Verstopfung bei Kindern

Verstopfung bei Kindern kommt besonders im Kindergartenalter häufig vor. Dahinter steckt meist eine funktionelle Störung des Darmes. Stuhlweichmacher, Toilettentraining und eine veränderte Ernährung sind die Bausteine einer erfolgreichen Therapie.

Auf einen Blick

  • Kinder mit Verstopfung haben seltenen oder harten Stuhlgang.
  • Harter Stuhl und Risse in der Haut können Schmerzen verursachen.
  • Manchmal genügt bereits ein schmerzhaftes Ereignis, um eine Verstopfung auszulösen.
  • Häufig weisen Kotspuren in der Unterwäsche auf eine Verstopfung hin. Bei kleinen Mengen spricht man von „Stuhlschmieren“, bei größeren von Stuhlinkontinenz.
  • Weitere Faktoren, die fördernd wirken, sind eine erbliche Veranlagung, Ernährungsfehler oder Stress, zum Beispiel bei der Sauberkeitserziehung.
  • Ein verstopfter Darm muss erst wieder „lernen“, normal zu funktionieren. Deshalb ist die Therapie langfristig angelegt. Wichtig sind Verhaltensänderungen und die Einnahme von Stuhlweichmachern.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Ein kleines Kind sitzt auf der Toilette. Seine Füße stehen auf einem Höckerchen.

Was ist Verstopfung bei Kindern?

Verstopfung kommt bei Kindern über einem Jahr relativ häufig vor.

In der Regel handelt es sich um eine Funktionsstörung der Darmbewegung. Diese hängt oft mit Schmerzerfahrungen beim Stuhlgang zusammen.

Eine gestörte Darmbewegung ist in der Regel der Grund für eine Verstopfung.

Besonders oft sind Kinder im Kindergartenalter betroffen, wenn die Sauberkeitserziehung erfolgt. Meist kommen dann mehrere Ursachen zusammen wie Ernährungsfehler, Veränderungen in der Umgebung oder Stress.

Selten stecken andere Ursachen hinter einer Verstopfung. Insbesondere bei Neugeborenen und Säuglingen können Fehlbildungen des Verdauungssystems der Grund sein. Erkrankungen der Schilddrüse, der Nerven oder des Rückenmarks können ebenfalls eine Verstopfung hervorrufen.

Wichtig zu wissen: Bleibt der Stuhlgang aus und treten zusätzlich Symptome auf wie Fieber, starke Bauchschmerzen mit bretthartem Bauch und Appetitlosigkeit, sollte man sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Auch Verstopfungen bei Neugeborenen und Säuglingen mit Gedeihstörungen sind immer ein Grund, ärztlichen Rat einzuholen.

Welche Symptome treten bei Verstopfung auf?

Verstopfung bei Kindern kann verschiedene Symptome haben:

  • weniger als dreimal Stuhlgang pro Woche; eine Ausnahme sind Säuglinge, die gestillt werden
  • harter bis knollenförmiger Stuhl
  • schwerer Stuhlgang, der mit starkem Pressen einhergeht
  • große Stuhlmengen, welche die Toilette blockieren können
  • tastbare Stuhlmassen im Enddarm
  • schmerzhafter Stuhlgang
  • kleine Risse in der Haut am Darmausgang
  • Blutauflagerungen auf dem Stuhl
  • „Stuhlschmieren“, das sich durch Kotspuren in der Unterwäsche bemerkbar macht. Dabei schiebt sich sehr weicher bis flüssiger Stuhl an den harten Stuhlmassen im Darm vorbei. Das wird manchmal mit Durchfall verwechselt.
  • Stuhlinkontinenz bei Kindern über 4 Jahre, einmal pro Monat oder häufiger. Die Kinder können den Stuhldrang nicht zurückhalten, obwohl sie bereits gelernt haben, auf die Toilette zu gehen.
  • vorübergehende Bauchschmerzen, die typischerweise verschwinden, wenn die Kinder auf der Toilette waren
  • willentliches Zurückhalten des Stuhlgangs: Die Kinder fangen dann an zu zappeln oder herumzutanzen und pressen dabei die Pobacken zusammen.

Folgende Symptome deuten auf eine erkrankungsbedingte Verstopfung hin:

  • verzögerter erster Stuhlgang von Neugeborenen nach mehr als 2 Tagen
  • Verstopfung, die sich bereits in den ersten Lebenswochen bemerkbar macht
  • mangelnde Gewichtszunahme und Gedeihstörungen
  • bandförmiger Stuhl, der dünn wie ein Bleistift ist
  • blutiger Stuhl, obwohl keine Hautrisse am Darmausgang sichtbar sind
  • zusätzlich Erbrechen von grünem Gallensaft
  • stark aufgeblähter Bauch

Treten diese Symptome auf, sollte das Kind unbedingt ärztlich untersucht werden.

Interessant zu wissen: Babys unter 6 Monaten fangen manchmal an zu pressen und ziehen die Beine an den Bauch, ohne dass sich dabei Stuhl entleert. Dabei können sie auch rot anlaufen und anfangen zu schreien. Kurze Zeit später landet dann weicher Stuhl in der Windel oder die Symptome verschwinden von allein wieder. Hierbei handelt es sich nicht um Verstopfung.

Was sind die Ursachen für Verstopfung?

Kinder sind von Natur aus unterschiedlich anfällig für Verstopfung. Dennoch gibt es typische Auslöser, die zu einer Funktionsstörung des Darmes führen.

Ursachen bei Säuglingen und Kleinkindern

Verstopfung bei Säuglingen kann durch die Umstellung von Muttermilch auf Flaschen- oder Kuhmilch ausgelöst werden. Mögliche Ursachen bei Kleinkindern sind eine ballaststoffarme Ernährung, elterlicher Druck bei der Sauberkeitserziehung, Ängstlichkeit oder ein willentliches Zurückhalten des Stuhls.

Ursachen bei älteren Kindern und Jugendlichen

Ältere Kinder unterdrücken den Gang zur Toilette gerne, wenn die Sanitäranlagen nicht sauber oder sie gerade sehr beschäftigt mit Spielen sind.

Schmerzen beim Stuhlgang sind der häufigste Grund, warum Kinder versuchen, jeden erneuten Stuhlgang zu vermeiden. Manchmal reicht dafür schon ein einziges schmerzhaftes Ereignis aus.

Bei Schulkindern und Jugendlichen können auch Essstörungen wie Magersucht oder die Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva Ursache für die Verstopfung sein.

Seltene Ursachen

Selten verursachen körperliche Erkrankungen eine Verstopfung. Dazu zählen zum Beispiel Fehlbildungen von After und Enddarm, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder bestimmte Stoffwechselkrankheiten.

Wichtig zu wissen: Halten Kinder den Stuhl zurück, entzieht der Darm dem Kot stetig Wasser. Die angesammelten Stuhlmassen werden dadurch immer größer und härter. Der nächste Stuhlgang ist dann umso schmerzhafter. Außerdem wird die Darmwand stark gedehnt. Die Darmbewegungen und die Signale für den Stuhldrang werden dadurch schwächer. Daraus kann eine chronische Verstopfung entstehen.

Welche Faktoren begünstigen eine Verstopfung bei Kindern?

Gibt es Familienangehörige mit Verstopfung, haben die Kinder ein höheres Risiko, ebenfalls Verstopfung zu bekommen.

Außerdem spielt die Flüssigkeitsaufnahme eine Rolle: Sowohl zu wenig als auch zu viel trinken kann zu Verstopfung führen.

Darüber hinaus wirken folgende Faktoren fördernd:

  • eine Ernährung mit wenig Ballaststoffen, also wenig Gemüse und Obst, stattdessen mit vielen salzigen Snacks, tierischen Fetten, Süßigkeiten und gesüßten Getränken
  • wenig und unregelmäßige körperliche Aktivität
  • Übergewicht
  • Lebensereignisse, die Stress verursachen, zum Beispiel die Eingewöhnung in die Kita oder die Geburt eines Geschwisterkindes
  • Weigerung der Kinder, die Toilette im Kindergarten oder in der Schule zu benutzen

Wichtig zu wissen: Bei vorpubertären Kindern kann eine Verstopfung durch überdurchschnittlich viel körperliche Bewegung auch verstärkt werden.

Wie häufig ist Verstopfung bei Kindern?

Am häufigsten haben Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter Verstopfung.

In Deutschland sind ungefähr 7 von 100 Kindern im Alter zwischen 5 und 8 Jahren davon betroffen.

Verstopfung und Stuhlinkontinenz treten häufig zusammen auf. Ungefähr zwei Drittel der Kinder mit einer Stuhlinkontinenz haben auch eine Verstopfung.

Ist eine Erkrankung der Grund für die Verstopfung, macht sie sich meist schon im ersten Lebensmonat bemerkbar.

Wie entwickelt sich eine Verstopfung?

Je früher eine Verstopfung behandelt wird, desto schneller normalisiert sich die Verdauung wieder und umso besser klingen die Beschwerden ab.

Was passiert, wenn die Verstopfung nicht behandelt wird?

Wird die Verstopfung nicht behandelt, können sich große, fest zusammengedrückte Stuhlmassen im End- und Dickdarm ansammeln, die nicht mehr von allein rauskommen.

Durch heftiges Pressen kann sich die Darmschleimhaut nach außen stülpen. Man spricht dann von einem Prolaps.

Die häufigste Komplikation ist Stuhlinkontinenz. Diese ist oft so belastend, dass die Lebensqualität von Eltern und Kindern beeinträchtigt wird.

Weitere häufige Komplikationen sind Infektionen der Harnwege und Einnässen. Oft entstehen dadurch auch psychische Probleme.

Wie lange dauert es, bis die Verstopfung weggeht?

Damit sich die Symptome ausreichend bessern, muss die Therapie in der Regel über mehrere Monate fortgeführt werden, manchmal auch über Jahre.

Bis zu drei Viertel der betroffenen Kinder haben nach 5 Jahren keine Symptome mehr und nehmen keine Stuhlweichmacher ein.

Von den Kindern, die mit Verstopfung im Krankenhaus behandelt werden müssen, hat ungefähr ein Viertel auch mit Verstopfung im Erwachsenenalter zu kämpfen.

Wie kann man einer Verstopfung vorbeugen?

Empfehlungen, wie man Verstopfung bei einer möglichen Veranlagung dazu vorbeugen kann, betreffen vor allem die Ernährung.

Für Kinder von 0 bis 2 Jahren gelten folgende Empfehlungen:

  • bis zu einem Alter von 6 Monaten ausschließlich Muttermilch geben; auch danach ist Muttermilch förderlich für die Verdauung
  • ab einem Alter von 6 Monaten Nahrung mit langsam zunehmender Festigkeit zufüttern
  • regelmäßig füttern, angepasst daran, wann das Kind Hunger bekommt; ist das Kind krank, sollte man jedoch flexibel auf einen veränderten Bedarf reagieren
  • eine möglichst vielfältige Nahrung mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten anbieten
  • Zucker, Softdrinks, salzige Snacks und verarbeitete oder frittierte Nahrungsmittel vermeiden

Bei Kindern im Schulalter wirkt es verdauungsfördernd, wenn sie mindestens drei Gläser Wasser pro Tag trinken und täglich viel Obst und Gemüse essen.

Wie wird eine Verstopfung diagnostiziert?

Um eine Verstopfung zu diagnostizieren, werden zunächst die genauen Symptome erfragt. Dann untersucht die Ärztin oder der Arzt den Körper und schaut, ob es am After Rötungen oder kleine Risse gibt.

Mit einer anschließenden Ultraschalluntersuchung lassen sich Stuhlmassen im Dickdarm feststellen.

Durch Fragen nach Verhaltens- und Essgewohnheiten sowie familiären Besonderheiten ergeben sich oft weitere Hinweise auf mögliche Auslöser der Verstopfung. Oftmals werden dazu spezielle Fragebogen verwendet.

Finden sich Anhaltspunkte für eine Verstopfung, die durch eine andere Erkrankung bedingt ist, können Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren oder auch die Entnahme von Gewebeproben aus der Darmschleimhaut hinzukommen.

Zeigt sich keine Besserung, obwohl die Eltern oder je nach Alter auch die Kinder selbst die empfohlenen Behandlungsmaßnahmen konsequent umsetzen, sind weitere Untersuchungen nötig.

Wie behandelt man eine Verstopfung bei Kindern?

Welche Medikamente und Maßnahmen Ärztinnen und Ärzte zur Behandlung von Verstopfung einsetzen, hängt vom Alter des Kindes ab.

Die Behandlung einer Verstopfung ist abhängig vom Alter des Kindes.

Behandlung von Kindern im ersten Lebensjahr

Wenn Kinder bereits im Säuglingsalter Verstopfung haben, ist meist eine andere Erkrankung der Grund. Diese sollte durch eine Spezialistin oder einen Spezialisten behandelt werden.

Manchmal ist eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß die Ursache. Dann kann eine Ernährung ohne Kuhmilch helfen.

Liegt keine Grunderkrankung vor, kann bei Säuglingen die Gabe von Apfel-, Pflaumen- oder Birnensaft helfen. Diese enthalten unverdauliche Kohlenhydrate, die Wasser in den Darm ziehen und dadurch die Verdauung fördern.

Stuhlweichmacher wie Laktulose, Sorbitol oder Polyethylenglykol (Macrogol) wirken abführend, indem sie viel Wasser im Darm binden. Glyzerinzäpfchen können ebenfalls eine Stuhlentleerung herbeiführen, aber auch den Darm und Darmausgang zusätzlich reizen.

Wichtig zu wissen: Es gibt Behandlungsmaßnahmen, die bei Säuglingen und Kleinkindern nicht empfohlen werden. Dazu zählen Einläufe, die Gabe des Wirkstoffs Bisacodyl und die Einnahme von Mineralöl-Präparaten.

Behandlung von Kindergarten- und Schulkindern

Es ist wichtig, eine kurzzeitige Verstopfung rasch zu behandeln, damit sie nicht chronisch wird. Hierfür eignen sich vor allem Stuhlweichmacher wie Polyethylenglykol (Macrogol).

Bei Rötungen und kleinen Rissen rund um den After wendet man schmerzstillende und entzündungshemmende Salben an.

Ziel der Behandlung einer chronischen Verstopfung ist, dass die Kinder jeden oder jeden zweiten Tag weichen Stuhlgang haben.

Dazu ist in der Regel eine langfristige Behandlung mit Stuhlweichmachern notwendig:

  • Zunächst wird der Darm mithilfe von Polyethylenglykol (Macrogol) oder einem Einlauf komplett entleert. Nur wenn die Darmwand nicht mehr überdehnt ist, kann der Darm wieder „lernen“, von allein zu funktionieren.
  • Danach kommen Stuhlweichmacher über einen längeren Zeitraum zum Einsatz, sodass der Stuhl weich bleibt und sich nicht wieder ansammeln kann. Am häufigsten verwendet man Macrogol oder Laktulose. Abführmittel wie Bisacodyl oder Sennesfrüchte, welche die Darmbewegung anregen, können ebenfalls angewendet werden.
  • Es ist wichtig, Stuhlweichmacher konsequent einzusetzen. Hat sich die Verdauung über mindestens 6 Monate normalisiert, kann man die Stuhlweichmacher langsam reduzieren. Tritt keine Verstopfung mehr auf, kann man sie oft ganz weglassen.

Besonders wichtig für die Behandlung ist das Toilettentraining:

  • Das Kind sollte sich angewöhnen, zwei- bis dreimal täglich nach den Mahlzeiten 5 bis 10 Minuten auf der Toilette zu sitzen, unabhängig davon, ob Stuhldrang besteht oder nicht.
  • Hilfreich beim Stuhlgang ist es, auf die richtige Sitzposition zu achten. Der Darm kann sich am besten entleeren, wenn das Kind eine Hockposition einnimmt. Dazu können kleine Kinder ein Höckerchen vor der Toilette benutzen, auf dem sie ihre Füße abstellen.

Außerdem helfen Veränderungen der Ernährung:

  • Die Nahrung sollte reich an Ballaststoffen sein, also viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthalten.
  • Zudem ist es wichtig, dass das Kind ausreichend trinkt.

Wichtig zu wissen: Zusätzliche Ballaststoffe in Form von Weizenkleie, Flohsamenschalen oder Ähnlichem werden nicht empfohlen. Sie können die Verstopfung verstärken, wenn nicht gleichzeitig die Trinkmenge erhöht wird.

Behandlung von Jugendlichen

Verstopfung bei Jugendlichen behandelt man ebenfalls über mehrere Monate mit Stuhlweichmachern wie Polyethylenglykol (Macrogol) oder Laktulose. Auch bei älteren Kindern ist es wichtig, dass die Nahrung genügend Ballaststoffe enthält und dass sie ausreichend trinken.

Bei Jugendlichen, die bereits seit langer Zeit mit Verstopfung kämpfen, liegen oft weitere Krankheiten vor wie Erkrankungen des Dickdarms, Verhaltensstörungen, Essstörungen oder andere psychische Erkrankungen. Dann ist es notwendig, die Grunderkrankung zu behandeln.

Bei hartnäckiger Verstopfung können auch Medikamente zum Einsatz kommen, die eigentlich erst für Erwachsene zugelassen sind. Kommt es auch im jugendlichen Alter noch zu Stuhlinkontinenz, können spezielle Schulungsprogramme sehr hilfreich sein.

Was können Eltern tun, wenn ihr Kind Verstopfung hat?

Damit der Darm nach einer Verstopfung wieder „lernt“, normal zu funktionieren, ist es wichtig, die Stuhlweichmacher über lange Zeit anzuwenden. Das können Monate sein, manchmal auch Jahre.

Stuhltagebuch unterstützt Therapie

Dabei hilft es, ein „Stuhltagebuch“ zu führen. Die Eltern oder ältere Kinder schreiben darin jeden Tag auf, wann Stuhlgang aufgetreten ist, wie fest oder weich er war und welche Stuhlweichmacher in welcher Dosierung eingenommen wurden. So lässt sich die Dosis bei Bedarf entsprechend dem Behandlungsplan anpassen.

Kinder motivieren statt bestrafen

Kleine Kinder kann man zum „Toilette-Sitzen“ motivieren, indem man ihnen kleine Belohnungen in Aussicht stellt. Die Belohnung sollte dabei für das regelmäßige Sitzen vergeben werden, auch wenn kein Stuhlgang erfolgt. Bei kleinen Kindern, die noch Windeln tragen, ist es ratsam, die Sauberkeitserziehung so lange zu verschieben, bis der Darm wieder normal funktioniert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich nicht um widersetzliches oder trotziges Verhalten handelt, wenn bei einem Kind mit Verstopfung Kot in der Unterwäsche landet. Ist der Darm durch Stuhlmassen verstopft und überdehnt, kann er dünnen oder breiigen Kot nicht zurückhalten. Die Kinder sollten nicht dafür bestraft oder geschimpft werden.

Wechselkleidung mitgeben

Gehen die Kinder schon zur Schule, ist es sinnvoll, dass sie Wechselkleidung dabeihaben, falls etwas danebengeht. Weigern sich Kinder, auf die Schultoilette zu gehen, und haben sie deshalb Verstopfung, kann man den Kontakt zur Schule suchen. Manchmal gibt es eine separate, saubere Toilette, die benutzt werden kann.

Geprüft durch die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e.V. (GPGE).

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