COVID-19, Erkältung, Grippe: Kennzeichen im Überblick

Die Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ähneln denen einer Erkältung oder einer Grippe. An diesen Anzeichen allein lassen sich die Erkrankungen nicht unterscheiden. Erfahren Sie hier, welche Symptome typisch sind, was man im Erkrankungsfall tun sollte und wie man sich vor einer Ansteckung schützt.

Auf einen Blick

  • COVID-19, Grippe und Erkältungen sind ansteckende Atemwegsinfektionen, ausgelöst durch verschiedene Viren.
  • Häufige Symptome bei allen drei Erkrankungen sind Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen, wobei eine Erkältung seltener mit Fieber einhergeht.
  • Wer Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und sich telefonisch in einer Arztpraxis melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
  • Bei COVID-19 und Grippe kann es zu schweren Verläufen und Komplikationen kommen, bei Erkältungen passiert das in der Regel nicht.
  • Mit Maßnahmen wie Abstands- und Hygieneregeln einhalten sowie regelmäßig lüften lassen sich Atemwegsinfektionen vorbeugen.
  • Um sicher durch den Herbst/Winter zu kommen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung gegen COVID-19 und Grippe.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Mund-Nase-Schutz: Im Profil sind zwei junge Frauen zu sehen. Beide tragen eine Mund-Nase-Bedeckung.

Was sind COVID-19, Grippe und Erkältungen?

Sowohl COVID-19 als auch Erkältungen und eine Grippe sind ansteckende Atemwegserkrankungen, die auf einer Infektion mit dem jeweiligen Erreger beruhen. Ursache für die Infektionen sind unterschiedliche Viren. Während etwa Rhinoviren ein Beispiel von Erregern sind, die Erkältungen auslösen und für Grippe Influenzaviren verantwortlich sind, wird COVID-19 durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht. 

Da bei COVID-19 ähnliche Symptome auftreten wie bei einer Grippe oder einer Erkältung, lassen sich die Erkrankungen nicht allein anhand der Symptome unterscheiden. Auch ein Selbst-/Schnelltest kann das – im Gegensatz zu einem Labortest – nicht unbedingt leisten.

Wichtig zu wissen: Bei Fieber, Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen oder anderen Erkältungs- und Grippesymptomen sollte man zu Hause bleiben und telefonisch eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren. Fällt ein COVID-19-Selbsttest positiv aus, ist dies unbedingt dem ärztlichen Personal mitzuteilen, um das Ergebnis durch einen Labortest abklären zu lassen. Bis das Laborergebnis vorliegt, gilt es, möglichst alle Kontakte – auch zu (geimpften) Haushaltsmitgliedern – zu reduzieren.

Vertiefende Informationen, was bei einem Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion zu tun ist und wann eine Quarantäne und Isolierung notwendig wird, finden Sie unter infektionsschutz.de – eine Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

COVID-19, Grippe oder Erkältung?

Im folgenden Video erfahren Sie, wodurch sich Erkältung, Grippe und COVID-19 unterscheiden und wie Sie sich beim Auftreten von Symptomen verhalten sollten.

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Es gelten die dort bekanntgegebenen Datenschutzhinweise.

Wie äußert sich COVID-19?

Bei vielen Menschen mit COVID-19 in Deutschland äußert sich die Erkrankung mit Husten, Fieber oder Schnupfen. Andere mögliche Symptome sind Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche und im Verlauf auch Atemnot. Eine Besonderheit von COVID-19 sind Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns

Ebenfalls möglich sind Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Benommenheit. 

Die Verläufe bei einer COVID-19-Erkrankung sind vielfältig und variieren stark. Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann ohne Symptome verlaufen. Es sind aber auch schwere Verläufe mit Komplikationen wie einer Lungenentzündung möglich, die bis hin zu Lungen- und Organversagen und zum Tod führen können. 

Wichtig zu wissen: Es können sich noch immer viele Menschen mit COVID-19 anstecken und schwer erkranken. Sei es, weil sie bisher keine Infektion durchgemacht oder noch keine Impfung erhalten haben. Selbst bei Geimpften kann das passieren – wenn auch in einem deutlich geringerem Maß. Um zu verhindern, dass sich SARS-CoV-2 schnell verbreitet und es zu Überlastungen im Gesundheitssystem kommt, gelten weiterhin die Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Was kennzeichnet eine Grippe?

Typisch für die Grippe (Influenza) ist ein plötzlicher Beginn der Erkrankung mit Fieber, Husten und Halsschmerzen, begleitet von Kopf- und/oder Gliederschmerzen und meist schwerem Krankheitsgefühl.

Weitere mögliche Krankheitszeichen sind allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, Schnupfen; selten auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Nur ein Drittel der mit Grippe infizierten Personen zeigt den typischen, fieberhaften Krankheitsverlauf. Bei einem weiteren Drittel verläuft die Grippe leichter und ein Drittel entwickelt gar keine Krankheitszeichen.

Wichtig zu wissen: Ältere Menschen entwickeln häufig kein Fieber, obwohl sie ein viel höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben als Kinder, bei denen typischerweise Fieber auftritt.

Die meisten Krankheitsverläufe bei einer Grippe sind mild und heilen von allein innerhalb einer Woche aus. Allerdings kann der Husten und auch ein allgemeines Schwächegefühl deutlich länger anhalten.

Häufigste Komplikationen einer Grippe sind Lungenentzündungen. Bei Kindern können sich auch Mittelohrentzündungen entwickeln. Selten treten Entzündungen des Gehirns oder des Herzmuskels auf.

Was passiert bei einer Grippewelle?

Praktisch jeder Mensch steckt sich im Kindesalter mit Grippe an und baut so schon früh eine Grundimmunität auf. Da sich Grippeviren aber sehr schnell verändern, sind viele Menschen wenige Jahre nach einer Infektion wieder für eine Grippe empfänglich.

Während einer Grippewelle infizieren sich schätzungsweise 5-20 % der Bevölkerung.

Während einer Grippewelle infizieren sich schätzungsweise 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Auch hier kann es zu „Spitzenzeiten“, sogenannten Peakwochen kommen, in denen sich sehr viele Menschen auf einmal anstecken und erkranken.

Besonders starke Grippewellen, die es erfordern, viele Menschen mit schweren Verläufen  gleichzeitig auf Intensivstationen zu behandeln und zu beatmen, können das Gesundheitssystem zeitweise und regional deutlich überlasten.

Steigende Infektionszahlen sowie eine gleichzeitig auftretende Welle von COVID-19 und Grippe bergen das Risiko, dass sich die Versorgungssituation in den Krankenhäusern und Intensivstationen weiter verschärft.

Wichtig zu wissen: Die Grippewelle 2020/21 ist weltweit „ausgefallen“. Das liegt vor allem an den COVID-19-Schutzmaßnahmen, die auch eine Ausbreitung von Grippeviren erfolgreich verhindert haben. Das könnte jedoch dazu führen, dass viel mehr Menschen anfällig sind für eine Infektion mit den aktuell zirkulierenden Grippeviren. Daher sollten sich jetzt vor allem Menschen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko oder einem beruflichen Ansteckungsrisiko gegen Grippe impfen lassen.

Vertiefende Informationen zu rund um das Thema Grippe finden Sie auf www.infektionsschutz.de.

Zusätzliches Wissen zur Grippe bietet das GrippeWeb – ein Online-Portal des Robert Koch-Instituts.

Woran erkennt man eine Erkältung?

Eine Erkältung ist häufig gekennzeichnet durch Schnupfen, Husten und gelegentlich Halsschmerzen. Erkältungen gehen seltener mit Fieber einher als Grippe. Komplikationen treten in der Regel nicht auf.

Weiterführende Informationen zum Thema Erkältung bietet der Lungeninformationsdienst – ein Service des Helmholtz Zentrum München.

Wie schützt man sich vor einer Erkältung, Grippe und COVID-19?

Man schützt sich und andere am besten vor einer Infektion mit Erkältungs-, Influenza- und SARS-CoV-2-Viren, indem man enge Kontakte zu anderen Menschen vermeidet und die AHA+L-Regel beherzigt – also Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen und regelmäßig lüften.

Mit dem Einhalten der AHA+L-Regel und einer Impfung schützt man sich wirksam gegen COVID-19 und Grippe.

Eine wichtige Maßnahme zum Infektionsschutz ist es zudem, sich gegen COVID-19 und Grippe impfen zu lassen. Ärztinnen und Ärzte können diese bei Bedarf auch gleichzeitig verabreichen.

Wichtig zu wissen: Die Impfung gegen COVID-19 schützt wirksam davor, schwer an COVID-19 zu erkranken. Es ist möglich, dass man sich dennoch mit SARS-CoV-2 ansteckt. Bisher gehen Expertinnen und Experten aber davon aus, dass die Impfung das Risiko sich anzustecken, deutlich verringert und geimpfte Personen weniger ansteckend für andere sind.

Vertiefende Informationen zu COVID-19 und Impfen bietet der Artikel COVID-19-Impfung: Antworten auf die wichtigsten Fragen. 

Fragen und Antworten rund um das Thema Grippe-Schutzimpfung finden Sie auf www.impfen-info.de.

Informationen dazu, wie man die AHA+L-Regel richtig umsetzt und was es dabei zu beachten gilt, finden Sie auf www.infektionsschutz.de.

In Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Stand:

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