COVID-19, Erkältung, Grippe: Kennzeichen im Überblick

Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 äußern sich ähnlich wie eine Erkältung oder Grippe. An den Symptomen allein lassen sich die Erkrankungen nicht unterscheiden. Welche Kennzeichen typisch sind, was eine Pandemie und eine Grippewelle charakterisiert und wie man sich vor COVID-19 schützen kann.

Auf einen Blick

  • Bei COVID-19, Grippe und Erkältungen handelt es sich um ansteckende Atemwegsinfektionen, die durch verschiedene Viren ausgelöst werden.
  • Häufige Symptome bei allen drei Erkrankungen sind Fieber, Husten und Schnupfen, wobei Erkältungen seltener mit Fieber einhergehen.
  • Bei COVID-19 und Grippe kann es zu schweren Verläufen und Komplikationen kommen, bei Erkältungen passiert das in der Regel nicht.
  • Zu Beginn einer Pandemie wie bei SARS-CoV-2 ist jeder Infizierte potenziell für andere ansteckend.
  • Bei einer Grippewelle infizieren sich nur etwa fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung.
  • Mit Schutzmaßnahmen wie dem Einhalten der Abstands- und Hygiene-(AHA)Regeln lassen sich COVID-19, Grippe und Erkältungen vorbeugen.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Eine junge Frau steht in einem Bus. Sie trägt einen Mund-Nase-Schutz und hält sich die Hand ans Gesicht. Sie wirkt erschöpft.

Was sind COVID-19, Grippe und Erkältungen?

Sowohl COVID-19 als auch Erkältungen und Grippe sind ansteckende Atemwegsinfektionen, die auf einer Infektion mit dem jeweiligen Erreger beruhen. Ursache für die Infektionen sind unterschiedliche Viren. Während beispielsweise Rhinoviren zu Erkältungen führen und für Grippe Influenzaviren verantwortlich sind, wird COVID-19 durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht. 

Wichtig zu wissen: Da bei COVID-19 ähnliche Symptome auftreten wie bei Grippe oder Erkältung, lassen sich die Erkrankungen nicht allein anhand der Symptome unterscheiden. 

Wichtige Fragen und Antworten zum SARS-CoV-2-Test sowie Informationen, was bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu tun ist, finden Sie unter infektionsschutz.de – eine Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Wie äußert sich eine COVID-19-Erkrankung?

Bei vielen COVID-19-Patientinnen und -Patienten in Deutschland äußert sich die Erkrankung mit Husten, Fieber oder Schnupfen. Andere mögliche Symptome sind Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche und im Verlauf auch Atemnot.

Ebenfalls möglich sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Benommenheit. Bei einem kleineren Teil der gemeldeten Fälle treten keine Symptome auf. 

Wichtig zu wissen: Eine Besonderheit von COVID-19 sind Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns, die, wenn sie auftreten, relativ typisch sind.  

Die Krankheitsverläufe bei einer COVID-19-Erkrankung sind teilweise unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann ohne Symptome verlaufen. Es sind aber auch schwere Krankheitsverläufe mit Komplikationen möglich, die bis hin zu Lungenversagen und zum Tod führen können. Etwa zwei Prozent der COVID-19-Patientinnen und Patienten entwickeln als Komplikation eine Lungenentzündung.

Was kennzeichnet eine Grippe?

Typisch für die Grippe ist ein plötzlicher Beginn der Erkrankung mit Fieber, Husten und Halsschmerzen, begleitet von Kopf- und/oder Gliederschmerzen und meist schwerem Krankheitsgefühl.

Weitere mögliche Krankheitszeichen sind allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, Schnupfen; selten auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Wichtig zu wissen: Nur ein Drittel der mit Grippe infizierten Personen zeigt den typischen, fieberhaften Krankheitsverlauf. Bei einem weiteren Drittel verläuft die Grippe leichter und ein Drittel entwickelt gar keine Krankheitszeichen.

Die meisten Krankheitsverläufe bei Grippe sind mild und heilen von allein wieder aus. Wenn Fieber auftritt, hält dies bis zu einer Woche an, ein Husten kann eventuell deutlich länger auftreten.

Häufigste Komplikationen einer Grippe sind Lungenentzündungen. Bei Kindern können sich auch Mittelohrentzündungen entwickeln. Selten treten Entzündungen des Gehirns oder des Herzmuskels auf.

Wichtige Informationen zu Grippe finden Sie auf www.infektionsschutz.de.

Sie interessieren sich für die Grippe-Schutzimpfung? Fragen und Antworten rund um das Thema finden Sie auf www.impfen-info.de.

Woran erkennt man eine Erkältung?

Eine Erkältung ist häufig gekennzeichnet durch Schnupfen, Husten und gelegentlich Halsschmerzen. Erkältungen gehen seltener mit Fieber einher als Grippe. Komplikationen treten in der Regel nicht auf.

Was ist bei einer Pandemie anders als bei einer Grippewelle?

Praktisch jeder Mensch steckt sich im Kindesalter mit Grippe an, sodass Jugendliche und junge Erwachsene bereits eine Infektion durchgemacht haben und der Körper damit eine Grundimmunität aufgebaut hat. Da sich Grippeviren aber sehr schnell verändern, sind viele Menschen jedes Jahr für eine Grippeinfektion empfänglich.

Wer COVID-19 hat, ist zu Beginn der Pandemie potenziell für jeden ansteckend, weil niemand durch eine vorhergehende Infektion geschützt ist. Das Virus könnte sich somit sehr schnell ausbreiten, wenn sich niemand durch infektionsvermeidendes Verhalten – wie das Einhalten der AHA-Regeln plus Lüften – schützen würde.

Grippewellen breiten sich sehr viel schneller aus als COVID-Infektionen, weil bei Grippe die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome und die Verdopplungszeit der Erreger viel kürzer sind als bei COVID-19. Schätzungsweise infizieren sich während einer Grippewelle zwischen fünf und 20 Prozent der Bevölkerung.

Schätzungsweise infizieren sich während einer Grippewelle zwischen 5 und 20 Prozent der Bevölkerung.

Auch bei einer Grippewelle kommt es zu „Spitzenzeiten“, sogenannten Peakwochen, zu schweren Erkrankungen und Menschen müssen auf Intensivstationen beatmet werden. Besonders schwere Grippewellen können das Gesundheitssystem zeitweise und regional deutlich überlasten.

Bei COVID-19 sind viele schwere Erkrankungen in kurzer Zeit aufgetreten. Wäre die Anzahl der COVID-19-Patientinnen und -Patienten weiter so stark angestiegen wie zu Beginn der Pandemie, hätten ebenfalls Engpässe im Gesundheitssystem entstehen können. Eine Pandemie kann dementsprechend auch das Gesundheitssystem überlasten.

Eine gleichzeitig auftretende Welle von COVID-19- und Grippe-Erkrankungen birgt das Risiko, dass sich die Versorgungssituation in den Krankenhäusern und Intensivstationen verschärft.

Welche Schutzmaßnahmen sind wichtig?

Man schützt sich und andere am besten gegen COVID-19, wenn man die AHA+L+A-Formel beherzigt: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, regelmäßiges Lüften und Corona-Warn-App nutzen.

Das Einhalten der AHA-Regeln und regelmäßiges Lüften schützen vor COVID-19 und Grippe gleichermaßen.

Das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln sowie regelmäßiges Lüften schützen ebenfalls vor einer Grippe und Erkältung.

Informationen dazu, wie man die AHA+L+A-Formel richtig umsetzt und was es dabei zu beachten gilt, finden Sie auf www.infektionsschutz.de.

Geprüft durch das Robert Koch-Institut (RKI). Stand:

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?