COVID-19: die Erkrankung in der Übersicht

Die Lungenerkrankung COVID-19 entsteht durch eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Nicht jede mit dem Virus infizierte Person zeigt Symptome, wodurch sich das Virus unbemerkt ausbreiten und weiterhin Menschen erkranken können. Da schwere und tödliche Verläufe möglich sind, gilt es Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dazu zählen Abstands- und Hygieneregeln beachten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich impfen lassen.

Auf einen Blick

  • SARS-CoV-2 ist ein neuartiges Coronavirus, gegen das schon viele Menschen aufgrund einer Erkrankung oder Impfung immun sind.
  • Wie lange Genesene tatsächlich immun sind und ob eine Impfung vor einer Übertragung des Virus schützt, ist noch nicht vollständig geklärt.
  • Menschen ohne einen Immunschutz können sich weiterhin anstecken und erkranken.
  • Nicht immer treten Symptome wie Fieber auf, es gibt aber schwere und tödliche Verläufe.
  • Risikogruppen sind vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
  • Damit alle schwer erkrankten Menschen bestmöglich versorgt werden können, sollen die Erkrankungszahlen so niedrig wie möglich sein. Daher sollten alle Bürgerinnen und Bürger die vorgegebenen Schutzmaßnahmen einhalten.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

COVID-19: Eine ältere Frau schaut aus dem Fenster. Über Mund und Nase trägt sie einen Mundschutz.

Was ist COVID-19?

COVID-19 ist die Abkürzung der englischsprachigen Bezeichnung „Corona Virus Disease 2019“: auf Deutsch Coronavirus-Erkrankung 2019. Der Erreger ist das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, das sich seit Ende 2019 sehr schnell auf der ganzen Welt verbreitet hat. Nicht alle Menschen, die sich anstecken, zeigen Symptome. Doch einige werden so schwer krank, dass sie daran sterben. Vor allem ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko. Doch auch bei jungen und grundsätzlich gesunden Menschen kann COVID-19 tödlich verlaufen.

Dutzende Virionen der Spezies SARS-CoV-2.

Die Todesursache bei schweren COVID-19-Verläufen ist meist ein Lungenversagen. Um das zu verhindern, müssen Ärztinnen und Ärzte viele der schwer erkrankten Patientinnen und Patienten auf einer Intensivstation mit Beatmungsgeräten behandeln. Damit das Gesundheitssystem möglichst allen eine solche Versorgung garantieren kann, dürfen nicht zu viele Menschen auf einmal krank werden. Deshalb sollten alle Bürgerinnen und Bürger die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen, die Kontaktbeschränkungen beachten und das Impf-Angebot nutzen.

Vertiefende Informationen, wie man einer Infektion mit SARS-CoV-2 vorbeugen und damit schwere COVID-19-Erkrankungen vermeiden kann, lesen Sie im Abschnitt Vorbeugung.

Welche Symptome treten bei COVID-19 auf?

Erste Symptome treten 1 bis 14 Tage, im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Tage, nach der Ansteckung auf. Aber: Nicht alle mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen haben Krankheitsanzeichen – viele verspüren gar keine Beschwerden.

Bei COVID-19 treten erste Symptome 1 bis 14 Tage (im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Tage) nach der Ansteckung auf.

Häufige Symptome einer COVID-19-Erkrankung sind:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Daneben können auch folgende Symptome auftreten: Kurzatmigkeit, Atemnot, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Hautausschlag, Bindehautentzündung, Lymphknotenschwellungen, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen.

Was sollte man tun, wenn man Symptome hat?

Bleiben Sie zu Hause und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein. Lassen Sie sich telefonisch von Ihrer Hausarztpraxis beraten, wie die nächsten Maßnahmen aussehen sollen. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

Wichtig zu wissen: Wenn der begründete Verdacht besteht, dass bei Ihnen eine COVID-19-Erkrankung vorliegt oder SARS-CoV-2 bei Ihnen nachgewiesen wurde, sollten Sie Ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Das Gesundheitsamt ordnet dann eine häusliche Quarantäne an.

Woher kommt SARS-CoV-2 und wie wird es übertragen?

Der Erreger von COVID-19 heißt in der Fachsprache „SARS-CoV-2“, da er mit dem Erreger des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS) verwandt ist. Daher spricht man auch vom neuartigen Coronavirus. 

SARS-CoV-2 stammt vermutlich von sehr ähnlichen Coronaviren bei Wildtieren ab. Nach derzeitigem Wissen fanden die ersten Ansteckungen auf einem Lebensmittelmarkt im chinesischen Wuhan statt, auf dem auch Wildtiere verkauft worden waren.

Übertragungswege

SARS-CoV-2 verbreitet sich sowohl über die sogenannte Tröpfcheninfektion als auch über in der Luft schwebende Minitröpfchen (Aerosole).

Infizierte Menschen tragen Virus-Tröpfchen in Nase und Mund, die sich vor allem beim Sprechen, Niesen oder Husten in der Luft verteilen. Gelangen diese Tröpfchen auf die Schleimhäute an Nase, Mund und Augen anderer Menschen, können sich diese mit dem Virus anstecken. Landen die Tröpfchen auf den Händen und fasst man sich dann mit der Hand ins Gesicht, transportiert man die Erreger möglicherweise zu den Schleimhäuten (Schmierinfektion).

Aerosole entstehen beim Atmen oder Sprechen, vor allem aber bei lautem Schreien, beim Singen und bei intensiver sportlicher Aktivität. Besonders in geschlossenen Räumen und bei fehlender Luftzirkulation können Aerosole längere Zeit und über größere Distanzen in der Luft schweben, was die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung erhöht. Eine Ansteckung in Außenbereichen kommt dagegen seltener vor.

Eine Ansteckung über Gegenstände ist eher unwahrscheinlich, da das Virus in der Umwelt nur kurze Zeit überlebt. Insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von erkrankten Personen ist eine Übertragung über mit Viren behaftete Oberflächen aber nicht auszuschließen. Im Stuhl von erkrankten Menschen findet man zwar Coronaviren, diese sind aber vermutlich nicht mehr ansteckungsfähig. Eine Übertragung des Virus durch Haustiere scheint nicht zu erfolgen.

Antworten auf häufige Fragen zur Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände finden Sie auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Antworten auf häufige Fragen zur Übertragung durch Haus- und Nutztiere finden Sie auf der Website des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Welche Faktoren begünstigen COVID-19 und einen schweren Verlauf?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich von Mensch zu Mensch und kommt inzwischen auf der ganzen Welt vor. Bereits 1 bis 2 Tage vor den ersten Symptomen besteht Ansteckungsgefahr, am höchsten ist sie einen Tag vorher.

Wie lange man ansteckend ist, hängt vom Krankheitsverlauf ab. Der durchschnittliche Ansteckungszeitraum beträgt 9 bis 10 Tage, in Einzelfällen bis zu 20 Tage.

Wichtig zu wissen: Auch Personen, die (noch) keine Symptome haben, können andere anstecken.

Was sind Infektionskrankheiten?

Im folgenden Video erfahren Sie, wann Mediziner von einer Infektionskrankheit sprechen, durch welche Erreger Infektionskrankheiten ausgelöst und wie sie übertragen werden.

Dieses und weitere Videos gibt es auch auf Youtube

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Es gelten die dort bekanntgegebenen Datenschutzhinweise.

Wer ist besonders gefährdet?

Da die körpereigene Abwehr im Alter schwächer wird, kommt es bei älteren Menschen häufiger zu einem schweren Verlauf. Ab etwa 50 bis 60 Jahren steigt das Risiko dafür stetig an.

Risikogruppen wie Raucher und Menschen mit starkem Übergewicht haben ebenfalls häufiger einen schweren Verlauf.

Die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf ist auch bei Patientinnen und Patienten mit folgenden Vorerkrankungen erhöht: 

Wichtig zu wissen: Auch junge Menschen und Menschen ohne Vorerkrankungen können an einer COVID-19-Erkrankung sterben.

Antworten auf häufige Fragen zu Risikogruppen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Wie verbreitet sich das neuartige Coronavirus?

SARS-CoV-2 ist ein weltweit vorkommendes Virus, gegen das viele Menschen bisher noch keine Immunität entwickelt haben. 

Die sogenannte Basisreproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt, wenn man keine Maßnahmen dagegen ergreift. Sie liegt für SARS-CoV-2 zwischen 2,8 und 3,8. Ein Infizierter steckt also etwa 3 bis 4 weitere Personen an.

Mittlerweile gibt es mutierte Formen des SARS-CoV-2-Virus – sogenannte besorgniserregende Varianten –, die eine höhere Reproduktionszahl haben. Das heißt, sie verbreiten sich schneller. Auch ist es möglich, dass Menschen, die bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben, sich mit einer dieser neuen Varianten anstecken.

Mit Kontaktbeschränkungen und der Einhaltung der „AHA+L-Regeln“, also Abstands- und Hygieneregeln beachten sowie im Alltag Maske tragen und lüften, können Neuinfektionen – auch durch mutierte Varianten – vermieden werden, die ohne Gegenmaßnahmen innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen würden.

Wie verläuft COVID-19?

Je nachdem, wie gut die körpereigene Abwehr das Virus bekämpfen kann, hat die Erkrankung einen unterschiedlichen Verlauf:

Milder bis moderater Verlauf

Etwa 80 Prozent der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen verlaufen mild bis mittelschwer. Die erkrankten Personen können sich zu Hause auskurieren. 

Schwerer und kritischer Verlauf

Bei etwa 14 Prozent der erkrankten Personen verschlechtern sich die Symptome nach circa 7 bis 10 Tagen. Es gelangt dann nicht mehr genug Sauerstoff ins Blut. Einige dieser Patientinnen und Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt und maschinell beatmet werden.

Zusätzliche Infektionen mit Pilzen oder Bakterien und vermehrt auftretende Blutgerinnsel erschweren die Therapie. Eine mögliche Komplikation ist eine Lungenentzündung.

Todesfälle

Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 können tödlich verlaufen. Die meisten Menschen, die an einer COVID-19-Erkrankung sterben, sind über 70 Jahre alt.

Langzeitfolgen

Längere Genesungszeiten bei Infektionskrankheiten mit Lungenentzündungen sind nicht ungewöhnlich. Auch bei COVID-19 können noch Wochen oder Monate nach der Erkrankung Symptome vorhanden sein oder neu auftreten.

COVID-19-Erkrankungen können verschiedene Langzeitfolgen haben. Bei schweren Erkrankungen lassen sich beispielsweise organbezogene Langzeitfolgen nach Intensivbehandlungen beobachten. Diese unterscheiden sich von längerfristigen Müdigkeitserscheinungen, Merkstörungen, Gedächtnisproblemen oder Wortfindungsstörungen, wie sie auch bei milderen Verläufen auftreten. Über die Langzeitfolgen von COVID-19 nach sehr milden oder asymptomatischen Erkrankungen ist bislang jedoch wenig bekannt.

Komplikationen

Komplikationen können zum Beispiel auftreten, wenn das Virus die Blutgerinnung verändert. Eine überschießende Abwehrreaktion kann die Lunge schädigen und die Atemfunktion weiter verschlechtern. 

Wie lässt sich einer Ansteckung mit COVID-19 vorbeugen?

COVID-19 verbreitet sich in erster Linie über eine direkte Tröpfcheninfektion und Aerosole.

Deshalb helfen Kontaktbeschränkungen und die „AHA-Regeln“ – also Abstands- und Hygieneregeln beachten sowie im Alltag Maske tragen – eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu vermeiden. Unterstützend wirken zudem regelmäßiges Lüften und die Nutzung der Corona-Warn-App. Mittlerweile kann man sich zum Schutz vor COVID-19 auch impfen lassen.

COVID-19 lässt sich vorbeugen mit Hygieneregeln, einer Impfung, Mund-Nasen-Schutz, Kontaktbeschränkungen, der Husten-Nies-Etikette und Abstandsregeln.

Kontaktbeschränkungen

Hier geht es darum, die sozialen Kontakte einzuschränken und größere Ansammlungen von Menschen zu meiden. Das dient dazu, viele Infektionen zu verhindern und die Zahl schwerer COVID-19-Verläufe und Todesfälle so gering wie möglich zu halten. Im akuten Pandemiefall sollte man deswegen zu Personen, die nicht im selben Haushalt leben, möglichst den Kontakt einschränken. Schützen Sie vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen und beachten Sie die Besuchsregeln in Krankenhäusern oder Seniorenheimen.

Abstandsregeln

Halten Sie möglichst immer und überall mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen. Ob am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder in der Freizeit – der Abstand kann vor einer Ansteckung schützen. Denn je größer der Abstand ist, desto wahrscheinlicher fallen virusbeladene Tröpfchen auf den Boden, bevor sie eine andere Person erreichen. Verzichten Sie zudem auf das Händeschütteln und auf Umarmungen.

Zwei Frauen und ein Mann sitzen gemeinsam an einem großen Schreibtisch und arbeiten. Sie alle tragen einen Mund-Nase-Schutz und sind durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt.

Hygieneregeln

Waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände mit Seife – zum Beispiel, wenn Sie im Büro sind oder von der Arbeit und vom Einkaufen nach Hause kommen. 

Husten-Nies-Etikette

Wenn Sie husten oder niesen müssen, drehen Sie sich von anderen Personen weg und halten Sie sich ein Taschentuch vor das Gesicht oder niesen Sie in die Armbeuge. So vermeiden Sie, dass virusbeladene Tröpfchen weit weggeschleudert werden. Entsorgen Sie Taschentücher in Mülleimern mit Deckel.

Mund-Nasen-Schutz

Ein Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) verhindert, dass sich virusbeladene Tröpfchen in der Luft verteilen. So schützen Sie andere, und andere schützen Sie. Denn auch wer sich nicht krank fühlt, kann das Virus verbreiten. Solche OP-Masken sind allerdings nur eine mechanische Barriere für größere Tröpfchen, kaum aber für Aerosole. Daher werden zum Schutz vor Aerosolen im Gesundheitswesen die sogenannten FFP2-Masken eingesetzt. Visiere indes können nur Tröpfchen abfangen, die direkt auf die Scheibe treffen. Sie sind keine gleichwertige Alternative für einen Mund-Nasen-Schutz.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Arten von Masken, wann man diese einsetzt und wie man sie richtig benutzt, finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts im Abschnitt Infektionsschutzmaßnahmen sowie auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und unter infektionsschutz.de.

Regelmäßig lüften

Innenräume sollten mit genügend Frischluft versorgt werden. Damit lassen sich wirksam virusbeladene Tröpfchen aus der Raumluft entfernen. Wichtig ist, regelmäßig zu lüften, vor allem, wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass viele Personen im Raum sind. Im Schnitt sollte man mindestens 10 bis 15 Minuten bei weit geöffneten Fenstern Stoßlüften. Ideal ist es, wenn gegenüberliegende Fenster mitgeöffnet werden, um ein effektiveres Querlüften zu ermöglichen. Das Fenster (dauerhaft) anzukippen ist hingegen in stark gefüllten Räumen kaum wirksam.

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App registriert über Bluetooth-Verbindungen zwischen beliebigen Smartphones alle näheren Kontakte und speichert sie auf dem jeweiligen Handy. Wurde jemand positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann er das der App mitteilen. Diese Information und die gespeicherten Kontakte der letzten 14 Tage werden dann auf einen Server geladen, der diese Kontakte automatisch über das mögliche Risiko informiert. Die Mitteilung erfolgt anonymisiert. Je nach Kontaktzeitpunkt und Kontaktdauer wird ein niedriges oder ein erhöhtes Risiko angegeben. Bei einem erhöhten Risiko und beim Auftreten von Symptomen sollte man eine Arztpraxis oder das Gesundheitsamt kontaktieren. Eventuell wird dann ein Corona-Test empfohlen.

Die Corona-Warn-App soll dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen. Je mehr Menschen die App nutzen, desto effektiver ist sie. 

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Corona-Warn-App finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Wie läuft die Impfung ab?

Am 21.12.2020 wurde in der Europäischen Union der erste Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 zugelassen (BioNTech/Pfizer). Seit Januar 2021 sind zwei weitere COVID-19-Impfstoffe (Moderna und AstraZeneca) in der EU verfügbar. Im März 2021 ist ein weiterer Impfstoff (Jannsen-Cilag/Johnson und Johnson) in der EU zugelassen worden.

Mittlerweile wird deutschlandweit geimpft. Das Ziel ist es, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer COVID-19-Impfung anzubieten.

Interessant zu wissen: Bei der Zulassung handelt es sich jeweils um eine sogenannte bedingte Zulassung. Das heißt, es müssen noch Studien eingeleitet oder abgeschlossen werden, um weitere Details bezüglich Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Impfstoffe in unterschiedlichen Altersgruppen zu klären.

Um möglichst schnell die Anzahl an Sterbefällen und schweren Krankheitsverläufen zu senken, werden vorrangig Personengruppen mit einem erhöhten Infektions- und Erkrankungsrisiko geimpft. Dafür wurde ein Plan entwickelt, in welcher Reihenfolge wie geimpft wird. 

Welche Reihenfolge bei der Impfung gilt, darüber informiert das Bundesgesundheitsministerium.

Nähere Informationen zu den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Jannsen-Cilag/Johnson und Johnson finden Sie unter gesundheitsinformation.de.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema COVID-19 und Impfen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Weiterführende Informationen zur Zulassung der COVID-19-Impfung finden Sie in der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Wie diagnostiziert man COVID-19?

Um COVID-19 zu diagnostizieren, ist es wesentlich eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus nachzuweisen. Dafür nehmen Ärztinnen und Ärzte einen Nasen- oder Rachenabstrich und schicken die Probe zur Analyse in ein Labor.

Neben dem PCR-Labortest werden auch sogenannte Antigen-Schnelltests zum Vor-Ort-Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion eingesetzt. Diese liefern schneller ein Ergebnis als der Labortest. Fällt ein Schnelltest positiv aus, muss er mit einem Labortest bestätigt werden. Dies gilt auch für die mittlerweile verfügbaren Selbst-Schnelltests für zuhause.

Wichtig zu wissen: Alle Bürgerinnen und Bürger können – auch ohne Krankheitsanzeichen – mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche in einem Testzentrum durchführen lassen.

Das Testergebnis ist positiv, wenn Virusmaterial in der Probe nachweisbar ist. In diesem Fall ist es wichtig, alle Kontaktpersonen herauszufinden, die sich angesteckt haben könnten. Kontaktpersonen sind alle Menschen, zu denen ab 2 Tagen vor Erkrankungsbeginn engerer Kontakt bestand.

Wichtige Fragen und Antworten zu den Schnell- und Selbsttests, etwa wie man diese bekommt und wann eine Anwendung sinnvoll ist, finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). 

Was es bei der Anwendung der Selbst-Schnelltests zu beachten gilt, darüber informiert ausführlich das Robert Koch-Institut.

Wann empfiehlt sich ein Test? 

Das Robert Koch-Institut empfiehlt einen Test für alle engen Kontaktpersonen, unabhängig von Symptomen.

Zudem sollte man sich testen lassen, wenn eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Vorliegen von Atemwegs-Beschwerden durch akute Bronchitis oder Lungenentzündung, Atemnot oder Fieber
  • Bestehen einer akuten Störung des Geruchs- oder Geschmackssinns
  • ungeklärte Erkrankungssymptome und enger Kontakt zu einer Person mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion
  • Verschlechterung des Gesundheitszustands bei bestehenden Symptomen

Ein weiteres Testkriterium ist das Bestehen akuter atemwegsbezogener Symptome jeder Schwere, wenn zusätzlich einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe
  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus
  • nach Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln
  • Kontakt im Haushalt oder zu einer Gruppe von Personen mit akuten Atemwegs-Beschwerden und eine erhöhte Zahl an COVID-19-Neuinfektionen im Land-/Stadtkreis
  • während des Bestehens der Symptome eine Weiterverbreitung möglich war
  • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen oder zu Risikopatientinnen und -patienten besteht

Ausführliche Informationen zu den Testkriterien für die SARS-CoV-2-Diagnostik finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Was sind Kontakte mit hohem Infektionsrisiko?

Dazu gehören zum Beispiel Personen, die mindestens 15 Minuten lang ein Gespräch mit einem Abstand unter 1,50 Meter zueinander geführt haben oder Personen, die direkt mit Tröpfchen von infizierten Menschen in Kontakt gekommen sind, beispielsweise durch Anhusten, Anniesen oder Küssen. Auch längere Aufenthalte mit anderen Menschen in Innenräumen, die unzureichend gelüftet werden, können das Infektionsrisiko erhöhen.

Was sind Kontakte mit geringem Infektionsrisiko?

Dazu gehören Personen, mit denen man kürzer als 15 Minuten Kontakt hatte und zu denen man den Abstand von 1,50 Meter nicht einhalten konnte, dabei aber durchgängig einen Mund-Nasen-Schutz getragen hat. Auch, wenn man sich nicht länger als 30 Minuten in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole aufgehalten hat, gilt dies als geringes Risiko.

Weitere Informationen zur Nachverfolgung und zum Umgang mit Kontaktpersonen bietet das Robert Koch-Institut.

Wie geht man mit Kontaktpersonen um?

Das Gesundheitsamt kann für Kontaktpersonen eine häusliche Quarantäne anordnen. In dieser Zeit dürfen Kontaktpersonen ihre Wohnung nicht verlassen. Freunde oder Nachbarn sollten sich dann um Einkäufe und Haustiere kümmern. Kontaktpersonen müssen in dieser Zeit ein Protokoll über Symptome und Kontakte führen. Das Gesundheitsamt erkundigt sich regelmäßig danach.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Häusliche Quarantäne finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Wie behandeln Ärzte eine COVID-19-Erkrankung?

Im Vordergrund stehen Behandlungsmaßnahmen gegen die vorherrschenden Symptome wie Fieber und Husten. Insgesamt weisen Ärztinnen und Ärzte etwa 10 Prozent der Patientinnen und Patienten mit COVID-19 ins Krankenhaus ein. 

Im Krankenhaus erhalten sie je nach Schwere der Symptome zusätzlichen Sauerstoff oder werden maschinell beatmet. Einige der erkrankten Personen benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, bei der Ärztinnen und Ärzte lebenswichtige Körperfunktionen unterstützen und mögliche Grunderkrankungen oder zusätzliche Infektionen mit Bakterien behandeln. Das Virus selbst muss jedoch durch die körpereigene Abwehr bekämpft werden. 

Medikamentöse Therapie

Derzeit sind zwei Medikamente für die Behandlung von COVID-19 zugelassen: Der Arzneistoff Remdesivir wirkt gegen Viren und verkürzt besonders bei Patientinnen und Patienten, die Sauerstoff benötigen, die Zeit bis zur Genesung.

Der entzündungshemmende Wirkstoff Dexamethason wird bei schweren und kritischen Verläufen eingesetzt. 

In Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Stand:

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