COVID-19

Die Erkrankung COVID-19 entsteht durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, gegen das die große Mehrheit der Bevölkerung noch nicht immun ist. Deshalb verbreitet es sich sehr schnell. Nicht jeder mit dem Virus Infizierte zeigt Krankheitssymptome, aber schwere Verläufe können tödlich enden. Abstands- und Hygieneregeln sowie Alltagsmasken („AHA-Regeln“) sind wesentliche Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung.

Auf einen Blick

  • SARS-CoV-2 ist ein neuartiges Coronavirus, gegen das die Bevölkerung weltweit noch kaum immun ist.
  • Ohne gezielte Maßnahmen zur Eindämmung würde sich das Virus sehr schnell verbreiten.
  • Nicht alle Infizierten zeigen Krankheitssymptome wie Fieber, jedoch gibt es auch schwere Verläufe mit Todesfolge.
  • Die Erkrankungszahlen sollen so niedrig sein, dass das Gesundheitssystem alle Schwerkranken bestmöglich versorgen kann.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, sollten möglichst alle Bürgerinnen und Bürger die vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln einhalten.
  • Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

COVID-19: Eine ältere Frau schaut aus dem Fenster. Über Mund und Nase trägt sie einen Mundschutz.

Was ist COVID-19?

COVID-19 ist eine Abkürzung der englischsprachigen Bezeichnung „Corona Virus Induced Disease 2019“ („von Coronaviren verursachte Erkrankung 2019“). Der Erreger ist das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, das sich wahrscheinlich seit Jahresende 2019 sehr schnell auf der ganzen Welt verbreitet. Nicht alle Menschen, die sich anstecken, bekommen Symptome. Doch einige werden so schwer krank, dass sie daran sterben. Vor allem ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen sind betroffen. Doch auch bei jungen und grundsätzlich gesunden Menschen kann COVID-19 tödlich enden. Welche Faktoren einen schweren Krankheitsverlauf fördern können, wird derzeit intensiv erforscht.

Dutzende Virionen der Spezies SARS-CoV-2.

Die Todesursache bei schweren COVID-19-Verläufen ist meist ein Lungenversagen. Um das zu verhindern, müssen Ärztinnen und Ärzte viele der schwer Erkrankten auf einer Intensivstation mit Beatmungsgeräten behandeln. Damit das Gesundheitssystem möglichst allen Patientinnen und Patienten eine solche Versorgung garantieren kann, dürfen nicht zu viele Menschen auf einmal krank werden. Deshalb sollten alle Bürgerinnen und Bürger die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Welche Symptome treten bei COVID-19 auf?

Erste Symptome treten ein bis 14 Tage, im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Tage, nach der Ansteckung auf. Aber: Nicht alle Infizierten haben Krankheitsanzeichen – viele verspüren gar keine Beschwerden.

Bei COVID-19 treten erste Symptome 1 bis 14 Tage (im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Tage) nach der Ansteckung auf.

Häufige Symptome einer COVID-19-Erkrankung:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Daneben können auch folgende Symptome auf COVID-19 hinweisen: Kurzatmigkeit, Atemnot, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Hautausschlag, Augenbindehautentzündung, Lymphknotenschwellungen, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen.

Was können Sie tun, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen?

Bleiben Sie zu Hause und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein. Lassen Sie sich telefonisch von Ihrer Hausarztpraxis beraten, wie die nächsten Maßnahmen aussehen sollen. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

Wichtig zu wissen: Wenn der begründete Verdacht besteht, dass bei Ihnen eine Coronavirus-Erkrankung vorliegt, oder SARS-CoV-2 bei Ihnen nachgewiesen wurde, sollten Sie Ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Das Gesundheitsamt ordnet dann eine häusliche Quarantäne über 14 Tage an.

Welcher Erreger hat die Coronavirus-Pandemie verursacht?

Der Erreger der COVID-19-Pandemie heißt in der Wissenschaftssprache „SARS-CoV-2“, da er mit dem Erreger von SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) verwandt ist. Erste Erkrankungen traten vermutlich im Herbst 2019 in der Region Wuhan in China auf. Das Virus verbreitete sich anschließend rasch auf der ganzen Welt. Im März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den COVID-19-Ausbruch offiziell zur Pandemie.

SARS-CoV-2 stammt von sehr ähnlichen Coronaviren bei Fledermäusen ab. Möglicherweise diente noch ein anderes Tier als Zwischenwirt, bevor sich die ersten Menschen damit ansteckten. SARS-CoV-2 gilt als nicht sehr umweltstabil: Außerhalb des menschlichen Körpers geht das Virus innerhalb von Minuten bis Stunden zugrunde. Allerdings konnte es in Experimenten auf Gegenständen mehrere Tage überleben.

Wie steckt man sich an und wer ist besonders gefährdet?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich von Mensch zu Mensch und kommt inzwischen auf der ganzen Welt vor. Bereits 2 Tage vor den ersten Symptomen besteht Ansteckungsgefahr, am höchsten ist sie einen Tag vorher. Wie lange die Ansteckungsgefahr anhält, hängt vom Krankheitsverlauf ab. Der durchschnittliche Ansteckungszeitraum beträgt 8 bis 9 Tage, in Einzelfällen bis zu 20 Tage.

Wichtig zu wissen: Auch Personen ohne Symptome können andere anstecken und so insbesondere Risikogruppen gefährden.

SARS-CoV-2 verbreitet sich über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Winzige Tröpfchen aus Nase und Mund enthalten Viren und verteilen sich in der Luft. Das geschieht vor allem beim Sprechen, Niesen oder Husten. Gelangen diese Tröpfchen auf die Schleimhäute an Nase, Mund und Augen anderer Menschen, können sich diese mit dem Virus anstecken. Landen die Tröpfchen auf den Händen, besteht ebenfalls Ansteckungsgefahr: Wer sich dann mit der Hand ins Gesicht fasst, transportiert die Erreger womöglich zu den Schleimhäuten (Schmierinfektion).

Darüber hinaus ist es möglich, dass Menschen sich über in der Luft schwebende Minitröpfchen (Aerosole) mit SARS-CoV-2 anstecken. Solche Aerosole entstehen beim Atmen oder Sprechen, vor allem aber bei lautem Schreien, beim Singen und bei intensiver sportlicher Aktivität. Besonders in geschlossenen Räumen und bei fehlender Luftzirkulation können sie längere Zeit in der Luft schweben. Eine Ansteckung über Aerosole in Außenbereichen kommt dagegen insgesamt selten vor.

Was sind Infektionskrankheiten?

Im folgenden Video erfahren Sie, wann Mediziner von einer Infektionskrankheit sprechen, durch welche Erreger Infektionskrankheiten ausgelöst und wie sie übertragen werden.

Gibt es weitere Übertragungswege?

Eine Ansteckung über Gegenstände ist eher unwahrscheinlich, da das Virus in der Umwelt nur kurze Zeit überlebt. Insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von Infizierten ist eine Übertragung über mit Viren behaftete Oberflächen aber nicht auszuschließen. Im Stuhl von Erkrankten findet man zwar Coronaviren, diese sind aber vermutlich nicht mehr ansteckungsfähig. Eine Übertragung des Virus durch Haustiere scheint nicht zu erfolgen.

Antworten auf häufige Fragen zur Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände finden Sie auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Antworten auf häufige Fragen zur Übertragung durch Haus- und Nutztiere finden Sie auf der Website des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Wer ist besonders gefährdet?

Da die körpereigene Abwehr im Alter schwächer wird, weisen Erkrankte ab etwa 50 Jahren umso häufiger einen schweren Verlauf auf, je älter sie sind. Auch Risikogruppen wie Raucher, Menschen mit starkem Übergewicht und Menschen, deren Abwehr bereits durch eine Vorerkrankung geschwächt ist, haben häufiger einen schweren Verlauf.

Bei vielen Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf liegen folgende Vorerkrankungen vor: 

Wichtig zu wissen: Schwangere und Kinder haben kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dennoch können auch junge Menschen und Menschen ohne Vorerkrankungen an einer COVID-19-Erkrankung sterben.

Antworten auf häufige Fragen zu Risikogruppen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Wie schnell verbreitet sich das neue Coronavirus?

SARS-CoV-2 ist ein neues Coronavirus, gegen das die Menschen bisher noch keine Immunität entwickelt haben. Es kommt auf der ganzen Welt vor. Die sogenannte Basisreproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, wenn man keine Maßnahmen dagegen trifft. Sie liegt für SARS-CoV-2 zwischen 3,3 und 3,8. Ein Infizierter steckt also etwa 3 bis 4 weitere Personen an.

Während die Basisreproduktionszahl Durchschnittswerte angibt, scheint es in der Realität etwas anders abzulaufen: Die meisten Infizierten stecken nur wenige Menschen an, wenige „Viel-Verteiler“ (Superspreader) allerdings stecken sehr viele Menschen auf einmal an. So können regionale Ausbrüche entstehen. Warum und zu welchem Zeitpunkt ein Infizierter zu einem Superspreader wird, ist allerdings noch nicht geklärt. Eine Rolle spielt die Anzahl der Kontakte vor Auftreten der Symptome.

Die Zahl der Neuinfektionen würde ohne Gegenmaßnahmen innerhalb kurzer Zeit sehr stark ansteigen. Mit Kontaktbeschränkungen und der Einhaltung der „AHA-Regeln“ (Abstands- und Hygieneregeln sowie Alltagsmaske) sollen Neuinfektionen vermieden werden. Ziel von Kontaktbeschränkungen ist es, die Patientenzahlen so gering zu halten, dass alle schwer kranken COVID-19-Patienten im Krankenhaus bestmöglich versorgt werden können.

Wann nimmt die Verbreitung von COVID-19 wieder ab?

Man geht davon aus, dass etwa 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben müssen, damit sich die Erkrankung auch ohne Gegenmaßnahmen nicht mehr weiter verbreitet. Hintergrund: Etwa 10 Tage nach Erkrankungsbeginn bildet der Körper Abwehrstoffe gegen das Virus. Man nimmt an, dass diese Antikörper vor einer erneuten Erkrankung schützen. Ob und wie lange das der Fall ist und welche Rolle weitere Bestandteile des Immunsystems spielen, weiß man allerdings noch nicht.

Warum gibt es keine genauen Infektionszahlen? 

Es ist schwierig, genaue Infektionszahlen zu ermitteln, da nur Menschen mit Symptomen oder einem positiven Virusnachweis registriert werden. Wie viele symptomlose Überträger es gibt, kann man deshalb nur schätzen. Dasselbe gilt für alle daraus berechneten Zahlen wie die Sterblichkeit. Von 100 SARS-CoV-2-positiven Menschen sterben der Statistik zufolge 4. Da aber nicht alle Infizierten statistisch erfasst werden, gehen Fachleute davon aus, dass die tatsächliche Sterblichkeit geringer ist.

Wie verläuft COVID-19?

Je nachdem, wie gut die körpereigene Abwehr das Virus bekämpfen kann, hat die Erkrankung einen unterschiedlichen Verlauf:

Milder bis moderater Verlauf

Etwa 80 Prozent der Coronavirus-Infektionen verlaufen milde bis mittelschwer. Die Erkrankten können sich zu Hause auskurieren. Schwangere und Kinder haben kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Schwerer Verlauf

Bei etwa 20 Prozent der Infizierten kommt es zu einem schwereren Verlauf. Typischerweise verschlechtern sich die Symptome nach 7 bis 10 Tagen. Es gelangt dann nicht mehr genug Sauerstoff ins Blut und einige der Patientinnen und Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt und maschinell beatmet werden.

Zusätzliche Infektionen mit Pilzen oder Bakterien und vermehrt auftretende Blutgerinnsel erschweren die Therapie. Eine mögliche Komplikation ist Lungenentzündung.

Todesfälle

Erkrankte, die an COVID-19 sterben, sind durchschnittlich 82 Jahre alt. Etwa 86 Prozent der Verstorbenen in Deutschland waren 70 Jahre und älter. Das heißt allerdings auch, dass 14 Prozent der Verstorbenen jüngere Menschen waren.

Langzeitfolgen und Komplikationen

Über Langzeitfolgen weiß man noch sehr wenig. Möglicherweise gibt es Spätfolgen, die Gehirn und Nerven, die Niere sowie das Herz-Kreislauf-System betreffen. Um genauere Aussagen treffen zu können, ist es erforderlich, Patienten über einen längeren Zeitraum (ein bis 2 Jahre) immer wieder zu untersuchen. Komplikationen können zum Beispiel auftreten, wenn das Virus die Blutgerinnung verändert. Eine überschießende Abwehrreaktion kann die Lunge schädigen und die Atemfunktion weiter verschlechtern.

Wie können Sie einer Ansteckung mit COVID-19 vorbeugen?

COVID-19 verbreitet sich in erster Linie über eine direkte Tröpfcheninfektion und Aerosole. Deshalb helfen Kontaktbeschränkungen und die „AHA-Regeln“ – also Abstands- und Hygieneregeln sowie Alltagsmasken – eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. 

COVID-19 lässt sich vorbeugen mit Hygieneregeln, der Husten-Nies-Etikette, mit Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz und Kontaktbeschränkungen.

Kontaktbeschränkungen

Hier geht es darum, die sozialen Kontakte einzuschränken und größere Menschenansammlungen zu meiden. Im akuten Pandemiefall sollte man nur zu Personen Kontakt haben, die im selben Haushalt leben. Verzichten Sie auf das Händeschütteln und auf Umarmungen. Schützen Sie vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen und halten Sie sich an die Besuchsregeln, etwa Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern oder Seniorenheimen.

Abstandsregeln

Halten Sie möglichst immer und überall mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Personen. Ob am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder in der Freizeit – der Abstand kann vor einer Ansteckung schützen. Denn je größer der Abstand ist, desto wahrscheinlicher fallen virusbeladene Tröpfchen auf den Boden, bevor sie eine andere Person erreichen.

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Parkbank und gucken sich an. Zwischen ihnen ist ungefähr 1,5 Meter Abstand. Beide tragen einen Mundschutz.

Hygieneregeln

Waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände mit Seife, besonders wenn Sie nach Hause kommen und vorher außer Haus Gegenstände angefasst haben. Wenn kein Waschbecken verfügbar ist, kann man auch Hände-Desinfektionsmittel verwenden. Mit Haushaltsreinigern lassen sich Gegenstände einfach säubern.

Husten-Nies-Etikette

Wenn Sie husten oder niesen müssen, drehen Sie sich von anderen Personen weg und halten Sie sich ein Taschentuch vor das Gesicht oder niesen Sie in die Armbeuge. So vermeiden Sie, dass virusbeladene Tröpfchen weit weggeschleudert werden. Entsorgen Sie Taschentücher in Mülleimern mit Deckel.

Mund-Nasen-Schutz

Ein Mund-Nasen-Schutz verhindert, dass sich virusbeladene Tröpfchen in der Luft verteilen. So schützen Sie andere, und andere schützen Sie. Denn auch wer sich nicht krank fühlt, kann das Virus verbreiten. Ein herkömmlicher Mund-Nasen-Schutz ist allerdings nur eine mechanische Barriere für größere Tröpfchen. Visiere können nur Tröpfchen abfangen, die direkt auf die Scheibe treffen. Sie sind keine gleichwertige Alternative für eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Wichtig zu wissen: Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz regelmäßig, spätestens, wenn er feucht geworden ist. Wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff verwenden, waschen Sie ihn regelmäßig bei mindestens 60 Grad.

Impfung

Mehrere Unternehmen entwickeln inzwischen vielversprechende Impfstoffe. Mit einer Zulassung solcher Impfstoffe außerhalb von klinischen Studien ist frühestens Ende 2020/Anfang 2021 zu rechnen. Es ist auch noch nicht klar, wie lange eine Immunität gegen SARS-CoV-2 nach einer Impfung anhalten wird.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Schutz vor Ansteckung finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App registriert über Bluetooth-Verbindungen zwischen beliebigen Smartphones alle näheren Kontakte und speichert sie auf dem jeweiligen Handy. Hat jemand einen positiven Corona-Test, kann er das der App mitteilen. Diese Information und die gespeicherten Kontakte der letzten 14 Tage werden dann auf einen Server geladen, der diese Kontakte automatisch über das mögliche Risiko informiert. Die Mitteilung erfolgt anonymisiert. Je nach Kontaktzeitpunkt und Kontaktdauer wird ein niedriges oder ein erhöhtes Risiko angegeben. Bei einem erhöhten Risiko und beim Auftreten von Symptomen sollte man eine Arztpraxis oder das Gesundheitsamt kontaktieren. Eventuell wird dann ein Corona-Test empfohlen.

Die Corona-Warn-App soll dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen. Je mehr Menschen die App nutzen, desto wirkungsvoller ist sie. 

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Corona-Warn-App finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Wie diagnostiziert man COVID-19?

Wer Symptome wie Fieber und Husten hat und eine Coronavirus-Erkrankung dahinter vermutet, darf nicht ohne Termin in eine Arztpraxis gehen. Im ersten Schritt ist ein Anruf in der Arztpraxis das Richtige. Ärztinnen und Ärzte werden dann bei einem begründeten Verdacht einen Nasen- oder Rachenabstrich machen und die Probe zum Virusnachweis in ein Labor schicken.

Das Testergebnis ist positiv, wenn Virusmaterial von SARS-CoV-2 in der Probe nachweisbar ist. In diesem Fall ist es wichtig, alle Kontaktpersonen herauszufinden, die sich möglicherweise angesteckt haben. Kontaktpersonen sind alle Menschen, zu denen ab 2 Tagen vor Erkrankungsbeginn engerer Kontakt bestand.

Man unterscheidet folgende Gruppen von Kontaktpersonen:

Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko

Dazu gehören Personen, die mindestens 15 Minuten lang ein Gespräch mit wenig Abstand zueinander geführt haben, oder Personen, die direkt mit Tröpfchen von SARS-CoV-2-positiven Menschen in Kontakt gekommen sind, beispielsweise durch Anhusten, Anniesen oder Küssen. Das Gesundheitsamt kann in diesen Fällen eine häusliche Quarantäne über 14 Tage anordnen.

Kontaktpersonen mit geringem Infektionsrisiko

Dazu gehören Personen, die sich mit einer SARS-CoV-2-positiven Person in einem Raum befanden, aber keinen engen Kontakt hatten. In diesen Fällen ist keine Quarantäne notwendig.

Kann man sich auch ohne Symptome auf SARS-CoV-2 testen lassen? 

In der Regel führen Ärztinnen und Ärzte Tests auf SARS-CoV-2 nur durch, wenn Symptome und der begründete Verdacht auf eine Infektion vorliegen. Es können sich aber auch Personen ohne Symptome testen lassen, wenn sie Kontaktpersonen sind, wenn sie in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung arbeiten oder als Patient aufgenommen werden, wenn mehrere positive Tests aufgetreten und Ausbrüche zu befürchten sind oder wenn sie sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem die Zahl der Neuerkrankungen sehr hoch ist.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Coronavirus-Tests finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Wie behandeln Ärzte eine COVID-19-Erkrankung?

Im Vordergrund stehen Behandlungsmaßnahmen gegen die vorherrschenden Symptome wie Fieber und Husten. Insgesamt weisen Ärztinnen und Ärzte etwa 15 Prozent der gemeldeten Fälle ins Krankenhaus ein. 

Im Krankenhaus erhalten die Erkrankten je nach Schwere der Symptome zusätzlichen Sauerstoff oder werden maschinell beatmet. Einige der Erkrankten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, bei der Ärztinnen und Ärzte lebenswichtige Körperfunktionen unterstützen und mögliche Grunderkrankungen oder zusätzliche Infektionen mit Bakterien behandeln. Das Virus selbst muss jedoch durch die körpereigene Abwehr bekämpft werden. 

Neue Medikamente

Seit Juli 2020 ist in Europa ein Medikament zur Behandlung von COVID-19 zugelassen, das ursprünglich entwickelt wurde, um Ebola-Infektionen zu behandeln (Remdesivir). Ärztinnen und Ärzte setzen es ein, wenn eine Lungenentzündung vorliegt und die Erkrankten zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Remdesivir scheint die Sterblichkeit zu senken. Es gibt weitere Studien, in denen bereits vorhandene und auch neue Medikamente getestet werden. Bisher liegt noch kein Wirkstoff vor, der das Virus zuverlässig bekämpft.

Wie geht man mit Kontaktpersonen um?

Das Gesundheitsamt kann für Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko eine 14-tägige häusliche Quarantäne anordnen. In dieser Zeit dürfen Kontaktpersonen ihre Wohnung nicht verlassen. Freunde oder Nachbarn sollten sich dann um Einkäufe und Haustiere kümmern. Kontaktpersonen müssen in dieser Zeit ein Protokoll über Symptome und Kontakte führen. Das Gesundheitsamt erkundigt sich regelmäßig danach.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Häusliche Quarantäne finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Geprüft durch das Robert Koch-Institut (RKI). Stand:

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