gar nicht rauchen, um ihr ungeborenes Kind nicht zu schädigen. 

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Rauchen: Eine Frau steht an einem Fenster, hält eine Zigarette in der Hand und atmet Rauch aus. Rauchschwaden umgeben ihr Gesicht.

Was ist Rauchen?

Mit dem Rauchen aufhören – das versuchen die meisten Raucherinnen und Raucher irgendwann. Die Zigarette nach dem Essen, in der Pause oder beim Bier ist für viele Menschen zur Gewohnheit geworden. Es gibt jedoch viele gute Gründe, um aufzuhören: Unter anderem erhöht Rauchen das Risiko für verschiedene Krankheiten und ist zusätzlich ziemlich kostspielig. Eine Gewohnheit wie das Rauchen abzulegen, ist allerdings nicht immer einfach. Oft sind mehrere Versuche notwendig.  

Rauchen: Eine Hand hält eine qualmende Zigarette und drückt sie auf einem hölzernen Untergrund aus. Ringsherum liegen einige Zigarettenstummel.

Welche Folgen hat Rauchen?

Rauchen schadet der Gesundheit. Unter anderem kann es Infektionskrankheiten wie Grippe, Erkältungen oder Lungenentzündungen begünstigen. Außerdem kann Rauchen zu chronischem Husten und Lungenerkrankungen führen. Insgesamt verschlechtert sich durch das Rauchen die körperliche Fitness und das Herz-Kreislauf-System wird geschädigt. Das kann zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Was ist die Lungenkrankheit COPD?

Das folgende Video berichtet über mögliche Symptome, Ursachen und Behandlungsmethoden bei der Lungenkrankheit COPD.

Auch das Risiko für viele Krebsarten nimmt mit dem Rauchen zu – besonders für Lungenkrebs und bösartige Tumoren im Mund- und Halsbereich.

Rauchen fördert zudem Zahnfleischentzündungen und Parodontitis und beeinträchtigt insgesamt die Zahngesundheit.  

Wunden heilen bei Raucherinnen und Rauchern langsamer, wodurch sich zusätzlich das Risiko für Komplikationen nach einer Operation erhöht. 

Mögliche Folgen des Rauchens können sein: chronischer Husten & Lungenerkrankungen, Risiko für viele Krebsarten, Verschlechterung der körperlichen Fitness, Zahnfleischentzündungen und Paradontitis.

Rauchen in der Schwangerschaft stört die Entwicklung des ungeborenen Kinds: So können Nikotin und schädliche Stoffe aus dem Rauch die Sauerstoffversorgung vermindern. Das ist einer der Gründe, warum werdende Mütter häufiger Fehlgeburten erleiden, wenn sie Raucherinnen sind. Auch das Risiko, dass das Kind zu früh kommt, zu klein ist oder zu wenig wiegt, steigt.

Wie kann man verhindern, dass man anfängt zu rauchen?

Wer einmal nikotinabhängig ist, dem fällt es sehr schwer, das Rauchen wieder aufzugeben. Am besten ist es also, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Ein Großteil der Raucherinnen und Raucher hat jedoch bereits im Jugendalter damit begonnen. In diesem Alter haben Gedanken an die eigene Gesundheit oft keinen großen Stellenwert. 

Darum fragen sich viele Eltern, wie sie verhindern können, dass ihre Kinder mit dem Rauchen beginnen. Zum einen hat die Vorbildfunktion eine direkte Wirkung: Wer Eltern, Geschwister oder Freunde hat, die rauchen, greift auch selbst eher zur Zigarette. Zum anderen ist es gut, wenn Eltern wissen, welche Risiken vom Rauchen ausgehen, und offen mit ihren Kindern darüber reden. Ein Tipp für das Gespräch: Oft hilft es geduldig zu bleiben, zuzuhören und sich mit Kritik möglichst zurückzuhalten. 

Wie kann es gelingen, mit dem Rauchen wieder aufzuhören?

Um das Rauchen aufzugeben, gibt es unterschiedliche Wege und Strategien. Nach einigen Versuchen schaffen es viele Raucherinnen und Raucher allein. Mit Unterstützung fällt es vielen Menschen aber oft leichter – dennoch sind auch hier meist mehrere Anläufe notwendig. Unterstützung kommt beispielsweise von Ärztinnen und Ärzten, Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen. Es gibt auch einige Krankenkassen, die Nichtraucherkurse fördern. 

Um das Rauchen aufzugeben, gibt es unterschiedliche Wege und Strategien. Unterstützung erhalten Raucherinnen und Raucher beispielsweise hier: Arztinnen und Ärzte, Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen, Nichtraucherkurse, Ersatztherapie.

Bei der Entwöhnung kann eine Nikotinersatztherapie helfen, die so die körperlichen Entzugserscheinungen lindert. Dabei wird der Tabak beispielsweise durch Nikotinpflaster oder -kaugummis ersetzt. Bestimmte Medikamente können beim Entzug unterstützen. Es lässt sich bisher nicht sagen, ob E-Zigaretten eine Ausstiegshilfe sein können. 

Vertiefende Informationen über die Rauchentwöhnung finden Sie unter gesundheitsinformation.de.

Was passiert, nachdem man mit dem Rauchen aufgehört hat?

Die meisten Menschen, die es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, nehmen etwas Gewicht zu. Besonders im ersten Jahr kann das spürbar sein. Die Ursache hierfür ist nicht, dass viele Menschen mehr essen oder öfter Snacks zu sich nehmen, sondern dass der Stoffwechsel sich verändert. Zudem unterdrückt Rauchen auch das Hungergefühl. Die Gewichtsveränderung kann sehr unterschiedlich sein. Manche nehmen gar nicht zu, andere nehmen ab und wieder andere nehmen mehr als 5 Kilo zu. 
 
Für die Gesundheit ist es ohne Frage besser etwas zuzunehmen als weiter zu rauchen. Stoffwechsel und Gewicht können sich auf die Dauer dann auch wieder normalisieren. 

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Stand:

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